Pflanzliche Unterstützung für den Reizdarm

Der Reizdarm kann zu einem lebenslänglichen Begleiter werden. Lerne Pflanzen kennen, die helfen können!

Bei Reizdarm kann es helfen, auf pflanzliche Unterstützung zurückzugreifen, die entzündungshemmend wirkt. Reizdarm ist zwar keine gefährliche Krankheit, aber lästig.

Vielleicht können dir folgende Pflanzen helfen, die Symptome zu lindern? Einen Versuch ist es immer wert!

Reizdarm ist nicht selten!

Der Reizdarm ist eine der häufigsten Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts in Deutschland. Auch, wenn selten darüber gesprochen wird, so gibt es sicherlich auch in deinem Bekanntenkreis Menschen, die ebenfalls darunter leiden.

Die Ursachen sind vielfältig: psychische Ursachen, gestörte Darmflora, Operationen, Medikamente, Fehlernährung und mehr. Symptome eines Reizdarms sind Bauchschmerzen, Blähungen und Verstopfung oder Durchfälle, häufig bei Stress. Die Krankheit ist sehr belastend aber nicht gefährlich.

Reizdarmpatienten neigen oft dazu, allzu strikte und ungesunde Ernährungsformen auszuleben.

Dies führt oft zu Fehl- oder Mangelernährung und zu einer Schwächung des ganzen Körpers – der ohnehin durch die Auswirkungen eines Reizdarmes nicht der fitteste ist!

Es ist daher zwingend notwendig, sich bei Diagnose eines Reizdarmes von einem Experten beraten zu lassen.

Ernährungsmediziner oder Oecotrophologen stehen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Die Krankenkasse übernimmt auch einen Teil der Kosten, wenn der Arzt die Diagnose Reizdarm gestellt hat.

Der erste Schritt sollte daher immer der Arzt sein, der die Diagnose stellt. Unsere pflanzlichen Helfer sollten erst dann zum Einsatz kommen, wenn die Diagnose steht und auch nur zur Unterstützung herangezogen werden, nicht als alleinige Therapie!

ReizdarmAloe Vera

Aloe Vera ist ein Zaubermittel gegen entzündliche Hautreaktionen. Viele Patienten berichten, dass sich ihre Reizdarm-Beschwerden durch den Verzehr von Aloe Vera verbessert haben.

Dazu ist es ratsam, immer eine eigene Aloe Vera Pflanze auf der Fensterbank zu haben, von der du frische Blätter ernten kannst. Aus dem gallertigen Blatt kannst du Würfel schneiden und diese zum Beispiel zu Smoothies hinzufügen.

Ananas

Die Ananas enthält das Enzym Bromelain, das Entzündungen lindert und Schwellungen zurückgehen lässt.

Daher wird dieser Wirkstoff auch oft nach Zahnoperationen oder kieferchirurgischen Eingriffen empfohlen. Um die nötige Menge an Bromelain aufzunehmen, muss man schon sehr viel Ananas in den Speiseplan integrieren, aber es gibt den Wirkstoff auch konzentriert in Tablettenform zu kaufen.

Manche Reizdarmpatienten reagieren auf Fruchtsäuren und Ballaststoffe mit einer Verschlimmerung der Beschwerden. In diesem Fall sollte vom übermäßigen Verzehr von Ananas abgesehen werden und der Wirkstoff Bromelain in Tablettenform ausprobiert werden.

Kurkuma bei ReizdarmKurkuma

Ein in Deutschland eher unübliches Gewürz wirkt entzündungshemmend. Es handelt sich um Kurkuma, das auch Gelbwurz oder fälschlicherweise Safranwurzel genannt wird.

Du bekommst es meist gemahlen als exotisches Gewürz, in den meisten Bioläden aber auch als frische Wurzel.

Kurkuma färbt Speisen intensiv gelb und ist dabei wesentlich billiger als Safran. Der Geschmack ist mildwürzig, weswegen du ihn gerne großzügig zum Würzen benutzen kannst. Die entzündungshemmende Wirkung bei Kniearthritis wurde sogar durch Studien bestätigt.

Pflanzliche Milchgetränke

Auf laktosehaltige Milchprodukte oder Milchprodukte generell zu verzichten, könnte auch eine Maßnahme bei Reizddarm sein. Austesten lassen und ausprobieren!

Es gibt mittlerweile sehr gute und schmackhafte Alternativen zu Kuhmilch. Hast Du schon Reismilch, Mandelmilch, Hafermilch, Macadamiamilch, Cashewmilch, Dinkelmilch oder Sojamilch probiert? Du findest garantiert ein Produkt, das dir schmeckt und gut tut!

Leinöl bei ReizdarmPflanzliche Fette

Omega 3 Fettsäuren schützen vor Entzündungen und können helfen, diese einzudämmen. Das „gesunde Omega3“ ist in allen pflanzlichen Ölen enthalten und verbessert die Fließeigenschaften des Blutes. Außerdem senkt es den Blutdruck und die Blutfette, weswegen es Arterienverkalkung vorbeugen kann.

Den höchsten Gehalt an Omega3 hat das heimische Leinöl (1:4)! Wer den intensiven Geschmack nicht mag, kann auch Rapsöl (1:2) (oder Walnussöl (1:6) oder Sojaöl (1:7)) verwenden, die in ihren Fettsäureverhältnissen wesentlich gesünder sind als das weit verbreitete Sonnenblumenöl (1:122 !!!), Maiskeimöl (1:54) oder Erdnussöl (1:32) – Öle, die gerne in der Gastronomie verwendet werden, da sie billig und hoch erhitzbar sind.

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