Emotionale Kommunikation: Der Schlüssel für ein harmonisches Miteinander

13 März, 2021
Wenn du die Kunst der emotionalen Kommunikation beherrschst, wirst du andere dazu bringen, sich dir gegenüber mehr zu öffnen, sich dir näher zu fühlen und dir zu vertrauen. Denn Emotionen zu verstehen heißt, die Mechanismen, die uns menschlich machen, tiefer zu ergründen.

Hast du dich schon einmal so wütend gefühlt, dass du jemandem nicht sagen konntest, was du dachtest, ohne die Beherrschung zu verlieren? Fällt es dir schwer, deinen Partner oder deine Kinder dazu zu bringen, klar zu verstehen, was du sagen willst? Emotionale Kommunikation ist für viele von uns noch ein offenes Thema.

Wir wissen, dass Kommunikation der Mechanismus ist, der es uns ermöglicht, eine Nachricht zwischen zwei Personen zu übermitteln. Im Grunde genommen scheint nichts so einfach zu sein. Ein großer Teil der Bevölkerung beherrscht diesen Prozess jedoch nicht.

Es gibt diejenigen, die nur zuhören, um zu reagieren. Dann gibt es diejenigen, die sich über fast alles streiten, diejenigen, die eine aggressive Sprache verwenden und diejenigen, die nicht in der Lage sind, nonverbale Kommunikation zu verstehen. Es geht nicht nur darum, einen Satz von einem Sender zu einem Empfänger zu senden.

Menschen sind emotionale Wesen, die denken. Also hat alles, was wir tun und denken, eine wichtige emotionale Komponente. Wenn du weißt, wie du diese Art der Kommunikation beherrschen, verstehen und sogar genießen kannst, werden sich deine Beziehungen umgehend verbessern. Außerdem werden wir uns selbst als kompetenter wahrnehmen und unser Selbstwertgefühl steigern.

Emotionale Kommunikation
Wenn wir wissen, wie wir unsere eigenen Emotionen und die anderer Menschen beherrschen und verstehen können, können wir unsere Beziehungen viel mehr genießen.

Emotionale Kommunikation: Wie kann sie uns helfen?

Emotionale Kommunikation ist nicht nur eine Fähigkeit, um unsere Beziehungen leichter zu machen. Es ist auch ein Werkzeug, das Werbefirmen verwenden. So erinnern uns wissenschaftliche Studien, wie die von Dr. Blair Kidwell von der Ohio University, daran, dass jede Kampagne, die in der Lage ist, den Verbraucher zu begeistern, eine größere Wirkung erzielt und den Umsatz verbessert.

Emotionale Kommunikation in der richtigen Art und Weise hinterlässt Spuren im Gehirn. So werden diejenigen, die emotionale Intelligenz beherrschen und wissen, wie sie ihre Gefühle kontrollieren können, um das, was sie denken, auf angemessene Weise auszudrücken, bemerkenswerte Vorteile haben:

  • Wir sind in der Lage, Konflikte und Missverständnisse zu vermeiden. Darüber hinaus ermöglicht uns emotionale Kommunikation, selbstbewusst zu streiten, ohne jedoch die Beherrschung zu verlieren, um schlussendlich Vereinbarungen treffen zu können.
  • Wir können eine bessere Nähe zu unseren Gesprächspartnern herstellen. Die Fähigkeit, Emotionen zu kommunizieren, schafft ein Vertrauensverhältnis.
  • Es wird uns helfen, das, was wir fühlen, mit Klarheit und Durchsetzungsvermögen auszudrücken.
  • Wir werden in der Lage sein, uns viel besser in unsere Gesprächspartner einzufühlen und ihre nonverbale Sprache zu verstehen.
  • Über unsere Emotionen zu reden, legitimiert unser Handeln. Das heißt, es ermöglicht uns zu erklären, warum wir bestimmte Dinge getan haben.
  • Wir werden uns besser fühlen. Manchmal bleiben Emotionen wie Wut oder Frustration stecken, wenn wir nicht richtig ausdrücken können, was wir fühlen. Emotionale Kommunikation ist die Brücke, um dies zu überwinden.

Erfahre mehr: Gesunder Umgang mit Emotionen: 5 Übungen, wie dir das gelingt

Wie kann ich meine emotionale Kommunikation verbessern?

Der erste Schritt zur Verbesserung unserer emotionalen Kommunikationsfähigkeiten besteht darin zu verstehen, dass Emotionen und Gedanken gleichzeitig auftreten. Genau darauf weist der Psychologe Richard S. Lazarus hin. Wenn wir uns beispielsweise ärgern, ist es normal, dass unser Gedankenfluss schneller und ungeordneter verläuft.

