Hausmittel gegen Gelenkschmerzen

· 8 März, 2015

Nicht nur Senioren werden von Gelenkschmerzen geplagt. Auch junge Menschen kennen den bohrenden oder stechenden, manchmal dumpfen bis hin zu hellem, spitzen Schmerz in den Gelenken. Treten diese Schmerzen öfter auf, solltest du auf jeden Fall die Beschwerden bei einem Orthopäden untersuchen lassen, um eine ernsthafte Erkrankung ausschließen zu lassen. Hast du die Diagnose gestellt bekommen, kannst du gerne weiter mit natürlichen Mitteln versuchen, gegen Gelenkschmerzen vorzugehen.

AnanasstückeAnanas – Enzyme

Die Ananas enthält das Enzym Bromelain, das Entzündungen lindert und Schwellungen zurückgehen lässt. Daher wird dieser Wirkstoff auch oft nach Zahnoperationen oder kieferchirurgischen Eingriffen empfohlen. Um die nötige Menge an Bromelain aufzunehmen, muss man schon sehr viel Ananas in den Speiseplan integrieren, aber es gibt den Wirkstoff auch konzentriert in Tablettenform zu kaufen. Wer nur gelegentlich unter Gelenkschmerzen leidet und Entzündungen und Schwellungen vorbeugen möchte, integriert einfach Ananasprodukte wie Ananassaft oder frische Ananas (bitte nicht gezuckert und nur ungezuckerte Dosenfrüchte!) in seinen täglichen Speiseplan.

shutterstock_109220420 (Kopie)Kohlwickel

Wickel haben einen altmodischen Ruf und bei dem Wort denkt man mit Grauen an Mutters fiebersenkende Wadenwickel zurück, die man als Kind über sicher gehen lassen musste. Aber auch Erwachsenen können Wickel bei der Linderung ihrer Beschwerden helfen, in diesem Falle bei Gelenkschmerzen. Einen Versuch wert sind Kohlwickel. Dazu werden von Weißkohlblättern die dicken Mittelrippen herausgeschnitten. Lege dann die Kohlblätter in einen großen Gefrierbeutel und rolle mit einem Nudelholz oder einer Wasserflasche aus Glas kräftig über die Blätter, bis der Saft austritt. Wickele nun die Kohlblätter um das schmerzende Gelenk und fixiere sie mit einer Mullbinde. Lasse den Kohlwickel über Nacht einwirken und entferne ihn erst am nächsten Morgen.

Senfmehl-Wickel

Senfmehl bekommst du in der Apotheke. Rühre daraus einen sehr zähen Brei, den du dann auf ein angefeuchtetes Tuch streichst. Das Tuch sollte eine glatte Struktur haben, zum Beispiel ein Leinentuch oder Baumwoll-Küchentuch. Lege nun das Tuch mit der Breiseite nach unten um dein schmerzendes Gelenk und fixiere es mit einem weiteren, trockenen Tuch oder einer Mullbinde. Lasse den Wickel mindestens 20 Minuten einwirken, bevor du ihn wieder abnimmst. Vorsicht: Das im Senfmehl enthaltene Senföl reizt Schleimhäute! Passe also auf, dass du den Brei nicht in die Augen bekommst, indem du dir zum Beispiel aus Versehen mit den Fingern durchs Gesicht wischst! Senfmehl wirkt durch die darin enthaltenen ätherischen Öle durchblutungsfördernd.

Creme

Quarkwickel

Ein Quarkwickel hilft, das betroffene Gelenk zu kühlen. Kälteanwendungen werden meist bei akuten Gelenkschmerzen sowie bei warmen oder geschwollenen Gelenken empfohlen. Besorge dir dazu einen Magerquark. Der ist fester als Sahnequark und eignet sich daher besser. Verwende den Quark frisch aus dem Kühlschrank. Streiche ihn so dick wie möglich zunächst auf das Gelenk und dann auf ein Tuch, mit dem du das Gelenk zusätzlich bedeckst. Lasse nun die Verdunstungskälte wirken, indem du das Gelenk nicht weiter abdeckst und an der frischen Luft etwas hochlagerst. Ist der Quark auf Körpertemperatur erhitzt, hat der Quarkwickel ausgedient und kann entfernt werden.

Heilerde-Wickel

Im Drogeriemarkt oder in der Apotheke findest du Heilerde. Sie nützt zu vielem und wird zum Beispiel gerne bei Verdauungsbeschwerden oder unreiner Haut angewendet. Gegen Gelenkbeschwerden wendest du sie als Wickel an. Rühre dazu einen möglichst dicken und streichfähigen Brei aus der feinen Erde an und nutze diese genauso wie Quark oder Senfmehlbrei zu einem Wickel.

Pflanzliche Kost bevorzugen

Tierisches Eiweiß und tierische Fette fördern Entzündungsprozesse im Körper. Daher sollte man bei entzündlichen Gelenkerkrankungen und daraus resultierenden Schmerzen den Konsum an tierischen Produkten (Fleisch, Milchprodukte etc.) stark einschränken oder darauf verzichten.

Spaziergang (Kopie)

Bewegung gegen Gelenkschmerzen

Leichte Bewegung ist auch bei Gelenkschmerzen gut, um Gewebeflüssigkeit im Gelenk abfließen zu lassen, die Venenpumpe der Beine funktionstüchtig zu halten und für „Gelenkschmiere“ zu sorgen, die die Reibung im Gelenk reduziert und auch zur Linderung von Schmerzen beiträgt. Bei Knieschmerzen ist beispielsweise Fahrradfahrern ideal!

Übergewicht (Kopie)

Gewicht reduzieren

Adipositas fördert Entzündungen im Körper und verhindert, das Entzündungen schnell abheilen. Eine Gewichtsreduktion hat so viele gesundheitsfördernde Effekte, dass der Kampf gegen Gelenkschmerzen nicht ausschlaggebend sein sollte. Netter Nebeneffekt: Durch vermindertes Gewicht sinken nicht nur die Entzündungsparamter im Blut, sondern auch die Belastung durch unnötiges Gewicht auf den Gelenken selbst! Wer also Übergewicht hat, ist zu einem erheblichen Teil an seinen Gelenkbeschwerden selbst beteiligt, denn jedes Gramm weniger auf einem schmerzenden Gelenk tut gut und die hohen Entzündungswerte im Blut durch Übergewicht sind auch „hausgemacht“…