Entdecke die Wirkungsvielfalt von Zink

Zinkmangel kann die Ursache für viele alltägliche Gesundheitsprobleme sein, wie z.B. Müdigkeit, häufige Erkältungen und schlechtes Erinnerungsvermögen.

Für den Körper ist Zink ein sehr wichtiger Mineralstoff. Da Zink im Körper nur in begrenzten Mengen vorhanden ist, muss er jedoch ergänzend über die tägliche Nahrung aufgenommen werden.

Für Menschen ist dieser Mikronährstoff unabdingbar und ein Mangel kann schwerwiegende Folgen haben. In diesem Artikel möchten wir dir deshalb die Eigenschaften und Wirkungsmöglichkeiten von Zink näher erklären.

Was sind die Eigenschaften von Zink?

Was sind die Eigenschaften von Zink

Bevor wir dir mehr über die Eigenschaften von Zink erzählen können, müssen wir zuerst einen kleinen Abstecher machen.

1964 stellte Dr. Pasad fest, dass Patienten mit Anämie (Eisenmangel) gut auf eine Behandlung mit Zinkpräparaten reagierten.

Zum größten Teil wird dieser Mikronährstoff im Dünndarm vom Körper aufgenommen. Von dort wird er zur Leber transportiert ehe er an den Rest des Körpers weiter verteilt wird.

Zink zählt zu der Gruppe der „100 wichtigsten Enzyme“. Es stärkt die Abwehr, hilft bei der Verarbeitung von Eiweißen und Kohlenhydraten sowie bei der Produktion von Insulin.

Zudem wirkt Zink den freien Radikalen im Körper entgegen und hilft deswegen dabei, die Elastizität der Haut zu bewahren. Circa 20% des Mineralstoffes werden in der Haut gelagert.

Über 85% werden wie folgt abgelagert:

  • Iris
  • Nägel
  • Haare
  • Knochen
  • Hoden
  • Muskeln

Zink wird hauptsächlich über den Stuhl, die Galle und über die Flüssigkeiten des Darms und der Bauchspeicheldrüse abgeführt.

Anzumerken ist jedoch, dass die Aufnahme von Zink durch den übermäßigen Konsum von Hülsenfrüchten und raffinierten Getreideprodukten stark vermindert werden kann.

Auch die folgenden Dinge können die Zink-Aufnahme verschlechtern:

  • Anämie
  • Infektionen
  • Herzprobleme
  • Nierenprobleme
  • Alkoholismus
  • Stress (Er kann die Zinkmengen sogar bis zu dreimal schneller verringern als andere Ursachen.)

Ein wichtiger Nährstoff

Niedrige Zinkwerte stehen im Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für diverse Krankheiten. Die empfohlene Tagesmenge liegt für Frauen bei 8 mg und für Männer bei 11 mg.

Einige Bevölkerungsgruppen können jedoch einen erhöhten Tagesbedarf haben:

  • Kinder und Babys
  • Menschen, die unterernährt sind oder sich generell schlecht ernähren
  • Schwangere und stillende Frauen
  • Ältere Menschen
  • Menschen mit Zöliakie
  • Alkoholiker
  • Vegetarier und Veganer
  • Menschen, die sich kürzlich einer OP unterzogen haben
  • Patienten, die an Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder schlechter Darmresorption leiden
  • Menschen mit einem abgeschwächtem Immunsystem

Zinkmangel

Zinkmangel ist heutzutage für die meisten Menschen ein ernstes Problem, denn ihre Ernährung und ihr Lebensstil unterliegen starken Mängeln.

Zum Beispiel kann eine auf Samen und Getreide fokussierte Ernährung einen Zinkmangel begünstigen, da Ackerboden nur wenig Zink enthält. Die regelmäßige Einnahme von Medikamenten (Blutdruck-Medikamente, Abführmittel oder Antazida) und ein turbulenter Lebensstil können weitere entscheidende Faktoren sein.

Unter anderem kann ein Zinkmangel diese Folgen in sich bergen:

  • Vermehrte Erkältungskrankheiten und grippale Infekte
  • Chronische Müdigkeit
  • Wachstums- und Entwicklungsprobleme bei Kindern
  • Stimmungsschwankungen
  • Lernschwierigkeiten und schlechte schulische Leistungen
  • Gedächtnisverlust
  • Akne
  • Sehstörungen

Ist der Zinkmangel chronisch, kann dies folgende Probleme verursachen:

  • Gedächtnisstörungen
  • Seh-, Geruchs- und Geschmacksstörungen
  • Weiße Flecken auf den Nägeln (ein Problem, welches nicht ignoriert werden sollte)

Wie wirkt Zink?

Wie wirkt Zink

Dieser Mikronährstoff erfüllt verschiedene Funktionen und seine Wirkungskraft sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Zu seinen Vorzügen gehören zum Beispiel:

Verringertes Krebsrisiko

Zink kann das Krebsrisiko senken, auch wenn der Nährstoff kein Heilmittel für eine bestehende Krebserkrankung darstellt.

