Unterstützende Therapie bei Asthma

Bei Asthma erfahren Betroffene unter Umständen akute Atemnot. Asthma verstärkende Umstände und Faktoren sollten gemieden werden.

Bei Asthma führen sogenannte „Trigger“ zu heftigen Entzündungsreaktionen, welche bis hin zu akuter Atemnot reichen können. Wer kann, meidet solche Faktoren von vornherein, um solche Zustände zu vermeiden.

Was passiert bei Asthma?

Bei Asthma kommt es chronisch zu heftigen Entzündungsreaktionen in den Atemwegen, sodass diese anschwellen und Luftnot entsteht.

Die Atemwege von Asthmatikern sind chronisch entzündet und reagieren daher auf äußere Reize sehr empfindlich.

Solche Reize führen dazu, dass in relativ kurzer Zeit die Atemwege anschwellen und diese verengt werden, ein pfeifendes Atemgeräusch entsteht, die Patienten werden kurzatmig, haben Probleme beim Ausatmen und ein beklemmendes Gefühl macht sich breit.

Wer unter Asthma leidet, kennt sicherlich die Faktoren, die einen Asthmaanfall auslösen. Diese Faktoren, auch „Trigger“ genannt, sind bei jedem etwas anders.

Grundsätzlich gibt es aber gewisse Dinge, die bei fast allen Asthmapatienten dazu führen, dass sich die Atemwege durch Anschwellen verengen und akute Atemnot entsteht.

Diese sind:

Bei Asthma gilt es daher, diese Triggerfaktoren so gut es geht zu vermeiden, um die Entzündungsreaktion nicht erneut auszulösen.

Frau muss bei Asthma inhalierenVerhaltenstipps bei Asthma

Wer unter Asthma leidet, weiß auch, wie er persönlich auf diese oder jene Trigger reagiert. Für manche Patienten ist beispielsweise körperliche Anstrengung kein großes Problem, andere geraten schon beim Treppensteigen in Luftnot.

Um den Alltag bei Asthma zu erleichtern und Asthmaanfälle zu minimieren oder deren Heftigkeit einzuschränken, gibt es einfache, aber effektive Methoden und Verhaltensmaßnahmen, von denen wir dir heute eine kleine Auswahl vorstellen möchten.

Probiere aus, wie dein Körper darauf reagiert!

bei Asthma Treppen steigenBau Kondition auf

Bei Asthma führt manchmal schon kleinste körperliche Anstrengung zu einer heftigen Entzündungsreaktion und somit einem Anschwellen der Atemwege und Atemnot oder rasselnden Atemgeräuschen. Der Körper reagiert hefig auf die physische Belastung.

Versuche, dir langsam, aber sicher eine gewisse Grundkondition aufzubauen, die deinen Kreislauf stärkt und dazu führt, dass körperliche Alltagsbelastungen wie das hohe Treppenhaus, die ultra schweren Einkauftaschen, der Sprint zur Bushaltestelle oder wildes Herumtoben mit Kindern nicht sofort zu Atemnot führt.

Gewöhne deinen Körper und Kreislauf langsam, aber stetig an moderate körperliche Anstrengung, indem du beispielsweise zunächst nur dein Lauftempo erhöhst, etwas schneller in die Pedale tritts oder immer ein Stockwerk mehr zu Fuß läufst, um auch beim Treppensteigen langsam, aber sicher das Tempo zu erhöhen.

Wichtig ist dann, diese erhöhte Grundkondition auch zu erhalten und dich nicht auf die faule Haut zu legen.

Schütze deine Atemwege

Bei Asthma reagieren die Atemwege extrem auf äußere Reize wie eisige Luft, Zigarettenrauch, Qualm, Staub und mehr. Die Atemwege bei Asthma vor diesen äußeren Reizen zu schützen, ist eine Strategie, um die Asthmaanfälle zu minimieren oder die Heftigkeit der Reaktion abzumildern.

Eine gute Idee ist das Tragen eines Schals oder Halstuches, um bei plötzlich aufkommenden Situationen von Staubentwicklung, kalter Luft oder Rauch die Atemwege zu schützen. Ziehe dann einfach das Halstuch oder den Schal beim Atmen vor deine Nase, wobei der Schal als eine Art Luftfilter dienen soll.

Atme grundsätzlich durch die Nase, denn so ist der Weg der eingeatmeten Luft länger und sie wird in den Atemwegen schon erwärmt, bevor sie auf die Bronchien und Lungen trifft.

Zusätzlich sorgt die Nasenatmung dafür, dass du weniger Staub und andere Partikel in der Luft einatmest und so weniger reizende Fremdstoffe zu einem Asthmaanfall führen können. Dass du Nichtraucher bist, sollte Grundvoraussetzung sein.

Ernährung bei AsthmaEntzündungshemmende Ernährung

Da die Grundursache bei Asthma die chronische Entzündung ist, kann eine entzündungshemmende Ernährung helfen, den Verlauf von Asthma zu mildern. Versuche, in deiner täglichen Ernährung folgende Tipps umzusetzen:

  • Verzehre pflanzliche Fette, die reich an Omega 3 sind: Omega 3 Fettsäuren schützen vor Entzündungen und können helfen, diese einzudämmen.
  • Verzichte auf Fleisch: Eine Fettsäure, die in Fleisch enthalten ist, die Arachidonsäure, bildet im Körper die Grundlage für die Bildung von Entzündungsbotenstoffen.
  • Verzichte auf fette Milchprodukte: Bei jeglichen Entzündungsprozessen im Körper wird geraten, auf tierisches Fett zu verzichten, also Fleisch und fette Milchprodukte konsequent durch pflanzliche Alternativen zu ersetzen.

Du musst kein Veganer werden, jedoch solltest du keinen fetten Käse mehr essen, die Kuhmilch durch pflanzliche Drinks ersetzen (oder wenigstens entrahmte Milch trinken) und auch sonst die Finger von fetten tierischen Produkten wie Wurst, Butter etc. lassen.

Vielleicht wirst du aber Vegetarier, denn auch Rheuma und andere entzündliche Gelenkerkrankungen sind unter Vegetariern selten.

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