5 Hausmittel, die gegen Magenschmerzen helfen können

Bei anhaltenden Magenschmerzen sollte immer ein Arzt die Ursache abklären
5 Hausmittel, die gegen Magenschmerzen helfen können

Geschrieben von Carolina Betancourth

Letzte Aktualisierung: 18. Juli 2022

Magenschmerzen können peinigend sein. Oft stechen sie so sehr, dass man kaum aufrecht gehen kann oder möchte. Manchmal fühlen sie sich auch eher „wund“ oder „dumpf“ an. Es gibt Hausmittel, die gegen Magenschmerzen helfen können.

Woher kommen Magenschmerzen?

Unklare, über längere Zeit andauernde Magenschmerzen sollten unbedingt vom Arzt untersucht werden! Mögliche Ursachen könnten sein:

  • Stress
  • Zu viel Magensäure
  • Magengeschwür
  • Magenschleimhautentzündung
  • Blähungen
  • Völlegefühl
  • Medikamente

Taktiken gegen Magenschmerzen

Wenn wir unter Hochspannung stehen und von einem Termin zum nächsten jagen, oder unter außergewöhnlicher psychischer Belastung stehen, schüttet der Körper vermehrt Stresshormone aus.

Unser empfindlicher Magen-Darm-Trakt kann darauf gereizt reagieren. Die Folge: Magenschmerzen, Übelkeit, Durchfall oder Sodbrennen.

Es schlägt uns also buchstäblich etwas auf den Magen. Versuche, Stress bewusst zu reduzieren, damit du nicht dauerhaft an Magenschmerzen leidest!

Wenn zu viel Magensäure produziert wird, kann das die Magenschleimhaut reizen. Das Gleichgewicht stimmt nicht mehr und unser Magen schlägt Alarm.

Zu fettes oder scharfes Essen fördert die Magensäureproduktion, aber auch Stress kann ein Auslöser sein. Daher solltest du darauf achten, weniger Fett und scharfe Gewürze zu essen, wenn solche Probleme auftreten.

An zu viel Magensäure können jedoch auch Alkohol und Zigaretten schuld sein. Und das ist in jedem Fall ungesund!

Magengeschwür

Gastritis

Der wissenschaftliche Name einer Magenschleimhautentzündung lautet Gastritis, dies ist ein und dasselbe, obwohl diese beiden Begriffe umgangssprachlich gerne getrennt voneinander genutzt werden.

Ursachen einer akuten Gastritis sind Stress, Schockzustände, zu viel Alkohol oder Nikotin. Manche Schmerzmittel verursachen ebenfalls eine Gastritis, aber auch Lebensmittelvergiftungen können für eine akute Magenschleimhautentzündung verantwortlich sein.

Gegen Lebensmittelvergiftungen kann man wenig tun, gegen die anderen Ursachen schon! Es liegt also in deiner Hand!

Wenn der Magen drückt und Blähungen dich quälen, dann steckt warscheinlich nichts Besorgniserregendes dahinter. Dein Magen kommt schlichtweg nicht mit dem klar, was du ihm gegeben hast.

Halten die Blähungen an oder kommen immer wieder, dann könnten sich dahinter beispielsweise Nahrungsmittelunverträglichkeiten verbergen. Fruchtzucker, Milchzucker oder Gluten könnten Auslöser der Blähungen und Magenschmerzen sein und du solltest deinen Arzt konsultieren.

Der Magen drückt und fühlt sich an, als würde er platzen? Du musst aufstoßen und hast Druck auf dem Magen? Das Völlegefühl entsteht oft, wenn zu schnell und hastig gegessen wird.

Nahrung landet schlecht zerkleinert im Magen und mit ihr große Mengen an Luft, die du in aller Hektik mitgeschluckt hast. Abhilfe: Nimm dir Zeit zum Essen, kaue gründlich und achte darauf, keine Luft zu schlucken!

Was tun gegen Magenschmerzen?

