Was bedeutet Namaste?

· 29 November, 2017
Das Wort "Namaste", das oft bei Yoga oder Meditationen verwendet wird, drückt die göttliche Essenz in unserem Innern und den Respekt vor  anderen aus. 

Wenn du traditionelle indische Techniken wie Yoga oder Meditation kennst, hast du sicher auch bereits das Wort „Namaste“ gehört.

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Dieser Ausdruck hat eine tief spirituelle Bedeutung, die berücksichtigt werden sollte, wenn man das Wort ausspricht. 

Ursprung des Wortes „Namaste“

Namaste in Sand geschrieben

Namaste“ ist wohl die meistverwendete Gruß- und Verabschiedungsform im indischen Kulturkreis. Sie stammt aus dem Sanskrit, der heiligen Sprache des Hinduismus.

Das Wort wird von einer charakteristischen Geste begleitet, die auch als „mudra“ bezeichnet wird. Es handelt sich um eine symbolische Geste, um Gott zu gefallen, die im Alltag, in der religiösen Praxis und auch beim Tanz verwendet wird.

Beim Aussprechen des Wortes „Namaste“ werden die Hände gefaltet und zur Brust geführt. Es handelt sich um ein Zeichen von Respekt gegenüber des Gesprächspartners, der begrüßt oder verabschiedet wird.

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Die etymologische Bedeutung des sanksritischen Wortes wird von „namas“ (ein Substantiv, das „Gruß“ oder „Verneigung“ bedeutet) und „te“ (für dich) abgeleitet.

Spiritualität in der Yoga-Meditation

Frau grüßt mit Namaste

Meditation und Yoga sind traditionelle Techniken, die viele Vorzüge haben, was sogar in wissenschaftlichen Studien bestätigt werden konnte.

Es geht dabei beispielsweise darum, sich über den gegenwärtigen Augenblick bewusst zu werden, alle Urteile abzulegen, Sorgen und andere für den Geist beunruhigende Gedanken zu vergessen.

Auf diese Weise kann man eine Verbindung zu allen Dingen aufbauen, in der sich das eigene Ego auflöst.

Im Yoga und bei Meditationstechniken wird das Wort „Namaste“ verwendet, um Demut und Bescheidenheit auszudrücken, nicht nur vor anderen Menschen, sondern vor der ganzen Welt und dem Universum…

Verschiedene Experten, die das Wort „Namaste“ genauer analysiert haben, sind zu dem Schlus gekommen, dass „namas“ nicht nur die bereits genannte Bedeutung hat, sondern auch „nichts von mir“ symbolisiert. 

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Es handelt sich um jenen Zustand, in dem wir jede Bedeutung verlieren und gleichzeitig alles sind, einen Zustand, in dem wir mit der Welt verbunden sind, das Ego jedoch besänftigt werden konnte.

Der Geist findet Ruhe und Ausgleich, man fühlt sich leicht und entspannt, fast so, als ob man in Trance wäre.

Unsere göttliche Essenz

Mönch meditiert und bedankt sich mit Namaste

In der Tradition, in der der Ausdruck „Namaste“ entstand, geht man davon aus, dass in uns die göttliche Essenz weilt und wir diese durch diese heilenden Praktiken entdecken können.

Sobald du diesen Idealzustand erreichst, in der du gleichzeitig ruhig und wachsam bist, faltest du die Hände zusammen, beugst den Kopf nach vorne und sprichst das Wort „Namaste“ aus, um dich dafür zu bedanken und Respekt zu zeigen.

So wird die Gegenwart der göttlichen Essenz in dir selbst und auch in allen anderen Menschen und Dingen, die dich umgeben, ausgedrückt.

Auch im Christentum kennen wir ähnliche Augenblicke, zum Beispiel wenn der Gläubige auf den Knien ein Kreuzzeichen macht, um Bescheidenheit und Respekt vor Gott auszudrücken.

Der Ausdruck „Namaste“ kann an einen Gott, an das Universum oder an andere Personen gerichtet werden.

Es handelt sich jedoch nicht nur um ein Zeichen des Respektes zu anderen, sondern auch sich selbst gegenüber. Wir sind zwei göttliche Essenzen, die sich gegenseitig identifizieren und respektvoll grüßen.

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Du weißt jetzt, was dieses Wort bedeutet, das oft oberflächlich in den Raum gestellt wird. Du kannst es jetzt bewusst verwenden, um dein Wohlbefinden zu fördern während du Yoga oder Meditation praktizierst.

Immer mehr Menschen werden sich über die vielen Vorteile bewusst, die ein paar Minuten Stille und und Konzentration haben können. Du kannst so etwas Ruhe und Entspannung in die lärmgequälte Welt bringen, die großteils aus Verantwortungen und hektischen Tätigkeiten besteht.

Konstanz und die Bewusstwerdung, wie auch im Falle des Ausdrucks „Namaste“, werden dir helfen, Yoga-Sitzungen und Meditationstechniken besonders vorteilhaft für dich zu nutzen!