Kieferschmerzen: Gründe und Techniken zur Linderung

· 3 Oktober, 2016
Oft sind die Ursachen für Kieferschmerzen unbewusste Gewohnheiten, wie beispielsweise eine falsche Haltung, Verspannung oder Nervosität. Lerne, mit diesen umzugehen, um die Beschwerden zu lindern.

Häufigste Ursache für Kieferschmerzen sind Angstzustände, die sehr unangenehm sind und Folgen wie Bruxismus oder auch Gelenkschmerzen nach sich ziehen können.

Wenn du bereits an Kieferschmerzen gelitten hast, konntest du sicher beobachten, dass diese mit der Zeit verschwinden, da meist emotionale Gründe, Stress oder Nervosität dafür verantwortlich sind.

Viele leiden an diesen Beschwerden, deshalb lohnt sich ein Blick auf dieses Thema, um Symptome, Gründe und Techniken zur Linderung kennenzulernen und zu erfahren, wie Vorsorge geleistet werden kann. 

Kieferschmerzen: Ursachen, die du kennen solltest

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Kieferschmerzen können in verschiedenen Bereichen des Kiefers auftreten. Manchmal ist ein Ohr mehr betroffen, als das andere, oder die Schmerzen tauchen beim Kauen oder beim Sprechen auf.

Das Kiefergelenk ist mit einer komplexen Nervenstruktur verbunden, die sich beispielsweise entzünden oder anschwellen kann.

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Betrachten wir dies etwas näher:

Schmerzen im Ohrenbereich

Manchmal erscheinen die Schmerzen an einem oder beiden Ohren. In manchen Fällen kann sich der Schmerz bis in den oberen Gesichtsbereich und den Kopf ausdehnen.

  • Dieser Schmerz erscheint vor allem beim Sprechen, Gähnen oder Essen.
  • Man verwechselt diese oft mit Zahnschmerzen, es kann sich jedoch um Verschleißerscheinungen des Kiefergelenkes handeln.
  • Es könnte ein Problem am Knorpel, an den Bändern oder sogar am Nerv bestehen.
  • All diese Faktoren sollten von einem Facharzt untersucht werden, denn mit der Zeit kann es zu einem Knochenverschleiß kommen. 

Wenn es schwer fällt, den Kiefer ganz zu öffnen

Wenn du den Kiefer nicht ganz öffnen kannst, solltest du kurz innehalten und darüber nachdenken, wie dein Rhythmus in den letzten Tagen war.

  • Mit Druck oder Stress nicht korrekt umgehen zu können, verursacht in unserem Gehirn einen Ausgleichmechanismus, der sich in Muskelverspannungen, Herzrasen oder Versteifung des Körpers manifestieren kann. Diese Beschwerden treten meist an Schultern, Nacken und Gesicht auf.
  • Der Kiefer wird unbewusst angespannt, die Zähne knirschen nachts und es kann zu Ohrensausen, Kopfschmerzen und Problemen beim Öffnen oder Schließen des Kiefers kommen.

Dieses Problem lässt mit der Zeit nach, ist aber sehr unangenehm und einschränkend. Grund dafür ist meist Stress, mit dem man nicht korrekt umgehen kann.

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Bruxismus

Über Bruxismus haben wir bereits mehrmals in unseren Beiträgen berichtet, da viele nachts ohne es zu bemerken mit den Zähnen knirschen.

  • Zähneknirschen kann durch eine falsche Ausrichtung der Zähne oder ernährungsbedingte nächtliche Nervosität entstehen. Auch Druck, der sich während des Tages ansammelt, oder Schlafstörungen sind häufige Auslöser.
  • Zähneknirschen benötigt ärtzliche Hilfe, manchmal ist ein Zahnschutz erforderlich.

Bruxismus ist auch eine mögliche Ursache für Kieferschmerzen.

Einfache Techniken zur Behandlung von Kieferschmerzen

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Achte auf deine Nackenhaltung

Um die Symptome von Kieferschmerzen zu verringern, solltest du auf deine Körperhaltung achten, vor allem die des Rückens, des Nackens und des Kopfes.

Wenn du dich versteifst, entstehen Verspannungen am Hals und dem Kiefer. Oft ist eine falsche Haltung während der Arbeit, beim Fernsehschauen oder beispielsweise bei einem Telefongespräch dafür verantwortlich.

Achte auf deine Rücken-Hals-Lage. Diese sollte harmonisch, gerade und entspannt sein.

Sowohl Lippen als auch Zähne sollten beieinander liegen, während die Zunge am Gaumen liegen sollte. Atme immer durch die Nase.

Ernährung

  • Meide Nahrungsmittel, die Entzündungen bzw. Anschwellungen hervorrufen, wie z. B. Zucker, Fett, übermäßiger Kaffee oder andere stimulierende Getränke mit hohen Mengen an Konservierungsstoffen und Zucker.
  • Erhöhe die Einnahme von Vitamin C und Kalzium.

Mehr zum Thema: Wie unsere Emotionen Rückenschmerzen beeinflussen

Höre auf deine Emotionen und bekämpfe Stress

Es ist leichter gesagt als getan, wenn uns empfohlen wird mit Stress und negativen Emotionen umzugehen. Bei diesem Thema Ratschläge in die Tat umzusetzten ist oft ein Labyrinth voller Mauern und Hürden.

  • Sei dir bewusst, dass du Momente der Ruhe brauchst, in denen du die Nerven besänftigen und dich vom Druck befreien kannst, welche dir Gesundheit und Lebensjahre nehmen.
  • Nimm dir täglich Zeit für Entspannung. Empfehlenswert ist beispielsweise Yoga, um Körper und Geist zu pflegen und zu liebkosen.

Beginne noch heute mit der Umsetzung dieser einfachen Tipps.

  • Makino, I., Arai, Y. C. P., Aono, S., Hayashi, K., Morimoto, A., Nishihara, M., … Ushida, T. (2014). The Effects of Exercise Therapy for the Improvement of Jaw Movement and Psychological Intervention to Reduce Parafunctional Activities on Chronic Pain in the Craniocervical Region. Pain Practice. https://doi.org/10.1111/papr.12075
  • Lavigne, G. J., Khoury, S., Abe, S., Yamaguchi, T., & Raphael, K. (2008). Bruxism physiology and pathology: An overview for clinicians. In Journal of Oral Rehabilitation. https://doi.org/10.1111/j.1365-2842.2008.01881.x