Gewohnheiten, die dem Darm schaden

· 30 November, 2014
Führt deine Nervosität zu Magenbeschwerden? Meist beachten wir zwar die Ernährung vergessen jedoch, dass auch Stress und Sorgen den Verdauungsapparat in Mitleidenschaft ziehen können.

Schwellungen, Blähungen, Magendruck usw. sind häufige Darmbeschwerden. Der Darm übt eine sehr wichtige Funktion in unserem Körper aus.  Außerdem besteht ein Zusammenhang zwischen Darm und unserem Gemütszustand (u.a. Stress oder Angstzustände).

Es sind viele Faktoren, die unsere Gesundheit beeinflussen, Probleme, die in vielen Fällen zum wohlbekannten Reizdarm führen können. Was kann getan werden?

Welche Gewohnheiten sollten wir verändern, um unsere Darmgesundheit zu pflegen? Lies weiter, um Näheres über die Gründe zu erfahren und dagegen vorzubeugen.

1. Zu viel Stress schadet dem Darm

Stress

Stress solltest du sehr ernst nehmen. Der heutige Lebensrythmus, die ständige Eile, alltägliche Sorgen, Angst sowie Stress beeinflussen die Darm- und Magengesundheit auf direkte Weise.

Es gibt sogar Theorien, die behaupten, dass der Darm unser zweites Gehirn ist. In der Tat, hier werden einige Neurotransmitter synthetisiert.

Lesetipp: Darmgesunde Ernährung

Grund genug, um unserem Leben Gleichgewicht und Ruhe zu geben. Ein erhöhter Stresspegel kann laut Experten zu einem  Reizdarm führen. Deshalb solltest du folgende Punkte in Betracht ziehen:

  • Das vegetative Nervensystem wird beeinträchtigt. Unser Gemütszustand beeinflusst, die Darmfunktion beschleunigt sowie gehemmt.
  • Der Hormonhaushalt wird gestört. So können Stresshormone, wie Adrenalin sowie Cortisol, Verdauungsprobleme verursachen.
  • Zwanghaftes Essverhalten. Viele Menschen neigen dazu, bei Stress vieles in sich hineinzustopfen, um die Nerven zu beruhigen sowie Beklommenheit zu verringern. Der Darm wird überlastet, da er eine erhöhte Nahrungszufuhr erhält. Es erfolgen Verdauungs- sowie Absorptionsprobleme.

Nochmal als Erinnerung: Deine Lebensgewohnheiten und Gemütszustände können sich negativ auf deinen Organsimus auswirken, besonders ist davon der Darm betroffen. Führe ein ruhigeres Leben, iss langsam, genieße dein Leben sowie das deiner Lieben auf entspannte Weise.

2. Falsche und unangebrachte Ernährung

2.1. Meide Frittertes, Fertigprodukte, Fastfood und fetthaltige Lebensmittel

Junkfood

Hamburger, Pommes, Hähnchen, Pizza, Zwiebelringe… wir alle kennen zu gut, was Junkfood ist. Trotzdem greifen wir gerne aus Zeitmangel oder weil es uns einfach schmeckt auf diese zurück. 

Stell dir dir folgende Frage: Wie oft hattest du gleich nach dem Verzehr der genannten Mahlzeiten Bauchschmerzen?

Diese Mahlzeiten haben fast kaum lösliche Ballaststoffe,  deshalb kann es vorkommen, dass es bei vermehrtem Konsum zu Störungen im Darmtrakt kommt (sowohl Durchfall, als auch Verstopfung).

  • Gesundheitstipp: Verwende für die Zubereitung verschiedener Gerichte häufiger den Backofen, so wirst du viel weniger Fett benötigen. Gemüse wird am besten im Dampfbad zu bereitet, denn so bleiben Geschmack und Vitamine erhalten. Das beste und gesündeste Öl ist auf jeden Fall Olivenöl.

2.2. Meide rotes FleischRotfleisch

Warum rotes Fleisch vermeiden? Hauptsächlich, weil es schlecht zu verdauen ist, einen hohen Fettanteil hat und in vielen Fällen die Herkunft unklar ist.

Die Tiere werden oft genetisch verändert, um das Wachstum zu beschleunigen, sodass das Fleisch voll von Toxinen ist, die nicht sehr ratsam sind.

  • Gesundheitstipp: Wähle mageres Fleisch, wie z.B. Geflügel. Achte beim Kauf auf die Herkunft des Fleisches, wo die Tiere gezüchtet wurden. Brate das Fleisch ohne Fett oder verwende den Ofen für die Zubereitung. Einfache Zubereitungsformen ohne Saucen sind meist kalorien- und fettärmer.

2.3. Meide Milchprodukte

Milchprodukte

Milchprodukte können ebenfalls Auslöser für das Reizdarmsyndrom sein. Diese sind oft nicht gut verträglich und nur schwer verdaulich, weil sie keine Ballaststoffe enthalten.

Sie enthalten außerdem Fett und Laktose, die schwere Verdauungsprobleme verursachen können, sowohl Durchfall, als auch Verstopfung. Meide diese also bestmöglichst.

Lesetipp: Alternativen zu Kuhmilch: 7 Tipps

  • Gesundheitstipp: Eigentlich ist es sehr einfach. Ersetzen Sie Milchprodukte durch natürliche, pflanzliche Produkte. Hier besteht eine große Auswahl. Hafermilch, Reiswasser, Mandel- oder Wallnussmilch oder sogar Milch aus Pistazien. Diese Milchsorten sind im Handel leicht erhältlich oder du kannst diese selbst zubereiten. Der Versuch ist es wert.

3. Der Konsum von bestimmten Arzneimitteln

Arzneimittel

Es wurden schon viele wissenschaftliche Studien durchgeführt, die aufzeigen, dass verschiedene Darmprobleme, wie z. B. Reizdarmsyndrom, auf den Konsum von Antibiotika zurückzuführen sind.

Es ist sogar nachweisbar, viele Patienten entwickeln diese Krankheit nach einer akuten Entzündung. Der erhöhte Verbrauch dieser Medikamente schadet  dem Darm direkt.

Wahrscheinlich fragst du dich, wie dies möglich ist. Antibiotika unterscheiden nicht zwischen gutartigen sowie bösartigen Bakterien. Deren Funktion ist grundsätzlich, jede Art von Mikroorganismus zu beseitigen. Es entsteht also eine Störung  der Darmflora.

Sei jedoch ebenfalls mit anderen Arzneimitteln vorsichtig: z. B. bei Medikamenten gegen Verstopfung oder Durchfall.

Suche natürliche Heilmittel und meide chemische so gut wie möglich. Frage zur Sicherheit immer deinen Arzt. Er wird dir die Nebenwirkungen der Medikamente genau erklären und dich dementsprechend beraten.

  • Foster, J. A., Rinaman, L., & Cryan, J. F. (2017). Stress & the gut-brain axis: Regulation by the microbiome. Neurobiology of Stress. https://doi.org/10.1016/j.ynstr.2017.03.001
  • Modi, S. R., Collins, J. J., & Relman, D. A. (2014). Antibiotics and the gut microbiota. Journal of Clinical Investigation. https://doi.org/10.1172/JCI72333