Wovor laufen zwanghafte Käufer davon?

7 April, 2018
Zwanghafte Käufer versuchen, durch ihren Kaufrausch ihre innere Leere zu füllen und kurzfristiges Glück zu erreichen.

Zwanghafte Käufer sind Menschen, die shoppen, um ihren inneren Drang zu befriedigen. Noch ein paar Schuhe, noch ein paar Taschen oder völlig unnötige Dinge… sie sind kaufsüchtig und können sich nicht kontrollieren.

Es handelt sich nicht um Menschen, die nicht wissen, mit Geld umzugehen, sondern um ein pathologisches Verhalten, hinter dem sich ein ernsthaftes Leiden versteckt. 

Zwanghafte Käufer im Kaufrausch

Zwanghafte Käufer versuchen, sich durch Shoppen zu beruhigen und zu befriedigen, denn wie bei einer Droge wird damit das Belohnungssytem aktiviert und Betroffene haben das Gefühl, ihre schreckliche Leere zu füllen oder ihr Seelenleid zu lindern. Sie möchten der Realität entkommen, indem sie ein momentantes, jedoch sehr kurzfristiges Glücksgefühl erfahren.

Wie bei einer Sucht handeln sie ohne Denken und können dabei große Summen ausgeben, was danach zu Schuldgefühlen führen kann. Betroffene wissen, dass sie ihre Situation durch Einkäufe nicht verbessern können, haben jedoch die Kontrolle verloren.

Manche sind sich der schwerwiegenden negativen Konsequenzen bewusst, sie horten unsinnige und nutzlose Dinge und geben all ihr Geld aus. Viele können dieser Situation nicht selbst entkommen, die  Probleme vermehren sich und können nur durch professionelle Hilfe gelöst werden.

Betroffene müssen der Ursache auf die Spur gehen, herausfinden, was den Kaufzwang auslöst. Sie müssen lernen, sich ihren Problemen zu stellen, anstatt davonzulaufen.

Bist du ein zwanghafter Käufer?

Bist du ein zwanghafter Käufer?

Du weißt die Antwort auf diese Frage sicher selbst, doch wenn du dir nicht sicher bist, ob diese Störung auf dich oder Personen in deinem Umfeld zutrifft, kannst du sie so identifizieren:

1. Sie kaufen Dinge, die sie nie benutzen

Wie bereits erwähnt, kaufen zwanghafte Käufer normalerweise Dinge, die sie nie benutzen. Diese Gegenstände werden vergessen und nie wieder angefasst.

Die Konsumgesellschaft, in der wir leben, verwendet Werbung, neue Modelle und cleveres Marketing, um Käufer dazu zu bringen, etwas zu kaufen, das sie nicht benötigen. Dies kann zwanghafte Käufer noch mehr in den Bann ziehen.

2. Geld ist der Weg ins Verderben

Die Kaufsucht führt Betroffene dazu, ihr Geld unüberlegt auszugeben, was mit der Zeit oft zu einer hohen Verschuldung führt. Sie nutzen Kreditkarten und vergessen ganz, dass sie das Geld danach mit hohen Zinsen zurückzahlen müssen.

3. Schlussverkäufe sind sehr verlockend

Schlussverkäufe ziehen zwanghafte Käufer in ihren Bann.

Schlussverkäufe drängen zwanghafte Käufer genau so wie Werbung dazu, Dinge zu erwerben, sodass sie am Ende noch mehr Geld ausgeben. Sonderangebote und Rabatte sind allzu verlockend, Betroffene verlieren die Kontrolle und machen oft große Schulden. 

Kaufsüchtige haben ein geringes Selbstwertgefühl und leiden oft auch an Depressionen. Es handelt sich um einen Teufelskreis: Sie sind sich bewusst, was sie anrichten, haben Schuldgefühle, das Selbstwertgefühl wird damit noch mehr verletzt, der Frust noch größer und auch die Schulden nehmen zu…

Es gibt nur einen Ausweg: Betroffene müssen professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, um ihr Leid zu verstehen und zu überwinden!

Abhängigkeiten wie eine Kaufsucht dürfen nicht bagatellisiert werden. Es handelt sich um eine Krankheit, die therapiert werden muss.

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