Klimawandel: Sterben Männer aus?

18 Februar, 2019
In einer in Japan durchgeführten Studie stellte sich heraus, dass starke Temperaturschwankungen vermehrt zu natürlichen Fehlgeburten bei männlichen Babys, nicht jedoch bei Mädchen führen können.

Forscher des M&K Health Institute in Ako (Japan) sind zu dem Schluss gekommen, dass der Klimawandel das Verhältnis der Geschlechter aus der Ordnung bringt.

Die Folge davon kann sein, dass es keine Männer mehr geben wird. Die Studien dieses Forscherteams erklären, wie dies durch den extremen Klimawandel passieren kann.

Männliche Föten und der Klimawandel

Bei ungewöhnlichen Temperaturveränderungen sterben männliche Föten häufiger als weibliche. Dr. Misao Fukuda, Leiter dieser Forschungsstudie, gibt dafür ein eineutiges Beispiel.

In Japan hat sich die durchschnittliche Jahrestemperatur seit 1970 radikal verändert und seither kommen weniger männliche als weibliche Babies zur Welt.

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Die Studie konzentrierte sich vorwiegend auf zwei extreme Klimaphänomene, die es ermöglichten eine genaue Analyse der Geburtenrate vorzunehmen.

Das erste war ein extremer Sommer im Jahre 2010, das zweite ein ungewöhnlicher Winter im Jahre 2011.

Diese zwei extremen Witterungsverhältnisse, die von der japanischen Meteorologischen Agentur registriert wurden, wurden überdies genutzt, um einen Vergleich mit den in der japanischen Datenbank für Lebensstatistiken registrierten natürlichen Fehlgeburten anzustellen.

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Mit diesen Analysen kamen die Wissenschaftler zu folgendem Ergebnis. In dem extremen Sommer 2010 stiegen die natürlichen Fehlgeburten in Japan deutlich. 

Neun Monate später kam es jedoch ebenfalls zu einer deutlichen Senkung der Anzahl männlicher Geburten. Zu denselben Ergebnissen gelangten die Forscher mit den Daten des extremen Winters 2011, nach dem sich auch die Anzahl männlicher Geburten deutlich reduzierte.

Bei der Behauptung, dass extreme Temperatur- sowie Klimaveränderungen das Verschwinden des männlichen Geschlechts bewirken könnten, stützen sich die Forscher auf die in dieser japanischen Studie veröffentlichten Daten.

Andere Studien

Diese sind kategorisch, doch es gibt auch andere Studien, die zu ähnlichen Ergebnissen kamen.

Eine ähnliche Forschungsstudie wurde bereits in Finnland und Neuseeland durchgeführt, auch wenn die Ergebnisse nicht eindeutig auf einen Zusammenhang zwischen Klimabedingungen und den geborenen Babies zurückzuführen waren.

Dazu kommentiert Dr. Misao Fukuda, dass dies daran liegt, dass es in diesen beiden Ländern keine extremen Temperaturschwankungen wie in Japan gab.

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Der Klimawandel wird weltweit immer deutlicher, die Folgen beeinflussen Umwelt und alle Lebewesen. Es ist im Moment schwierig vorauszusehen, ob die Ergebnisse dieser Studien eintreffen werden oder nicht.

Weitere Studien sind erforderlich, um die Auswirkungen von extremen Temperaturschwankungen zu erforschen. Dr. Fukuda ist der Meinung, dass Forschungen in anderen Ländern mit extremen Klimaphänomenen in den letzten Jahren zu den gleichen Ergebnissen kommen werden.

  • Fukuda, M., Fukuda, K., Shimizu, T., Nobunaga, M., Mamsen, L. S., & Andersen, C. Y. (2014). Climate change is associated with male: Female ratios of fetal deaths and newborn infants in Japan. Fertility and Sterility. https://doi.org/10.1016/j.fertnstert.2014.07.1213
  • Jayalakshmi K. (2014). Climate Change Skews Sex Ratio by Affecting Male Foetuses More, Says Study. https://www.ibtimes.co.uk/climate-change-skews-sex-ratio-by-affecting-male-foetuses-more-says-study-1467975