Hast du geschwollene Finger? Hier sind die möglichen Ursachen!

Die genannten Lebensmittel und Techniken können helfen, Schwellungen an den Fingern zu lindern. Dennoch ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen und das Problem zu besprechen, da geschwollene Finger auch ein Symptom für eine ernstere Erkrankung sein können. Lies weiter und erfahre mehr!
Hast du geschwollene Finger? Hier sind die möglichen Ursachen!
Valeria Sabater

Geschrieben und geprüft von der Psychologin Valeria Sabater.

Letzte Aktualisierung: 04. August 2022

Wir sind sicher, dass dir das auch schon einmal passiert ist: Du spürst plötzlich einen Druck in deinen Fingern und bemerkst eine leichte Schwellung. Es kann sogar sein, dass deine Finger so stark anschwellen, dass du deine Ringe nicht mehr abnehmen kannst! Manchmal passiert das beim Spazierengehen oder mitten am Nachmittag. Aber warum bekommen wir geschwollene Finger?

Es gibt viele mögliche Ursachen für geschwollene Finger. Im Allgemeinen sind Schwellungen an allen Körperteilen auf eine Flüssigkeitsansammlung oder Flüssigkeitsretention zurückzuführen.

Darüber hinaus sind die Finger ein Körperbereich, der sehr häufig überlastet wird. Die Ursache für diese Flüssigkeitsansammlung kann eine schlechte Durchblutung sein. Anzeichen für derartige Ödeme sind Schwellungen an Händen, Füßen oder im Gesicht. Wenn dies der Fall ist, ist die Schwellung nur vorübergehend und klingt in der Regel ohne Behandlung wieder ab.

Manchmal sind geschwollene Finger aber auch ein Symptom für andere Krankheiten, denen du vorbeugen kannst, wenn du ihre Symptome kennst.

Mögliche Ursachen für geschwollene Finger

geschwollene Finger
Geschwollene Finger können viele Ursachen haben.

1. Geschwollene Finger aufgrund schlechter Durchblutung

Ein hoher oder unausgeglichener Blutdruck führt dazu, dass das Blut im Kreislaufsystem stärker fließt. Das Blut fließt also mit hoher Geschwindigkeit vom Herzen zur Lunge.

Infolgedessen wird man müder, und gleichzeitig lässt die Durchblutungsintensität in den Extremitäten nach, insbesondere in den Fingern. Dann fühlen sich die Hände kälter an und die Finger schwellen an, weil sich die Blutgefäße weiter öffnen. Das kann zu Ödemen und Schwellungen führen.

2. Flüssigkeitseinlagerungen

Bei Flüssigkeitseinlagerungen kommt es zu Schwellungen in den Gliedmaßen. Meist treten Schwellungen in den Beinen, Knöcheln, Fersen und Füßen auf. Aber auch die Finger und Zehen können anschwellen. Wenn du auf die Stelle drückst und sich eine Delle oder eine Vertiefung bildet, handelt es sich um eine Flüssigkeitsansammlung.

3. Übergewicht verursacht geschwollene Finger

Übergewicht oder ein paar zusätzliche Pfunde verursachen Störungen im Lymphsystem. Dieses Ungleichgewicht führt dazu, dass sich sowohl in den Händen als auch in den Füßen Flüssigkeit ansammelt.

Dann hat man das Gefühl, geschwollene Finger zu haben. An den Füßen passen zum Beispiel die Schuhe nicht mehr. In den Händen hingegen spürt man häufig ein Kribbeln und merkt, dass die Finger geschwollen sind.

4. Karpaltunnelsyndrom

Eine weitere Ursache für geschwollene Finger ist das Karpaltunnelsyndrom in den Händen. Bei diesem Syndrom wird die Blutzufuhr in diesem Bereich durch eine Kompression des Medianusnervs behindert.

Dieses Syndrom verursacht ein Taubheitsgefühl in den Fingern. Darüber hinaus wird es von einem Kältegefühl und Schwellungen der Finger begleitet. Manchmal kann es sogar die Beweglichkeit der Finger beeinträchtigen, wodurch du verschiedene Aufgaben nicht mehr wie gewohnt ausführen kannst.

5. Allergische Reaktionen können ebenfalls geschwollene Finger verursachen

In manchen Fällen kann die Schwellung auf eine allergische Reaktion zurückzuführen sein, nachdem ein Fremdkörper in den Körper gelangt ist. Zur Abwehr schüttet der Körper Histamin in die Blutbahn aus.

Eine solche Histaminausschüttung führt manchmal zu geschwollenen Fingern. Um dieser Reaktion entgegenzuwirken, ist die Einnahme verschreibungspflichtiger Antihistaminika erforderlich.

6. Geschwollene Finger können durch eine Infektion verursacht werden

Eine Infektion entsteht, wenn Keime durch eine Verletzung in die Haut eindringen. Manchmal genügt dazu schon ein kleiner Schnitt oder eine Hautverletzung. Sehr häufig tritt eine Infektion auch bei einem geschwächten Immunsystem auf.