Außerdem werden diese Ideen oft von einem schlechten Gefühl überdeckt. Deshalb reicht es manchmal nicht aus, uns nur darauf vorzubereiten, was wir in einem schwierigen Gespräch sagen möchten. Als Erstes müssen wir erkennen und kontrollieren, was wir fühlen, und erst dann können wir selbstbewusst argumentieren, was in uns vorgeht.

Bewusstsein und emotionale Kontrolle

Du wirst nicht in der Lage sein, eine Rede oder einen Vortrag ansprechend zu halten, wenn du eine starke oder sogar lähmende Angst empfindest. Du wirst auch nicht in der Lage sein, ein Problem mit deinem Partner zu lösen, wenn du in Widersprüchen, Ärger oder Wut gefangen bist.

Als Erstes solltest du jede Emotion, die du empfindest, eine nach der anderen analysieren: Gib ihr Präsenz, lerne sie zu verstehen und kanalisiere sie. Jede Emotion dient einem Zweck, den wir erst verstehen müssen. Erst wenn du jedes Gefühl und jede Empfindung kontrolliert hast, wirst du in der Lage sein, dich klar und sicher auszudrücken.

Lies weiter: Buddhismus zur Bewältigung von Emotionen – 3 praktische Tipps

Empathie: „Ich verstehe deine Situation und respektiere sie”

Empathie ist die Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und dann in unsere eigene Realität zurückzukehren, nachdem wir die Realität der anderen Person kennengelernt haben. Es ist wichtig, sich nicht von den Emotionen der anderen Person leiten zu lassen. Es geht nur darum zu wissen, wie ich ablesen, intuitiv fühlen und verstehen kann, was mein Gegenüber fühlt, um entsprechend zu handeln.

Empathie erfordert Beobachten und Zuhören. Manchmal offenbaren Gesten Realitäten, die Worte nicht offenbaren können. Und manchmal sagt der Tonfall viel mehr als die Nachricht selbst. Höre zu, fühle, lies zwischen den Zeilen und reagiere, indem du dich respektvoll auf den emotionalen Zustand der anderen Person einstellen kannst.

Emotionale Kommunikation: Die Sprache des Vertrauens

Emotionale Kommunikation hat einen Anker, der sie bindet, sie erleichtert und einen guten Austausch von Informationen ermöglicht. Wir sprechen hier von Vertrauen. Um sie mit unserem Gesprächspartner aufzubauen, können wir die folgenden Ratschläge anwenden:

  • Lächle einfühlsam. Vermeide es jedoch, es zu erzwingen. Es geht darum, sich ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, das Zugänglichkeit und Positivität ausstrahlt.
  • Nicke mit dem Kopf. Auf diese Weise kommunizierst du der anderen Person, dass du sie verstehst und dass du dem, was sie dir sagt, Beachtung schenkst.
  • Schaue die Person an und heiße sie willkommen. Emotionale Kommunikation ist ohne diesen Blick in die Augen deines Gegenübers nicht möglich.
Emotionale Kommunikation
Eine gute emotionale Kommunikation ist der Grundstein für glückliche Beziehungen.

Durchsetzungsvermögen: Effektive und respektvolle Kommunikation

Durchsetzungsvermögen ist die Fähigkeit, auf eine liebevolle, selbstbewusste und respektvolle Art zu kommunizieren. Dank ihr verlaufen Dialoge harmonischer und wir schaffen es, Vereinbarungen zu treffen und Probleme zu lösen. Dies sind die wichtigsten Punkte:

  • Lasse die negativen Gedanken beiseite.
  • Vertraue auf das, was du fühlst und was du sagen willst. Deine Meinung, Bedürfnisse und Ideen müssen gehört werden.
  • Hör zu, was die andere Person dir sagt, aktiv und respektvoll. Lasse dich nicht von Emotionen kontrollieren.
  • Lasse ein paar Sekunden verstreichen, bevor du antwortest.
  • Sei konkret. Kurze Nachrichten sind direkter und werden viel besser verstanden.
  • Konzentriere dich auf Fakten, nicht auf Urteile.
  • Vermittle Ruhe und Positivität.

Wir alle können unsere emotionale Kommunikation noch viel besser entwickeln. Alles, was wir brauchen, ist der Wille und das Engagement zur Veränderung. Beginne jetzt!

  • Fernandez, P. y Ramos, N. (2002) Corazones inteligentes. Barcelona: Cairos.
  • Gallego, D. J. y otros (1999) Implicaciones educativas de la inteligencia emocional. Madrid: UNED.
  • Goleman, D. (1996) La inteligencia emocional. Madrid: Kairós.
  • Goleman, D. (1999) La práctica de la inteligencia emocional. Madrid: Kairós
  • Kidwell, B., & Hasford, J. (2014). Emotional ability and nonverbal communication. Psychology & Marketing, 31(7), 526-538. doi:10.1002/mar.20714
  • Salovey, P. y Sluyter (eds.). Emocional Development and Emocional Intelligence: Implications for Educators. Pp. 3-31. New York: Basic Books.