Wie viel Sport muss wirklich sein?

Zum neuen Jahr überschlagen sich die guten Vorsätze zum Thema Sport. Doch wie viel Sport muss wirklich sein?

Wie viel Sport muss wirklich sein? fragen sich sicher viele, nachdem sich die erste Euphorie und Motivation gelegt hat, im neuen Jahr nun doch endlich mit dem Sport zu beginnen oder mehr zu machen.

Wie viel Sport muss wirklich sein, um aus medizinischer Sicht gesund und fit zu bleiben?

Wie viel Sport muss wirklich sein zum Abnehmen?

Die gute Nachricht vorneweg auf die Frage „Wie viel Sport muss wirklich sein zum Abnehmen?“: gar nicht so viel, wie man denkt! Die Deutsche Adipositas Gesellschaft veröffentlichte jüngst eine Auswertung aus mehr als 60 wissenschaftlichen Studien zum Thema „Wie viel Sport muss wirklich sein“, um Gewicht zu verlieren.

Es ist rein physiologisch zum Beispiel nicht möglich, mehr als 10-30% der täglichen Nahrungsaufnahme durch Bewegung zu verbrennen. Essen wir also 30% zu viel, so können wir uns noch so sehr anstrengen, wir kommen nicht unter 100% – und somit nehmen wir zwar nicht zu, aber auch nicht ab.

Die Antwort ist daher ganz einfach: wer abnehmen will, erreicht mit einer Ernährungsumstellung weit mehr als mit Sport! Sport kann in den meisten Fällen nur helfen, das erzielte Gewicht auch langfristig zu halten.

Sport beugt Krankheiten vor

Da nun geklärt ist, dass Sport zwar Kalorien zum Schmelzen bringt, aber nicht genug, um davon wirklich abzunehmen, stellt sich vielleicht für die eine oder andere Leserin die Frage, warum sie dann noch Sport treiben solle, denn das Hauptaugenmerk liegt bei vielen Frauen auf der Gewichtsreduktion.

Sport ist eine hervorragende Gesundheitsvorsorge und beugt sehr vielen Krankheiten vor. Insbesondere Zivilisationskrankheiten werden durch Sport, oder ganz allgemein durch Bewegung, vermieden. Dazu gehören:

Wer sich regelmäßig bewegt, lebt also länger und gesünder! Doch wie viel Sport muss wirklich sein, um diese Effekte auch tatsächlich für sich zu nutzen? Wann wirkt sich Sport gesundheitsfördernd aus?

Wie viel Sport muss wirklich sein? Mann mit Gewicht trainiertSo viel Bewegung muss sein!

Wir sprechen nun bewusst nicht mehr von Sport, sondern von Bewegung. Denn Sport hat den etwas bitteren Nebengeschmack, anstrengend zu sein, einen zum Schwitzen zu bringen, man keucht und fühlt sich danach wahlweise völlig schlapp und ausgepowert oder energetisiert.

Sport macht sicher Spaß, wenn man eine Sportart für sich gefunden hat, für die man Begeisterung aufbringen kann. Doch Sport ist nicht Jedermanns Sache, weswegen man sein Augenmerk auf die Bewegung legen sollte, nicht auf den Sport in Verein oder Studio.

Bewegung ist alles, was du tust, bei dem dein Kreislauf in Schwung kommt, deine Durchblutung angeregt wird und deine Atemwege etwas zu tun haben. Das ist bei jedem Menschen individuell, weswegen auch für manche der Gang über den Parkplatz schon zu Schnappatmung führt, bei anderen jedoch erst ein Dauerlauf zum gleichen Ergebnis führt.

Wie viel Sport muss wirklich sein? Ältere Frau trainiert1000 Schritte oder mehr!

Das deutsche Sprichwort sagt „nach dem Essen sollst du ruhen oder 1000 Schritte tun“. Doch die Wissenschaft ist sich einig, dass 1000 Schritte pro Tag zu wenig sind, um einen positiven Effekt auf unsere Gesundheit zu haben. Ein Schrittzähler kann helfen, die Kontrolle zu haben.

Aber wie viel Sport muss wirklich sein, wenn 1000 Schritte nicht genug sind? Die Faustformel liegt bei etwa 10.000 Schritten pro Tag, also moderater Bewegung durch Gehen oder zügiges Laufen von etwa 35-40 Minuten. Das ist einfach zu schaffen und auf dem Arbeitsweg nebenbei zu erledigen!

Wie viel Sport muss wirklich sein? Oder ist Treppensteigen ausreichend?Tipps für mehr Bewegung im Alltag

Du musst dich nicht im Sportverein oder Sportstudio anmelden, um genug Bewegung in dein Leben zu bringen. Genug, um auch ohne „Sport“ diversen Zivilisationskrankheiten vorzubeugen. Es ist ganz einfach, wenn du nur willst! Versuche, folgende Regeln zum neuen Jahr in deinen Alltag zu integrieren:

  • Verbiete dir den Aufzug – in beide Richtungen!
  • Rolltreppen sind tabu – nimm das Treppenhaus!
  • Der hinterste Parkplatz ist deiner – der mit dem weitesten Weg zum Eingang.
  • Steige immer mindestens eine Station zu früh aus Bus oder Bahn und laufe!
  • Nutze die Mittagspause für einen Spaziergang.
  • Nutze dein Fahrrad statt das Auto für Kurzstrecken.
  • Verabrede dich statt zum Kaffeekränzchen zum Spaziergang.
  • Gehe beim Zähneputzen in die Kniebeuge und trainiere die Oberschenkel.

Es gibt so viele weitere Methoden und Ideen, um mehr Bewegung in deinen Alltag zu integrieren, dir fallen bestimmt noch mehr Möglichkeiten ein! Wie setzt du das um?

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