Der Mineralstoff beteiligt sich an der zellulären Replikation. Ein Mangel kann die Entstehung von Tumoren begünstigen. Da Zink außerdem an der Abwehr beteiligt ist, kann esgefährlichen Zellen entgegenwirken.

Sind die Zinkwerte im Körper sehr niedrig, versucht der Körper ihn durch ähnliche Stoffe zu ersetzen. Das Problem hierbei ist, dass die Stoffe, die Zink am meisten ähneln, Cadmium und Quecksilber, mit der Entstehung von Krebs in Verbindung stehen.

Wachstum und Entwicklung

Wachstum und Entwicklung

Da Zink außerdem für die Bildung und Mineralisierung der Knochen und Geschlechtsorgane eine große Rolle spielt, ist es für Kinder ein wichtiger Bestandteil der Entwicklung.

Zudem kann Zink die Bildung von Zahnbelag reduzieren und zusammen mit Kalzium, Mangan und Kupfer eine Osteoporose-Erkrankung behandeln.

Bessere Gesundheit für Männer

Zink verhindert die Produktion eines bestimmten Testosteron-Derivats. Steigen die Werte dieses Derivats stark an, birgt dies als Folge ein erhöhtes Risiko für Prostatakrebs mit sich.

Genau das Gegenteil passiert, wenn die Zinkwerte im Körper ideal abgestimmt sind. Als weitere Folgen kommen Erektionsstörungen und Probleme mit der Libido in Betracht.

Schutz der Arterien

Menschen mit hohen Cholesterin- und Triglyceridwerten können durch die Einnahme von Zink ihre Arterien reinhalten.

Ebenso empfehlenswert ist dieser Mineralstoff für Patienten, die in der Vergangenheit einen Herzinfarkt erlitten haben, und für Menschen mit andern Herzproblemen.

Eine gestärkte Abwehr

Eine gestärkte Abwehr

Die Forschung hat gezeigt, dass Zink die Abwehr des Körpers weiterentwickeln und stärken kann. Sie wirkt gefährlichen Zellen im Körper entgegen und kann sie neutralisieren.

Ebenso hilfreich ist Zink in der Wundheilung und in der Verhinderung vieler viraler und bakterieller Infekte wie z.B. Erkältungen.

Wenn du dich in der letzten Zeit sehr schlapp und müde gefühlt hast, kann ein Blick auf deine tägliche Zinkeinnahme womöglich Aufschluss geben. Müdigkeit und andere Symptome können ebenfalls auf einen Mangel hinweisen.

Liegst du mit der Grippe krank im Bett, kann es sich auszahlen, deine Zinkeinnahme zu erhöhen. So kannst du deine Genesung beschleunigen.

Stärkung für Haut, Haare und Nägel

Auch die Haut kann von guten Zinkwerten profitieren.

Zinkmangel kann sich auf der Haut sichtbar machen. Spröde Haut, Schuppenflechte, häufig auftretende Blutergüsse, Akne und Ekzeme können die Folge sein. Bei niedrigen Werten kann eine vorzeitige Alterung der Haut stattfinden. Als weitere Folge kann eine bestehende Herpesinfektion erneut aufflammen.

Weitere Eigenschaften von Zink

Weitere Eigenschaften von Zink

Als wäre das alles noch nicht genug, verfügt Zink noch über einige andere wissenswerte Vorzüge, denn es:

  • Bekämpft die altersbedingte Rückbildung der Nerven.
  • Verbessert das Geruchs- und Geschmacksvermögen.
  • Behandelt Morbus Wilson, eine Erkrankung, bei der eine vermehrte Ansammlung von Kupfer im Körper stattfindet.
  • Erhöht in Frauen die Östrogenproduktion.
  • Verbessert Insulinsensivität.
  • Hilft bei der Nährstoffaufnahme, verbessert die Aktivität des Magensaftes und lindert Durchfall.
  • Fördert die Entwicklung des Nervensystems und vermindert das Risiko an Alzheimer zu erkranken.
  • Gleicht den Säure-Basen-Haushalt im Blut aus.
  • Schützt die Leber.
  • Vermindert Tinnitus.

Was sind die besten Zinkquellen?

Da du jetzt weißt, wie wichtig Zink für den Körper ist, kannst du ihn über die folgenden Lebensmittel gezielt einnehmen:

  • Fisch, Austern und Schalentiere
  • Innereien (besonders Leber)
  • Fleisch
  • Nüsse
  • Samen (Kürbissamen, Sesam)
  • Weizenkeim und Getreide (Naturreis, Hafer, Roggen)
  • Hülsenfrüchte (Kichererbsen, Linsen)
  • Blütenpollen
  • Blattgemüse (Kopfsalat, Spinat, Rosenkohl)
  • Gurken
  • Bananen
Auch interessant