Stricktherapie: gesundheitliche Vorteile des Handstrickens

· 30 Dezember, 2018
Eine links, eine rechts, rote Wolle, blaue Wolle... Stricken ist anfangs nicht einfach und benötigt etwas Übung. 

Stricken ist erneut in Mode. Nicht nur unsere Großmütter haben Pullover für die ganze Familie gestrickt. Stricken ist wieder sehr beliebt und hat sich zu einem gesellschaftlichen Zeitvertreib entwickelt, der auch die körperliche sowie geistige Gesundheit fördert. Lerne mehr über die Stricktherapie.

In unserem heutigen Beitrag laden wir dich ein, mehr über diese originelle sowie gleichzeitig fesselnde Tradition zu erfahren. Hast du auch Lust auf eine Stricktherapie?

Warum ist Stricktherapie gut für unser Gehirn?

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Eine links, eine rechts, rote Wolle, blaue Wolle… Stricken ist anfangs nicht einfach und benötigt dann etwas Übung. Rhythmus, mentale Gewandtheit sowie Fingerfertigkeit sind gefordert. 

Doch Stricken bringt nicht nur große Befriedigung bei der Fertigstellung des bunten Schals, des Pullovers für eine geliebte Person oder einer originellen Tasche, die sonst keiner hat.

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Stricken ist ein soziales Phänomen, das oft auch als Stricktherapie bezeichnet wird, da es verschiedene Vorteile für die Gesundheit mit sich bringt und deshalb für jede Altersgruppe und für beide Geschlechter sehr empfehlenswert ist.

Groß oder klein, alt oder jung, Frau sowie Mann, jeder kann davon profitieren. Mit dem Stricktherapie können Fingerfertigkeit, Verhalten, Stress und vieles mehr verbessert werden. Anschließend erfährst du mehr darüber.

1. Übung für beide Gehirnhälften

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Die beim Stricken geforderte Fertigkeit ist ein ausgezeichnetes Gehirntraining. Je nach Schwierigkeit des Musters, kann dieses intensiviert werden. Zum Stricken benötigt man Koordinationsfähigkeit sowie Fingerfertigkeit.

Stricken wirkt therapeutisch – dies kann überraschen ist jedoch ziemlich logisch: Es hilft beispielsweise, die Feinmotorik und Handgeschicklichkeit zu verbessern.

Es wurde auch bestätigt, dass Kinder mit psychischen Problemen damit lernen, besser zu fokussieren und sich auf eine Aktivität zu konzentrieren. Zweifle nicht daran, zeige deinen Kindern, wie gestrickt wird – Stricken ist in Mode!

2. Reduziert Stress

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In Parks sowie Strickcafés treffen sich viele, um sich bei dieser angenehmen Beschäftigung zu entspannen.

Farbige Wolle, angenehme Begleitung, entspannende Gespräche, oder einfach die Konzentration auf das Stricken selbst, ohne an Sorgen sowie Probleme zu denken. Stricken wirkt entspannend und hilft dann gegen Stress und Angstgefühle.

3. Stricken verbessert den Gemütszustand

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Wie bereits zuvor erwähnt stricken viele gerne in Gesellschaft. So werden Freundschaften gepflegt sowie soziale Kontakte gefestigt. Doch es ist nicht immer nötig, aus dem Haus zu gehen, um zu stricken.

Auch alleine kann man dann diese Beschäftigung genießen und in der Stille dein eigenen Gedanken nachgehen. Gleichzeitig werden Endorphine erzeugt, die entspannen und für gute Laune sorgen.

4. Bessere Handgeschicklichkeit

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Bist du erstaunt, wie schnell sowie geschickt deine Großmutter strickt oder häkelt, ohne einen Blick auf die Arbeit zu werfen? Trotz Arthorse oder Karpaltunnelsyndrom bewegt sie die Finger sowie Hände natürlich und außergewöhnlich schnell?

Stricken ist eine ausgezeichnete Übung, um die Hände aktiv und flexibel zu halten. Durch die Bewegung werden sie warm und dann besser durchblutet.

Es lohnt sich, mit Stricken die Feinmotorik zu verbessern. Diese Übung ist auch gut für Kinder, die eher ungeschickte Hände haben oder nicht sehr schön schreiben.

5. Stricken fördert das Selbstwertgefühl

Überrascht dich das? Kann eine so einfache Beschäftigung dann wirklich für gute Laune und ein besseres Selbstwertgefühl sorgen? Es handelt sich nicht nur um einen sinnlosen Zeitvertreib, Stricken hat ein Ziel.

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Handschuhe, einen Pullover oder eine Modejacke selbst fertigen zu können bringt große Befriedigung. Wer das gesetzte Ziel erreicht, kann auch stolz auf sich sein.

Wer danach das in stundenlanger Arbeit erstellte „Kunstwerk“ weiterschenkt, übergibt nicht einfach ein Geschenk. Vielmehr verschenkst du dann damit deine Zeit, deine Vorstellungskraft, deine Kunst und deine verstrickten Gedanken.

Stricken verbindet verschiedene Generationen und wirkt therapeutisch. In anderen Beiträgen haben wir dir nahegelegt, jeden Tag eine halb Stunde lang spazieren zu gehen sowie ein Glas Zitronensaft zu trinken. Heute laden wir dich ein, zu stricken! Warum beginnst du nicht noch heute damit?

  • Kelly, M. (2014). Knitting as a feminist project? Women’s Studies International Forum. https://doi.org/10.1016/j.wsif.2013.10.011
  • Corkhill, B., Hemmings, J., Maddock, A., & Riley, J. (2014). Knitting and Well-being. Textile: The Journal of Cloth and Culture. https://doi.org/10.2752/175183514×13916051793433