Es kann passieren, dass einer deiner Finger anschwillt und du Schmerzen verspürst. Darüber hinaus kann sich in einigen Fällen auch das Gewebe entzünden. Wenn sich diese Entzündung bis zum Knochen ausweitet, tritt häufig Fieber auf.

7. Rheumatoide Arthritis

Rheumatoide Arthritis ist eine fortschreitende entzündliche rheumatische Erkrankung, die die Gelenke betrifft. Dieser Verschleiß der Gelenke und Knorpel kann auch die Finger betreffen.

Diese Erkrankung kann sehr schmerzhaft sein, vor allem morgens. Außerdem sind die Finger oft steif und ihre Beweglichkeit ist mitunter stark eingeschränkt.

Was kannst du tun, um geschwollene Finger zu lindern?

1. Übungen zur Beseitigung der Flüssigkeitsansammlung

Fingerübungen
Es gibt bestimmte Übungen, die du machen kannst, um geschwollene Finger zu lindern.

Um die Flüssigkeitsansammlung zu reduzieren, kannst du deine Finger durch gezielte Übungen bewegen. Durch diese Bewegung verbessert sich der Blutfluss. Dabei solltest du auch deinen Daumen wiederholt nach innen und außen bewegen.

Eine weitere gute Übung ist es, beide Handflächen aneinander zu legen (als würdest du beten) und sie über deinen Kopf zu heben. Das hilft auch dabei, deinen Kreislauf auszugleichen.

2. Natürliche Diuretika um geschwollene Finger zu lindern

natürliche Diuretika lindern geschwollene Finger

Wenn deine Finger aufgrund von Flüssigkeitseinlagerungen geschwollen sind, kann der Verzehr von harntreibenden Nahrungsmitteln helfen. Solange dein Arzt oder Ernährungsberater den Verzehr befürwortet, kannst du einige Säfte probieren, die für die harntreibende Wirkung ihrer Inhaltsstoffe bekannt sind und so zur Verbesserung dieses Problems beitragen.

Die Zichorie ist zum Beispiel eine Pflanze, die für ihre entzündungshemmenden Eigenschaften sehr geschätzt wird. Außerdem besteht die Vermutung, dass sie sich positiv auf eine Flüssigkeitsretention auswirken könnte.

Darüber hinaus solltest du Lebensmittel wie grünen Tee, Sellerie, Karotten, Tomaten, Zwiebeln, Auberginen, Spargel, Artischocken, Brunnenkresse, Gurken, Rosenkohl und Salat in deinen Speiseplan aufnehmen, um die Flüssigkeitsretention zu beseitigen.

3. Ernähre dich ausgewogen und möglichst salzarm

Meersalz in einem Holzgefäß
Ein übermäßiger Salzkonsum hat zahlreiche negative Auswirkungen auf den gesamten Körper.

Wenn du geschwollene Finger hast, sollte die Reduzierung deines Salzkonsums eine grundlegende Richtlinie sein. Auf diese Weise kann dein Körper sowohl die Wassereinlagerung als auch die Durchblutung verbessern. Salz bindet Flüssigkeit im Körper, was zu Flüssigkeitsretentionen und weiteren Beschwerden führt.

Deshalb ist es notwendig, Salz weitestgehend aus deinen Mahlzeiten zu streichen oder es durch bestimmte Kräuter zu ersetzen, die den Geschmack der Speisen verbessern. Wenn du dich außerdem ballaststoffreich und mit viel Obst und Gemüse ernährst, wirst du einen großen Unterschied bemerken. Darüber hinaus solltest du auf industrielle Fette und Zusatzstoffe verzichten.

Lies auch diesen Artikel: Übermäßiger Salzkonsum: 6 Tatsachen

4. Trage Kompressionshandschuhe

Geschwollene Finger - Kompressionsbandage
Kompressionshandschuhe können zur Linderung geschwollener Finger beitragen.

Wenn du regelmäßig geschwollene Finger hast, kannst du auch auf Kompressionshandschuhe zurückgreifen, die zum Beispiel in Apotheken erhältlich sind. Diese Handschuhe sind in solchen Fällen sehr nützlich, da sie einen angemessenen Druck auf Hände und Finger ausüben. Dadurch wird überschüssige Flüssigkeit freigesetzt.

Geschwollene Finger: Ein Zeichen des Körpers

Obwohl all diese Lebensmittel und Techniken helfen können, die Schwellung der Finger zu lindern, ist es am besten, wenn du deinen Arzt/deine Ärztin aufsuchst und das Problem besprichst. Denn geschwollene Finger können ein Zeichen für eine ernstere Erkrankung sein, vor allem, wenn die Beschwerden anhalten oder noch weitere Symptome vorhanden sind.

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