5 Gründe, warum du Wasser nicht aus Plastikflaschen trinken solltest

· 25 Juni, 2015
Viele Unternehmen machen Wasser zu einem Geschäft, wobei sie die Konsumenten schon seit Jahrzehnten betrügen.

Wasser ist bekanntlich lebenswichtig. Es wirkt nicht nur angenehm erfrischend, sondern spielt auch bei allen Organfunktionen eine bedeutende Rolle. Aber solltest du es aus Plastikflaschen trinken?

Viele Unternehmen machen Wasser zu einem Geschäft, wobei sie die Konsumenten schon seit Jahrzehnten betrügen. In der Werbung sind Slogans wie „9 von 10 Ärzten empfehlen dieses Wasser“ zu hören.

Zahlreiche Firmen versichern, dass das von ihnen verkaufte Mineralwasser gesünder als normales Leitungswasser ist. Auch wenn dies bei manchen Produkten der Fall ist, werden viele mangelhafte Wässerchen zu überhöhten Preisen angeboten.

Wasser in Plastikflaschen ist alles andere als umweltfreundlich, auch wenn die Industrie versucht, das Gegenteil zu beweisen. Viele preisen Projekte zur Wiederverwertung oder für das Recyclen der Flaschen. Meist landen diese jedoch auf dem Müll und wirken stark umweltverschmutzend.

Das heißt nicht, dass Leitungswasser 100% sicher ist, denn auch dies hängt davon ab, wie man dieses verarbeitet, um für den menschlichen Konsum geeignet zu sein. Wir nennen dir in diesem Beitrag 5 Gründe, warum du nie wieder Wasser in Plastikflaschen trinken solltest.

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Plastikflaschen sind nicht nachhaltig

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Wie bereits erwähnt, versucht die Industrie uns allen weis zu machen, dass Plastikflaschen biologisch abbaubar und umweltfreundlich wären. Diese werden jedoch aus Materialien hergestellt, deren Zerfall hunderte von Jahren dauert.

Es gibt zwar verschiedene Firmen, die versuchen, Plastikflaschen umweltfreundlicher zu machen. Dies hat die Umweltbelastung jedoch dann nur minimal reduziert. In verschiedenen Studien wird bestätigt, dass mehr Plastikflaschen auf dem Müll als beim Recyclen landen.

Außerdem zersetzen sich die „biologisch abbaubaren“ Flaschen lange nicht so gut, wie behauptet wird, meist werden sie einfach aus weniger Plastik produziert.

Das Wasser ist meist gleich wie Leitungswasser, aber teurer

Auch wenn auf der Flasche eine reine Quelle oder ein Fluss einer pazifischen Insel zu sehen ist, heißt das noch lange nicht, dass dieses Wasser 100% rein oder bester Qualität ist. Nur ein geringer Prozentsatz der abgefüllten Flaschen stammt aus Quellwasser. 

Ungefähr 25% des abgefüllten Wassers kommt aus der Leitung. Manche Firmen filtern das Wasser oder behandeln dieses mit UV-Licht, bevor es auf den Markt kommt. Sie verkaufen es danach 100 Mal teurer als Leitungswasser.

Außerdem wurde in verschiedenen Untersuchungen festgestellt, dass abgefülltes Wasser Phthalate, Schimmelpilze, Mikrobien, Benzol, Trihalomethane oder sogar Arsen enthalten kann. 

Deshalb empfehlen Experten Leitungswasser, auch wenn dieses durch verschiedene Prozesse aufgearbeitet wird.

Oft enthält abgefülltes Wasser Schadstoffe

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Das für die Flaschen verwendete Plastik ist nicht nur für die Umwelt schädlich, es kann auch Krankheiten verursachen. Die Unternehmen verwenden zwar Bisphenol-A-freies Plastik, das weniger schädlich als andere Plastikarten ist. 

Das bedeutet jedoch nicht, dass diese keine chemischen Schadstoffe enthalten. Diese können ins Wasser übergehen, wenn man die Flaschen über längere Zeit der Wärme aussetzt. Manche dieser Schadstoffe sind endokrine Disruptoren, auch wenn dies noch nicht wissenschaftlich erwiesen wurde.

Lokales Wasser ist eine gute Ergänzung zu organischem Essen

Organische Nahrungsmittel sind wieder sehr beliebt, da sie natürlich viel gesünder als pestizid- und schadstoffbelastete Produkte sind. Wenn du diese Nahrungsmittel mit Leitungswasser zubereitest, kannst du damit ebenfalls nachhaltige, gesunde Produkte fördern.

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Es gibt verschiedene Alternativen für abgefülltes Wasser

Um Geld zu sparen, gesünder zu leben und die Umwelt zu schonen, kannst du eine langlebige Trinkflasche verwenden. Es gibt auf dem Markt verschiedenste Modelle. Auch für zu Hause gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.

Du kannst zum Beispiel einen Wasserkrug mit Filter kaufen, um das Leitungswasser zusätzlich zu filtern. Es gibt auch Filter, die du direkt am Wasserhahn anbringen kannst, um die Wasserqualität zu verbessern.

  • Schymanski, D., Goldbeck, C., Humpf, H. U., & Fürst, P. (2018). Analysis of microplastics in water by micro-Raman spectroscopy: Release of plastic particles from different packaging into mineral water. Water Research. https://doi.org/10.1016/j.watres.2017.11.011
  • Galloway, T. (2008). Plastic bottles and moral codes. Marine Pollution Bulletin. https://doi.org/10.1016/j.marpolbul.2007.11.012