Ohrpiercings: Arten und Risiken

Dieser Artikel ist ideal für alle, die sich Ohrpiercings stechen lassen wollen und sich über diese Arten von Piercings und ihre jeweiligen Risiken informieren wollen. Lies weiter, um mehr zu erfahren!
Ohrpiercings: Arten und Risiken

Letzte Aktualisierung: 10. September 2021

Ein Piercing ist ein Loch, das mit Nadeln in den Körper gestochen wird, um Schmuckstücke einzuführen. Die am häufigsten gepiercten Körperteile sind die Ohren, die Nasenlöcher, die Zunge, der Bauchnabel, die Wangen und die Lippen. In diesem Artikel konzentrieren wir uns speziell auf Ohrpiercings.

10 Arten von Ohrpiercings

In der Welt der Ohrpiercings lassen sich zwei grundlegende Arten unterscheiden: Es gibt dünne, die zwischen 0,6 und 0,8 Millimeter dick sind, und dickere, die zwischen 1 und 1,3 Millimeter dick sind. Grundsätzlich können beide Typen für alle Ohrlöcher verwendet werden.

Im Folgenden werden wir dir die verschiedenen Arten von Ohrpiercings vorstellen.

1. Daith-Ohrpiercings

Für diese Art von Piercing empfehlen wir Shripati– oder Harendra-Piercings, wenn sie massiver sein sollen. Wenn du dünnere bevorzugst, solltest du Aftan oder Venkat wählen. Dieses Piercing befindet sich praktisch in der Mitte des Ohres, in der innersten Falte des Knorpels.

2. Rook

Für diese Art von Piercing empfehle wir Alak, Dristi und Shyama-Piercingschmuck. Der Grund, warum Experten dünne Ohrringe für diese Art von Piercing empfehlen, hat mit ihrer Lage zu tun. Ein dickes Piercing könnte irritierend sein.

3. Tragus

Adag, Dharma und Vasantha sind die schönsten Ohrringe, die man in diesem Bereich des Ohrs tragen kann. Wenn du dich für diese Variante entscheidest, sind Piercings mit einfachen Formen ideal.

4. Anti-Tragus

Wie der Name schon sagt, werden Anti-Tragus-Piercings im oberen Teil des Ohrläppchens, auf dem Knorpel gegenüber dem Tragus, gestochen. Aus diesem Grund sind Sandip- und Yadu-Piercings die besten Optionen.

Schmuckstücke für Ohrpiercings
Der Schmuck für Ohrpiercings variiert und hängt stark vom persönlichen Geschmack ab.

5. Ohrpiercings für die Ohrläppchen

Am häufigsten werden Ohrpiercings im Ohrläppchen getragen. Es handelt sich um die typischen Ohrlöcher, die auch schon Babys oder Kleinkinder bekommen. Daher bezeichnet man diese Art des Ohrlochs auch als “Anfänger-Piercing”.

6. Ohrpiercings im oberen Ohrläppchen

Im oberen Teil des Ohrläppchens, oberhalb des sogenannten Anfängerlochs, lassen sich in der Regel 3 bis 5 verschiedene Piercings stechen. Für diesen Bereich empfehlen sich sehr kleine Ohrringe oder Ohrringe mit einem kleinen Schmuckstein, wie Kanira, Chad und Kishori.

7. Ohrpiercings in der Ohrmuschel

Omana und Pratima sind die besten Arten von Ohrringen für diese Art von Piercing. Hierbei handelt es sich um runde Piercings, die den unteren Ohrknorpel oberhalb des Anti-Tragus umschließen.

8. Flache Piercings

Für alle, die trendy sein und gleichzeitig einen einzigartigen und eleganten Stil zeigen wollen, ist dieses Piercing genau das Richtige. Flache Piercings sind Piercings, die in der oberen Falte des Ohrs gestochen werden.

9. Helix-Ohrpiercings

Wenn du deine Helix (die knorpelige Umrandung der Ohrmuschel) piercen willst, kannst du dir so viele Löcher stechen lassen, wie du möchtest. Dennoch empfehlen wir zwischen 1 und 3 Ohrpiercings in diesem Bereich.

Die am besten geeigneten Ohrringe für Helix-Piercings sind in der Regel die Typen Jayaram, Rati und Jayashree. Diese Arten von Piercings werden in den äußeren Knorpel an der Oberseite des Ohrs gestochen.

