Erhöhte Gefahr für Herzinfarkt oder Hirnschlag durch Schlaflosigkeit

· 27 August, 2017
Aus versechiedenen Studien geht hervor, dass Schlaflosigkeit oder eine unzureichende Schlafqualität das Risiko für Herz-Gefäß-Krankheiten erhöhen kann. Frauen sind davon ganz besonders betroffen. 

Wir haben schon mehrfach über die negativen Folgen von Schlaflosigkeit berichtet. Immer mehr Personen leiden daran, was mit der Zeit zu verschiedensten Gesundheitsproblemen führen kann.

Während des Schlafes werden vom Organismus verschiedene sehr wichtige Prozesse durchgeführt, das Herz kann sich in der Ruhephase erholen, der Hormonhaushalt wird reguliert und auch im Gehirn finden verschiedene Prozesse statt.

Viele sind sich zwar darüber bewusst, wie wichtig es ist, die Gesundheit zu pflegen, doch die täglichen Verpflichtungen und Aufgaben, die geforderte Leistungsfähigkeit und Stress führen oft dazu, dass nicht ausreichend auf eine gesunde Schlafhygiene geachtet werden kann.
Unter Schlaflosigkeit oder Schlafentzug versteht man all jene Bedingungen, die eine ausreichende nächtliche Erholung verhindern.
Die Konsequenzen sind sehr unterschiedlich, doch aus einer neueren chinesischen Studie geht beispielsweise hervor, dass damit das Risiko für einen Herzinfarkt oder Gehirnschlag erhöht ist.

Wie wurde nachgewiesen, dass Schlaflosigkeit die Gefahr für einen Herzinfarkt oder einen Gehirnschlag erhöht?

Frau erleidet Herzinfarkt

Zu diesem Ergebnis gelangte das Forscherteam anhand einer Revision von 15 Studien, an denen insgesamt 160 769 Personen teilnahmen.

Während der Studien wurden 11702 Schlaganfall- und Herzinfarktfälle festgestellt. Alle Betroffenen wiesen während der Studie Symptome von Schlaflosigkeit auf.

Was erstaunlich ist, dass jene Personen, die bereits vor dem Klingeln des Weckers wach wurden, nicht von diesen Problemen betroffen waren.

Ein erhöhtes Risiko besteht insbesondere bei jenen, die an Einschlaf- oder Durchschlafproblemen leiden. Dabei kommt es zu einem Schlafmangel, der die genannten Beschwerden zur Folge haben kann.

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Quiao He, Leiter der Studie, versichert jedoch, dass es noch immer schwierig ist, eine genaue Beziehung zwischen Schlafstörungen und den genannten Krankheiten herzustellen.

  • Was feststeht ist, dass Schlafmangel den Stoffwechsel beeinträchtigt. 
  • Dadurch werden der Blutdruck und auch die inflammatorischen und proinflammatorischen Zytokine beeinträchtigt, was die Gefahr für einen Hinrnschlag oder einen Herzinfarkt erhöht.

Doch nicht jeder ist gleichermaßen von den Konsequenzen der Schlafstörungen betroffen.

Frau leidet an Schlaflosigkeit

  • Frauen sind ganz besonders gefährdet, da sie mehr zu Schlaflosigkeit neigen und auch empfindlicher für Hormonschwankungen sind und stärker auf Stress reagieren.
  • Deshalb sollten Frauen ganz besonders auf eine gesunde, erholsame Nachtruhe und eine gute Schlafqualität achten.

Tipps für eine gesunde Schlafhygiene

Sport

Sport macht nicht nur müde, dabei werden auch Substanzen im Gehirn freigesetzt, die Schlaflosigkeit verhindern, zum Beispiel Serotonin. 

Andererseits wird dadurch der Spiegel des Stresshormons Cortisol reduziert. Nach körperlicher Betätigung ist man deshalb positiver eingestellt und fühlt sich entspannter.

Doch das ist noch nicht alles: Sport verbessert das Selbstwertgefühl, da damit mentale und physische Grenzen überwunden werden können. Darüber hinaus kann man damit auch eine tolle Figur erreichen!

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Frau und Mann machen Sport

Lege dich nicht ins Bett, wenn du nicht müde bist

Manchmal gehen wir ins Bett, da die Zeit dafür gekommen ist, auch wenn wir noch nicht müde sind. Doch dies könnte zu Schlaflosigkeit führen.

Wenn man unbedingt einschlafen möchte, kann man genau die gegenteilige Wirkung erzielen und sich selbst in Stress versetzen.

Ist dir dies auch schon passiert? Du konntest lange nicht einschlafen oder nicht durchschlafen, weil du früher als normalerweise aufstehen musstest. Wahrscheinlich bist du früher als gewöhnlich ins Bett gegangen und dein Körper war noch nicht auf den Schlaf vorbereitet.

Sorge für regelmäßige Schlafzeiten, um einen Herzinfarkt oder einen Gehirnschlag zu verhindern

Die gewohnte Ordnung ist grundlegend, um einen gesunden Schlaf zu fördern. Das Gehirn benötigt Regelmäßigkeit und Routine. 

Sobald du dich an bestimmte Schlafzeiten gewöhnt hast, kannst du auch Schlafstörungen besser überwinden.

  • Du wirst so tagsüber leistungsfähiger sein und abends ganz automatisch zur richtigen Zeit müde ins Bett fallen.
  • Versuche also, immer zur selben Zeit schlafen zu gehen und aufzustehen.
  • Wenn du jedoch nicht einschlafen kannst, ist es besser noch einmal aufzustehen oder ein nicht allzu interessantes Buch zu lesen, und zwar genau jenes Buch, das du noch nie bis zum Ende gelesen hast!
Frau mit Schlaflosigkeit liest im Bett

Die Forschungsergebnisse der erwähnten Studie sind sehr interessant und wichtig, um uns auf die Notwendigkeit einer guten Schlafqualität hinzuweisen.

Gut zu wissen ist auch, dass es für Schlafstörungen meist eine einfache Lösung gibt. Falls du an Schlaflosigkeit leidest, solltest du dich deshalb in die Hände eines Spezialisten begeben.

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Du hast jetzt noch mehr Gründe, auf eine gesunde Schlafhygiene zu achten. Setze diese einfachen Tipps in die Praxis um!