Wichtig: keine nicht verschriebenen Schmerzmittel nehmen! Einige Medikamente, besonders frei verkäufliche Schmerzmittel, sind schlecht magenverträglich.

Sie reizen die Magenschleimhaut und führen zu Magenschmerzen. Bei falscher Dosierung können sie sogar zu Magenblutungen führen!

Es ist also grundsätzlich falsch, gegen Magenschmerzen Schmerztabletten zu nehmen, denn diese können das Problem meist nur verschlimmern! Probiere unsere einfachen Tipps und Hausmittel:

Wärmflasche gegen Magenschmerzen

Omas Wärmflasche hat nicht ausgedient! Unter einer Decke mit der Wärmflasche auf dem Bauch entspannst nicht nur du, sondern auch dein Bauch. Krämpfe können sich lösen und die Verdauung unverkrampft weitergehen. Blähungen und dein Bauchweh können verschwinden.

Ab in die Badewanne

Wenn du eine Badewanne hast, dann hast du Glück und kannst Omas Wärmflasche erst mal ins Bett legen. Lasse dir ein heißes, entspannendes Bad ein.

Während der Badedauer massiere deinen schmerzenden Bauch vorsichtig mit sanften Bewegungen, um die Verdauung wieder in Gang zu bringen und Gase aus deinem Verdauungstrakt auszuleiten.

Pfefferminze

Ein intensiver Tee aus Pfefferminze kann gegen Magenverstimmung helfen. Das Menthol der Pfefferminze entkrampft die Muskulatur, sodass sie wieder normal arbeiten kann.

Wichtig ist, das Menthol möglichst frisch und konzentriert einzunehmen. Es ist gut wasserlöslich, weswegen ein Tee aus reichlich frischen Pfefferminzblättern gut hilft.

Hast du keine frische Minze parat, helfen auch einige Tropfen konzentriertes ätherisches Minzöl oder Menthol. Direkt in etwas Wasser aufgelöst oder auf die Zunge geträufelt, gelangt es schnell in deinen Verdauungstrakt, und kann dir helfen.

Anis, Ingwer, Kümmel, Fenchel

Die ätherischen Öle dieser Heilpflanzen sind sehr flüchtig und schlecht in Wasser zu binden. Bereitest du also daraus einen heißen Tee zu, sind die meisten der wertvollen ätherischen Öle bereits verdampft, bevor der Tee Trinktemperatur hat.

Wenn du also auf Fenchel, Anis, Kümmel oder Ingwer zurückgreifen möchtest, um deine Magenverstimmung zu lindern, solltest du sie roh und nicht erhitzt in Wasser zu dir nehmen.

Ingwer lässt sich kandiert als Snack genießen oder roh in Würfelchen kaufen. Ebenso gut zu kauen sind die getrockneten Samen von Kümmel, Anis und Fenchel.

Zerkaue die Samen gut, bevor du sie schluckst! Damit setzt du ihre wirksamen ätherischen Öle frei, die im Magen dann ihre wohltuende Wirkung entfalten!

Kein Alkohol, Kaffee, Nikotin

Je mehr Alkohol zum Essen gereicht wird (Bier, Wein, Schnaps,…), desto schleppender läuft die Verdauung. Der Grund: Alkohol entspannt die Muskulatur der Magenwände, die dadurch weniger stark ihre pumpenden Bewegungen ausüben, die zur Verdauung beitragen.

Die entspannten Muskeln verbreiten zwar ein wohlig warmes Bauchgefühl, die Verdauung selbst wird dadurch aber deutlich verlangsamt.

Der Stein im Magen bleibt länger liegen, man fühlt sich länger übersättigt als ohne Alkohol. Außerdem kann Alkohol zu einer Magenschleimhautentzündung führen.

Beim Rösten der Kaffeebohnen entstehen Säuren, die die Magenschleimhaut zusätzlich reizen können.

Rauchen fördert die nächtliche Produktion von Magensäure. Nicht gerade förderlich bei Magenschmerzen…

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