10. Anti-Helix-Ohrpiercings

Wer die ultimative Avantgarde sucht, sollte sich für die Alternative Anti-Helix-Ohrpiercings entscheiden. Hier kannst du sowohl robuste als auch schmale Ohrringe wählen.

Diese Piercings werden in den Knorpel gestochen, der dem Gesicht am nächsten ist, genauer gesagt auf der der Helix gegenüberliegenden Seite. Die besten Schmuckstücke für diese Löcher sind Harendra, Jatin und Shakuntala.

Die Risiken von Ohrpiercings

Ohrpiercings sind sehr schön. Allerdings birgt der Eingriff auch einige Risiken, denn du solltest bedenken, dass du einen Fremdkörper in deinen Körper einbringst. Mit den damit verbundenen Risiken werden wir uns nachfolgend beschäftigen.

Keloide

Zunächst einmal kommt es bei manchen Menschen zu einer übermäßigen Narbenbildung, die zu den so genannten Keloidnarben führt. Deshalb sind Piercings keine gute Idee für Menschen, die diesen Hauttyp haben.

Wenn du weißt, dass dies auf dich zutrifft und du bemerkst, dass sich derartige Narben nach dem Stechen von Piercings bilden, solltest du die Piercings sofort entfernen. Danach musst du einen Dermatologen aufsuchen.

Nickelallergie und Ohrpiercings

Darüber hinaus gibt es Menschen, die allergische Reaktionen auf das Material, aus dem die Schmuckstücke hergestellt werden, oder auf die Werkzeuge, die für ihr Einsetzen verwendet werden, erfahren. Dies ist eine absolute Kontraindikation für den Schmuck, da es keine Möglichkeit gibt, die Auswirkungen auf das Immunsystem zu verringern.

Hautentzündungen, Infektionen und die Übertragung akuter Krankheiten

Außerdem lässt sich auch die Übertragung ansteckender Krankheiten wie Hepatitis B oder HIV nicht vollkommen ausschließen. Dieses Risiko besteht insbesondere dann, wenn das Piercing mit unzureichender Hygiene gestochen wird und die Nachsorge ebenfalls nicht ausreichend sorgfältig erfolgt.

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Tipps zur Pflege von Ohrpiercings

Es kommt häufig vor, dass das Ohr nach dem Stechen eines Piercings gereizt ist. Um dies in den Griff zu bekommen und Infektionen zu vermeiden, solltest du folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Befeuchte den gesamten Schorf und entferne ihn vorsichtig.
  • Wasche den Bereich mit Wasser und neutraler Seife.
  • Verteile etwas physiologische Lösung auf der Stelle und achte darauf, dass sie in die Öffnung gelangt.
  • Wenn du eine Infektion vermutest, verwende ein Desinfektionsmittel. Allerdings raten wir von der Verwendung von Wasserstoffperoxid und Ethylalkohol ab.
Eine Frau mit zwei verschiedenen Ohrpiercings
Die verschiedenen Arten von Piercings passen sich den jeweiligen ästhetischen Gegebenheiten und der Struktur der Anatomie des Ohres an.

Ohrpiercings bergen einige Risiken

Ohrringe zu tragen kann sehr auffällig und modisch sein. Dennoch ist das Stechen von Ohrpiercings kein Thema, das du auf die leichte Schulter nehmen solltest. Deshalb ist es sehr wichtig, dass du dir über alle Risiken im Klaren bist, bevor du eine Entscheidung triffst.

Einer der am häufigsten gewählten Bereiche für Piercings ist neben den Ohren die Mundhöhle. Aber Piercings im Mund bergen erhebliche Risiken. Laut einem Artikel in der Zeitschrift Advances in Odontostomatology können sie zu Beeinträchtigungen beim Kauen, Schlucken und der allgemeinen Zahngesundheit führen. Darüber hinaus kann sich bakterieller Zahnbelag ansammeln.

Deshalb solltest du all diese Informationen berücksichtigen, bevor du dich für ein Piercing entscheidest. Darüber hinaus musst du dir genau überlegen, wer es machen soll. Wer auch immer dir das Piercing sticht, muss ein Profi sein und die Hygienevorschriften einhalten, um die Risiken zu verringern.

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