Enantyum: Anwendung und Wirkungsweise

· 27 Mai, 2019
Enantyum ist ein Arzneistoff, der heutzutage bei diversen Schmerzen verabreicht wird. In diesem Artikel stellen wir seine Anwendungsmöglichkeiten vor und was es bei der Einnahme zu beachten gilt.

Enantyum ist ein Arzneistoff, der heutzutage bei diversen Schmerzen verabreicht wird. In diesem Artikel stellen wir seine Anwendungsmöglichkeiten vor und was es bei der Einnahme zu beachten gilt.

Enantyum, auch Dexketoprofen genannt, gehört zur Medikamentengruppe der NSAID (non-steroidal anti-inflammatory drugs) und zeichnet sich durch seine entzündungshemmende sowie schmerzstillende Wirkung aus.

Es kann sowohl als Gel als auch in Tablettenform oder oral als Lösung eingenommen werden. Nachfolgend gehen wir auf seine Eigenschaften ein und welche Nebenwirkungen es beim Patienten verursachen kann.

Enantyum: Gebrauch und Anwendung

Enantyum bei Kopfschmerzen

Wie auch im Falle anderer NSAID-Medikamente basiert die Wirkungsweise des Enantyums in erster Linie auf dem Abschwellen von Entzündungen und Bekämpfen von Schmerzen. Es kann auch dabei helfen, Fieber zu senken. Jedoch ist es effektiver zur Behandlung der folgenden Beschwerden:

  • Gelenkschmerzen/Arthralgie, sprich bei Patienten mit Arthritis, Sehnenentzündung, Verstauchung etc.
  • Zahnschmerzen/Odontalgie, zum Beispiel im Falle der Weisheitszähne
  • leichte Kopfschmerzen, aber auch durch Muskelverspannung ausgelöste Migräne
  • Menstruationsschmerzen/Dysmenorrhoe, die mit Ängstlichkeit, Müdigkeit, Übelkeit, Bauchschmerzen und sogar Ohnmacht einhergehen können
  • Muskelschmerzen/Myalgie, die durch verschiedene Faktoren hervorgerufen werden können (Verletzungen, Schläge, Überanstrengung etc.) und bei schlechter Körperhaltung oder intensiver körperlicher Betätigung auftreten
  • Magen- und Darmbeschwerden/Gastralgie
  • Rückenschmerzen sowie Lenden- und zervikale Schmerzen aufgrund einer schlechten Ergonomie oder Veränderung der Muskeln oder naheliegenden Gelenke

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Wirkmechanismus

Enantyum führt jedoch auch zu zahlreichen Veränderungen im Organismus des Patienten. Das bedeutet, dass es dazu in der Lage ist, die Funktionen bestimmter Enzyme aufzuheben oder zu hemmen, die für die Synthese von Prostaglandinen zuständig sind. Der Arzneistoff ist somit an verschiedenen körpereigenen Aktivitäten beteiligt:

  • Eingreifen bei entzündungshemmenden Prozessen und bei Schmerzen
  • Regulieren und Aufrechterhalten der Körpertemperatur
  • Absondern der Magenschleimhaut (einer Schicht im Innern des Magens, die zu dessen Schutz Schleim produziert)
  • Aufrechterhalten des Blutdrucks
  • Kontraktion der glatten Muskulatur, die die inneren Organe, die Blutgefäße etc. bildet

Nebenwirkungen von Enantyum

Medikamente

In der Regel besteht bei der Einnahme von Medikamenten immer ein gewisses Risiko für Nebenwirkungen. Im Falle des Enantyum sind die folgenden möglich:

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Schwindel, auch zusammen mit Kopfschmerzen
  • Veränderung des Verdauungstraktes, zum Beispiel Durchfall oder Verstopfung; es kann weiterhin zu Blähungen kommen
  • Magenschmerzen oder Sodbrennen
  • Schlafstörungen
  • trockener Mund
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder allgemeine Schwäche
  • Herzklopfen
  • Ausschlag

Grundsätzlich treten diese Nebenwirkungen nur selten auf. Jedoch gibt es einen ungewünschten Effekt, der häufiger vorkommt: Magenbeschwerden.

Wie bereits erwähnt wurde, sind die Prostaglandinen am Schutz des Magens beteiligt. Wird ihre Produktion beeinträchtigt, wirkt sich dies ebenfalls auf den Magen aus. Daher ist er der Schädigung durch äußere Substanzen ausgesetzt und ruft Beschwerden hervor.

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Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen

Es ist durchaus möglich, dass ein Arzt unter bestimmten Umständen von der Einnahme des Enatyums abrät. Im Allgemeinen sollte in den folgenden Fällen von diesem Medikament abgesehen werden:

  • Schwangere oder Frauen in der Stillzeit
  • Herz-Kreislauf-Störungen
  • Niereninsuffizienz oder bei eingeschränkter Nieren- und/oder Lebertätigkeit
  • Überempfindlichkeit oder Allergien gegenüber NSAID-Medikamenten
  • Magendarmgeschwüre oder Morbus Crohn
  • ungesunde Lebensgewohnheiten wie Alkoholismus, Rauchen oder Drogenkonsum
  • Einnahme bestimmter Medikamente wie anderer entzündungshemmender oder schmerzstillender Präparate

Wenn einer dieser Punkte zutreffend sein sollte oder bereits Unverträglichkeiten bei der Einnahme von NSAID-Medikamenten bestehen, sollte man sich vorab an einen Arzt wenden.

Weiterhin gilt es zu beachten, dass bei der Einnahme von Arzneistoffen dieser Gruppe immer ein Sonnenschutz aufgetragen werden sollte, da sie eine Überempfindlichkeit gegenüber Sonnenstrahlung verursachen können, wodurch Flecken oder Juckreiz auftreten.

Unter Berücksichtigung all dieser Hinweise ist Enantyum ein sicheres und wirkungsvolles Medikament. Es sollte jedoch keine Selbstmedikation vorgenommen, sondern immer ein Arzt oder ein Apotheker konsultiert werden.

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