Aseptische Techniken - Zweck und Nutzen

Aseptische Techniken bestehen aus einer Reihe von Maßnahmen, die darauf abzielen, das Infektionsrisiko bei Krankenhauspatienten zu minimieren. In unserem heutigen Artikel erfährst du, welche Techniken es gibt und warum sie so wichtig sind.
Aseptische Techniken - Zweck und Nutzen

Letzte Aktualisierung: 18 Mai, 2021

Aseptische Techniken sind eine Reihe von Maßnahmen, die das Infektionsrisiko sowohl bei Patienten als auch bei medizinischem Personal verringern. Darüber hinaus reduzieren diese Maßnahmen die Möglichkeit einer Infektion oder Kontamination eines Bereichs oder klinischer Instrumente.

Wie du siehst, sind diese Maßnahmen Teil der Prävention gegen das Eindringen fremder Mikroorganismen in den Körper. Des Weiteren schützen sie sowohl die Patienten, die medikamentös und medizinisch behandelt werden, als auch die Fachkräfte, die in einem solchen Krankenhausumfeld arbeiten.

Um diese unverzichtbaren Methoden durchführen zu können, muss das medizinische Team über Vorkenntnisse und entsprechende Fähigkeiten verfügen. Das bedeutet auch, dass sie die normalerweise angewandten Hygiene- und Biosicherheitsstandards berücksichtigen müssen. In unserem heutigen Artikel erfährst du alles Wissenswerte über aseptische Techniken.

Klassifizierung von Infektionen nach ihren Merkmalen

Aseptische Techniken- Krankenhaus
Nosokomiale Infektionen treten häufig in Krankenhäusern auf.

Aseptische Techniken zielen darauf ab, die Entwicklung von nosokomialen Infektionen zu minimieren. Dadurch verbessert sich die Qualität der Behandlung eines Patienten. Außerdem garantiert dies sowohl deren Sicherheit als auch die des medizinischen Teams in einer bestimmten medizinischen Einrichtung.

Des Weiteren schützen aseptische Techniken auch die an einem Eingriff direkt beteiligten Personen, da sich bestimmte Pathogene bei invasiven Prozessen wie chirurgischen Eingriffen ausbreiten können. Bei derartigen Eingriffen kommt die Gruppe der Spezialisten in direkten Kontakt mit dem infizierten Gewebe des Patienten.

Derzeit lassen sich Infektionen anhand verschiedener Faktoren klassifizieren. Es gibt zum Beispiel endogene und exogene Infektionen.

Man kann diese also danach unterscheiden, ob der problematische Mikroorganismus aus der internen oder externen Umgebung stammt. Darüber hinaus gibt es weitere Klassifizierungskriterien, die sich nach der Art des Mikroorganismus, der Art der Übertragung und danach richten, ob es sich um eine Infektion bei ambulanten oder stationären Patienten handelt.

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Unterschiedliche aseptische Techniken

Derzeit entwickelt eine Gruppe von Spezialisten eine Reihe von Richtlinien für den Umgang mit medizinischen Instrumenten. Diese sind bei verschiedenen Situationen in der stationären Behandlung unerlässlich. Außerdem muss die Ausbreitung von Infektionen verhindert werden, beispielsweise durch Isolierung.

Darüber hinaus müssen die Fachleute häufig auch mit sterilen Materialien arbeiten. Allerdings sind diese meist unsteril verpackt und stehen daher in ständigem Kontakt mit der äußeren Umgebung. Infolgedessen muss das medizinische Team beim Umgang mit derartigen Materialien besondere Sorgfalt walten lassen, um eine Kontamination zu vermeiden.

Einige Tipps, die es zu beachten gilt, sind folgende: Die Instrumente müssen vorsichtig aus der Verpackung entnommen werden, damit die äußere Packung das sterile Material nicht berührt.

Ebenso müssen Ärzte und medizinisches Fachpersonal diese Instrumente stets mit sterilen Handschuhen anfassen. Außerdem sollten sie den Kontakt mit diesem Material oder mit einem anderen kontaminierten oder ungünstigen Umgebungsbedingungen ausgesetzten Material vermeiden. Zu den weiteren wichtigen Maßnahmen gehören unter anderen, dass diese Personen möglichst nicht auf die sterilen Gegenstände niesen oder beim Umgang mit diesen nicht sprechen sollten, um eine Kontamination so weit wie möglich zu vermeiden.

Aseptische Techniken - Nahaufnahme Bakterien
Das medizinische Personal muss das gesamte chirurgische Material unter Anwendung aseptischer Techniken handhaben, um die Vermehrung nosokomialer Bakterien zu verhindern.

Hände waschen

Im Rahmen der üblichen Hygieneregeln ist es wichtig, die richtigen Maßnahmen zum Händewaschen zu beachten. In der Regel musst du dir vor und nach dem Kontakt mit einem Patienten gründlich die Hände waschen. Du solltest dir also vor jedem medizinischen Verfahren oder vor jeder Behandlung und im Anschluss daran die Hände reinigen und desinfizieren.

Darüber hinaus musst du auch den Zustand aller medizinischen Präparate oder klinischen Instrumente überprüfen, bevor du diese verwendest. Im Falle von Medikamenten musst du das Verfallsdatum und den Zustand der Produkte überprüfen und sicherstellen, dass diese ordnungsgemäß aufbewahrt wurden.

Des Weiteren darfst du nur die Materialen verwenden, die innerhalb der letzten 8 Tage sterilisiert wurden. Zudem muss die Verpackung intakt sein, um sicherzustellen, dass die Geräte oder Utensilien nicht kontaminiert sind.

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Wenn die Verpackung nicht intakt ist, solltest du dieses Produkt nicht verwenden. Darüber hinaus solltest du die Materialien in einer sauberen Umgebung mit geringer Luftfeuchtigkeit aufbewahren und dafür sorgen, dass sie möglichst nicht mit anderen möglichen Kontaminationsquellen in Kontakt kommen.

Wenn du bei der Behandlung eines Patienten eine Maske tragen musst, solltest du diese nicht länger als zwei Stunden am Stück verwenden. Nach diesem Zeitraum verliert die Maske einen Großteil ihrer schützenden Wirkung.

Des Weiteren solltest du darauf achten, dass du die Maske richtig im Gesicht platzierst und sie möglichst nicht berührst. Wenn dir die Gesichtsmaske an deinen Hals gerutscht ist, solltest du sie besser austauschen.

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