Pflanzliche Mittel gegen Krampfadern

· 3 Mai, 2016
Krampfadern sollte man vorbeugen, bevor sie sich zu unschönen Gebilden entwickeln.

Krampfadern sehen unschön aus, besonders im Sommer ärgern wir uns, wenn man sie an unseren Beinen in kurzen Hosen oder Röcken entdeckt. Es gibt chirurgische Möglichkeiten, Krampfadern zu entfernen, aber damit es nicht so weit kommt, solltest du vorbeugen. Wir empfehlen dir heute pflanzliche Mittel.

Wie entstehen Krampfadern?

Krampfadern sind Venen, die sich durch zu schwache Venenwände oder schwaches Bindegewebe erweitern. Wer

  • viel im Beruf steht,
  • sich wenig bewegt oder
  • übergewichtig ist,

hat ein größeres Risiko, Krampfadern zu bekommen. Fast die Hälfte aller Deutschen über 25 Jahren hat Krampfadern. Die kleinste Variante heißt zwar anders: „Besenreiser“, ist aber auch nichts anderes.

Es gibt vorbeugende Maßnahmen und natürliche Heilmittel, mit denen du für eine bessere Durchblutung der Beine sorgen und Krampfadern und Besenreisern vorbeugen kannst.

Haben sich erst große, sich schlängelnde Krampfadern gebildet, ist es zu spät. Wer möchte, kann diese chirurgisch entfernen, veröden oder verschließen lassen.

Dazu sollte es aber am besten nicht kommen, denn es gibt pflanzliche Mittel, die helfen, einer Entstehung von Krampfadern vorzubeugen! Oft ist es auch eine Kombination von Hausmitteln und Heilkräutern, die zum Erfolg führt – probiere es aus!

Kalte Duschen sind nicht Jedermanns Sache, aber an den Beinen gut auszuhalten. Durch das kalte Wasser ziehen sich die Gefäße zusammen und das eingelagerte Wasser wird abtransportiert. Wechselduschen halten die Gefäße elastisch und sind ebenfalls sinnvoll.

krampfadernRotes Weinlaub

Da die Wirkstoffe vor allem in den Blättern sitzen, nutzt man die Heilkraft des Roten Weinlaubs mittlerweile bei Krampfadern, schweren Beinen sowie bei Venenschwäche in Form von Tabletten.

Das Weinlaub wirkt dabei entzündungshemmend und abschwellend. Die Zubereitung von einem Tee aus Rotem Weinlaub ist ebenfalls möglich. Zur äußeren Anwendung sind Gele, Cremes oder Sprays erhältlich. In Wirksamkeits-Studien belegt ist allerdings nur die Anwendung des Extraktes in Form von Tabletten.

Krampfadern und VenenWaldmeister

Eher als geschmacksgebende Zutat für Maibowle bekannt, ist der Waldmeister auch eine alte Heilpflanze. Er wirkt gefäßstärkend bei Venenschwäche und hilft gegen Ödeme.

Waldmeister enthält Cumarin, das die Blutgerinnung vermindert, sodass das Blut besser fließt. Er wird als Tee angewendet.

Das Kraut sammelt man selbst oder bekommt es in der Apotheke. Man kann Waldmeister-Tee auch zur Stärkung der Blutgefäße, speziell der Venen trinken. Dadurch hilft er, zusammen mit seiner leber- und nierenstärkenden Eigenschaft auch gegen geschwollene Beine.

Waldmeister sollte man jedoch nicht überdosieren, denn sonst kann er Kopfschmerzen auslösen.

Roter Klee gegen KrampfadernSteinklee

Er wächst auf vielen Wiesen, jeder kennt ihn und doch wissen nur wenige, was in ihm steckt: der Steinklee hat in seinen gesamten oberirdischen Bestandteilen (also Stängel, Blätter und Blüten) Wirkstoffe parat, die die Durchflussrate im Venen- und Lymphsystem steigern können.

Das getrocknete Kraut wird zur Zubereitung von Steinklee-Tee verwendet. Mit dem Flüssig- oder Trockenextrakt der Heilpflanze stellt man Tabletten oder Kapseln her. Du kannst ihn selber sammeln! Trockne dann die gesammelten Blätter kopfüber an einem dunklen, trockenen Ort und bereite dir daraus regelmäßig einen Tee zu!

KrampfadernMäusedorn

Der Mäusedorn wächst rund um das Mittelmeer und ist dort schon lange für seine gefäßschützenden Eigenschaften bekannt. Die wirksamen Bestandteile aus der Wurzel erhöhen die Spannkraft der Gefäße und reparieren geschädigte Gefäßwände.

Dies fördert die Durchblutung und hilft, Krampfadern vorzubeugen. Leidest du also unter schweren Beinen oder anderen Symptomen, solltest du in der Apotheke nach Präparaten fragen, die Wirkstoffe des Mäusedorns enthalten.

Natürlich wirkt es nicht sofort, Mäusedorn wird gerne in der Vorsorge angewendet und man nimmt die Präparate über mehrere Monate hin ein.

KastanienKastanie

Die Rosskastanie (bitte nicht mit der Esskastanie / Marone verwechseln!) wirkt doppelt positiv in der Vorbeugung von Krampfadern.

So kann der in ihren Samen enthaltene Wirkstoff die Aktivität bestimmter Enzyme reduzieren, die bei Venenerkrankungen gesteigert ist und zur Schädigung der Gefäßwände führt.

Dieser gefäßabdichtende Effekt macht die Blutgefäße weniger verletzlich und durchlässig. Außerdem wird die Spannkraft der Venen, die für den Rückfluss des Blutes aus den Beinen in das Herz notwendig ist, dadurch erhöht.

Man kann die heilenden Eigenschaften der Rosskastanie auch als Salbe nutzen, medizinisch erwiesen ist aber nur, dass sie hilft, wenn man sie innerlich anwendet: im Drogeriemarkt oder in der Apotheke gibt es Tabletten, die den Wirkstoff der Rosskastanie in konzentrierter Form enthalten.