Diese Gewohnheiten schaden deiner Intimgesundheit

5 Januar, 2019
Die richtige Pflege der Intimgesundheit ist sehr wichtig, auch wenn meist nicht gerne darüber gesprochen wird. Eine gesunde Bakterienflora schützt vor Krankheitserregern, wie Pilzen und Bakterien.

Die richtige Pflege der Intimgesundheit ist sehr wichtig, auch wenn meist nicht gerne darüber gesprochen wird. Eine gesunde Bakterienflora schützt vor Krankheitserregern, wie Pilzen und Bakterien.

Darüber hinaus ist der Östrogspiegel sehr wichtig, denn dieses Hormon reguliert die Erneuerung des Bindegewebes und sorgt für ausreichend Feuchtigkeit im Vaginalbereich.

Um Komplikationen zu vermeiden und die Intimgesundheit zu fördern, solltest du allerdings auf gewisse Gewohnheiten verzichten. Erfahre anschließend mehr darüber.

1. Intimduschen können der Intimgesundheit schaden

Intimduschen können der Intimgesundheit schaden

Viele Frauen nutzen Intimduschen zur Hygiene und gegen unangenehme Gerüche. Doch damit wird die natürliche Bakterienflora gestört, was die Gefahr für Infektionen erhöht. Der pH-Wert wird verändert und das Risiko für Pilzinfektionen und bakterielle Vaginose wird größer.

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2. Schamhaarentfernung

Hier handelt es sich um ein kontroverses Thema. Viele betrachten diese Gewohnheit als harmlos, doch es könnten dadurch auch Probleme entstehen, die der Intimgesundheit schaden.

Schamhaar schützt die Haut vor Reibung und vor Krankheitserregern, die Infektionen verursachen könnten.

  • Wenn Frauen die Haare entfernen, entzünden sich auch oft Haarfollikel und es kann auch zu eingewachsenen Haaren kommen.

3. TangasVaginale Gesundheit: Tanga

Tangas sind bei Frauen sehr beliebt. Sie sind sexy und können sich beim Tragen bestimmter Kleidung sehr gut anfühlen. Das Problem ist, dass viele aus Materialien bestehen, die Feuchtigkeit binden, was das Ungleichgewicht des natürlichen pH-Werts der Vagina stört.

  • Diese Art von Unterwäsche erleichtert die Übertragung von Bakterien aus dem rektalen Bereich in die Vagina, sodass das Risiko für Infektionen höher ist.
  • Wenn sie zu eng sind, können sie kleine Risse und Reizungen in der empfindlichen Haut der äußeren Vagina verursachen.

4. Bestimmte Lebensmittel

Curry

Viele Lebensmittel können den pH-Wert im Intimbereich verändern. Das verursacht starke Gerüche, die schnell wahrgenommen werden können. Du solltest deshalb weniger davon essen.

  • Knoblauch, Spargel und Curry sind einige der Lebensmittel, die du in Maßen konsumieren solltest, um unangenehmen Geruch im Intimbereich zu verhindern.

5. Zucker
Vaginale Gesundheit: Zucker

Übermäßiger Konsum von Zucker verändert den pH-Wert des Körpers. Dadurch wird auch die Bakterienflora im Intimbereich gestört. Dadurch haben schädliche Bakterien und Pilze ein leichtes Spiel. 

  • Mit dem Anstieg des Blutzuckerspiegels erhöht sich auch das Risiko für Infektionen, wie z. B. vaginale Candidiasis.
  • Außerdem beeinflusst Zucker die Zusammensetzung des Ausflusses und erhöht Juckreiz und Geruch im Intimbereich.

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6. Medikamente

Vaginale Gesundheit: Medikamente

Der langfristige Einnahme bestimmter Arzneimittel kann sich auch negativ auf die Intimgesundheit auswirken. So wirken Antibiotika beispielsweise zwar gegen schädliche Bakterien, doch sie zerstören auch die gesunde Bakterienflora (Laktobazillen).

  • In der Folge kann vaginale Candidiasis entstehen.
  • Außerdem können andere Medikamente wie Antihistaminika die natürliche Lubrikation des Intimbereichs beeinflussen und starke Trockenheit auslösen.

Symptome für eine gestörte Intimgesundheit

Bei vaginalen Infektionen kommt es abhängend von den genauen Ursachen zu verschiedenen Symptomen:

  • Gelber, grüner oder grauer Ausfluss
  • Juckreiz oder Reizung der äußeren Vagina
  • Starker oder schlechter Geruch
  • Zähflüssiger vaginaler Ausfluss
  • Schmerzhafter Geschlechtsverkehr oder schmerzhaftes Urinieren

Lasse dich ärztlich untersuchen, um den genauen Ursachen auf den Grund zu gehen! Dein Arzt wird dir falls nötig eine entsprechende Behandlung verschreiben.

  • Mendling, W., & Birkner, V. (2011). Die Vakzination mit inaktivierten Laktobazillen oder mit Heliotherapie kann die Lebensqualität von Frauen mit chronisch rezidivierender vulvovaginaler Kandidose verbessern Eine prospektive 3-armige randomisierte Studie. Geburtshilfe Und Frauenheilkunde. https://doi.org/10.1055/s-0031-1280203
  • Ravel, J., Gajer, P., Abdo, Z., Schneider, G. M., Koenig, S. S. K., McCulle, S. L., … Forney, L. J. (2011). Vaginal microbiome of reproductive-age women. Proceedings of the National Academy of Sciences. https://doi.org/10.1073/pnas.1002611107
  • Anderson, M. R., Klink, K., & Cohrssen, A. (2004). Evaluation of Vaginal Complaints. Journal of the American Medical Association. https://doi.org/10.1001/jama.291.11.1368