Wie man eine tiefe Venenthrombose erkennt

16 Februar, 2020
Bei einer tiefen Venenthrombose bildet sich ein Blutgerinnsel in einer großen, tief in den Muskelschichten liegenden Vene, meist im Unterschenkel. Erfahre heute mehr zu diesem Thema.

Eine tiefe Venenthrombose (TVT) zu erkennen, ist insbesondere für Menschen mit Kreislaufproblemen wichtig. Bevor wir näher auf dieses Problem eingehen, definieren wir kurz, worum es geht.

Von einer Thrombose spricht man, wenn ein Blutgefäß von einem Blutgerinnsel verstopft wird. Bei einer tiefen Venenthrombose bildet sich das Blutgerinnsel in einer großen, tief in den Muskelschichten liegenden Vene, meist im Unterschenkel.

Ursachen für diese Art von Thrombose können bestimmte Krankheiten sein. Auch nach einer Operation oder nach einem Unfall ist das Risiko dafür größer. Außerdem ist auch Bewegungsmangel ein möglicher Auslöser.

In vielen Fällen bleibt die tiefe Venenthrombose unbemerkt und löst sich von selbst auf. Doch es kann sich auch um eine sehr ernste Situation handeln, wenn das Blutgerinnsel über den Blutkreislauf in die Lunge geschwemmt wird. In der Folge könnte es zu einer Lungenembolie kommen. Außerdem könnte das Blutgerinnsel auch bis zum Herz vordringen und einen Myokardinfarkt provozieren.

Ursachen für eine tiefe Venenthrombose

tiefe Venenthrombose

Bei einer TVT liegt häufig eine Störung beim Rückfluss des Blutes von den weiter entfernt liegenden Venen (häufig in den Beinen) zum Herzen vor. In der Folge entstehen Ödeme und Schwellungen.

Ein Blutgerinnsel kann zum Beispiel zur Folge haben, dass das Blut in einer Vene zu langsam fleißt. Weiters könnte die Blutgerinnung gestört oder eine Gefäßwand verletzt sein. Diese Beschwerden behindern die richtige Blutzirkulation.

Wie bereits erwähnt, ist das Risiko nach einem chirurgischen Eingriff erhöht. Doch auch bestimmte Medikamente oder Bewegungsmangel (zum Beispiel durch längere Bettruhe) können eine tiefe Venenthrombose begünstigen.

Kurz zusammengefasst können folgende Faktoren zu einer tiefen Venenthrombose führen:

  • Genetik: Kreislaufprobleme können durch genetisch bedingte Krankheiten entstehen.
  • Längere Ruhezeit, zum Beispiel durch Krankenhausaufenthalte
  • Verletzungen oder Operationen
  • Schwangerschaft
  • Rauchen
  • Übergewicht oder Fettleibigkeit u.a.

Wie kann eine tiefe Venenthrombose festgestellt werden?

Wie kann eine tiefe Venenthrombose festgestellt werden?

Durch verschiedene Tests kann ein Arzt ermitteln, ob eine tiefe Venenthrombose vorliegt. Auch bildgebende Techniken und Blutuntersuchungen sind wichtige Hilfsmittel.

Nicht zu vergessen ist, dass andere Erkrankungen ähnliche Anzeichen und Symptome aufweisen können; zum Beispiel eine Lungenembolie, Muskelverletzungen, Cellulite oder eine Venenentzündung.

Folgende Tests sind bei der Differentialdiagnose sehr hilfreich:

Duplex-Ultraschall („Doppler“)

Anhand einer Ultraschalluntersuchung kann der Arzt die Blutzirkulation beobachten, um einen Blutstau oder ein Blutgerinnsel zu entdecken. Damit kann er die Diagnose bestätigen.

D-Dimer-Test

Es handelt sich um einen Bluttest, der auf Spaltprodukte reagiert, die vorhanden sind, wenn ein Blutgerinnsel abgebaut wird. Bei einem negativen Ergebnis kann eine TVT ausgeschlossen werden.

Phlebographie

Eine Phlebographie ermöglicht es dem Arzt, die Venen abzubilden, um Erkrankungen, Blutgerinnsel oder gefährliche Verläufe zu erkennen. Für diese spezifische Röntgenaufnahme der Venen erhält der Patient ein Kontrastmittel, mit dem die Venen gut dargestellt werden können. 

Magnetresonanztomographie (MRT) und Computertomographie (CT)

Mit diesen zwei bildgebenden Techniken kann der Arzt die Diagnose bestätigen und das Blutgerinnsel in den Venen beobachten. Diese Methode kommt jedoch eher selten zum Einsatz, um eine TVT zu diagnostizieren. 

Tiefe Venenthrombose: Prävention

Tiefe Venenthrombose: Prävention

In der Vorsorge ist es besonders wichtig, mögliche Risikofaktoren zu vermeiden. Dazu gehören Tabak und Alkohol. Außerdem ist es grundlegend einen erhöhten Blutdruck zu regulieren. Die Prävention besteht darin, den Blutfluss zu verbessern.

Dein Arzt wird dir verschiedene Empfehlungen mit auf den Weg geben, die unter anderem gesündere Lebensgewohnheiten mit einschließen.

Im Allgemeinen wird die Hochlagerung der Beine empfohlen, um die Durchblutung zu verbessern. So kannst du zum Beispiel Kissen unter den Beinen verwenden, um sie während des Schlafes höher zu lagern.

Grundelgend für Raucher ist es, dieses Laster abzulegen. Tabak ist ein Risikofaktor für zahlreiche Krankheiten, du wirst also vielfach profitieren, wenn du damit aufhörst. Außerdem ist Bewegung grundlegend! Du solltest mindestens an drei Tagen in der Woche jeweils eine halbe Stunde Sport treiben.

Bei Bedarf verschreibt der Arzt Antikoagulanzien, um weitere Beschwerden zu verhindern. Lasse dich gründlich untersuchen und befolge die Anweisungen deines Arztes.

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