Diese Lebensmittel sind problematisch bei Gicht!

26 Juli, 2017
Gicht lässt sich gut behandeln, wenn du auf die richtigen Lebensmittel verzichtest.

Gicht ist eine Erkrankung, die im Grunde genommen durch falsche Ernährung verursacht wird. Es gibt Lebendmittel, die bei Gicht problematisch sind.

Es liegt somit auf der Hand, dass es Lebensmittel gibt, auf die du konsequent verzichten solltest, wenn du an Gicht leidest und deinen Zustand verbessern möchtest.

Gicht durch falsche Lebensmittel?

Gicht ist eine schon seit der Antike bekannte Form von Arthritis, die durch einen erhöhten Harnsäurespiegel im Organismus gekennzeichnet ist.

Mit steigendem Harnsäurespiegel im Blut können sich Kristalle in den Gelenken ablagern, dort Entzündungsprozesse auslösen und somit zu Gicht führen.

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Meist beginnt der erste Gichtanfall im großen Zeh, typischerweise mit starken Schmerzen und nachts.

In Deutschland sind etwa 5 von 100 Männern betroffen. Frauen erkranken praktisch nie vor dem 60. Lebensjahr, bei Männern tritt die Krankheit am häufigsten zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr auf.

Dies hat unter anderem mit der Ernährung zu tun. Wir zeigen dir, was du tun kannst, um deinen Harnsäurespiegel im Blut gering zu halten und Gicht vorzubeugen, beziehungsweise zu verbessern.

GichtBesser Pillen schlucken?

Die Pharma-Industrie hat natürlich mehrere Mittel entwickelt, um Gicht zu lindern und Gichtanfälle seltener werden zu lassen.

Sie greifen in den Stoffwechsel unseres Körpers unter anderem so ein, dass die vermehrt gebildete Harnsäure ausgeschieden oder weniger gebildet wird.

Dabei wird, wie so oft, nur an den Symptomen herumgedoktert, statt die Ursache zu beseitigen.

Es ist also schlauer, bei der Ernährung unter anderem auf eine purinarme Kost zu achten, statt nur Tabletten zu schlucken. Wir erklären dir, was das bedeutet!

Was kannst Du sonst noch tun? Abnehmen! Allein durch die Normalisierung des Körpergewichts lässt sich die Harnsäurekonzentration im Blut senken.

Außerdem hilft der Verzicht auf folgende Lebensmittel:

FleischFleisch

Die Ursache aller Gichtanfälle ist ja die Ansammlung von Harnsäure-Kristallen in den Gelenken. Und diese entstehen durch den übermäßigen Konsum purinhaltiger Lebensmittel.

Purine sind Substanzen in Lebensmitteln, vor allem Fleisch. Daher sollte der Fleischkonsum stark eingeschränkt werden, um den Harnsäurespiegel im Blut zu senken.

Nicht nur Fleisch an sich, auch Produkte, die aus Fleisch hergestellt werden, sollten für dich tabu sein: Wurstwaren, Fleischwaren, Speck, Grillfleisch,…

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Wer auf Fleisch verzichtet, muss dem Körper trotzdem Eiweiß zuführen. Milch und alle daraus hergestellten Lebensmittel wie Käse, Joghurt Quark & Co sind purinarm und daher eine ideale Eiweißquelle für Gichtpatienten und alle, die ihren Harnsäurespiegel im Blut niedrig halten möchten oder müssen.

Dabei sollte man aber unbedingt darauf achten, auf die fettarmen Varianten zurückzugreifen, damit kein zusätzliches Übergewicht entsteht.

BohnenHülsenfrüchte

Wer glaubt, Vegetarier oder vegan lebende Menschen können nicht an Gicht erkranken, der ist einem Irrglauben aufgesessen.

Auch Pflanzen können Purine enthalten! Bohnen, Linsen, Erbsen und Produkte, die daraus hergestellt werden (zum Beispiel Sojamilch) enthalten also auch Purine.

Es ist daher erstaunlich, dass es auch Veganer unter Gichtpatienten gibt, da diese auf Hülsenfrüchte als Eiweißquelle setzen und nicht auf Milchprodukte ausweichen können.

Der gelegentliche Linseneintopf oder die wärmende Bohnensuppe ist gesund, jedoch nur in Maßen und nicht als ausschließliche Eiweißquelle.

Alkohol Alkohol

Alkohol steigert die Harnsäureproduktion in der Leber und hemmt deren Ausscheidung. Eine wissenschaftliche Langzeitstudie hat gezeigt, dass alkoholische Getränke dadurch das Gichtrisiko erhöhen können.

Wer also auf Alkohol verzichtet, reduziert damit automatisch seinen Harnsäurespiegel im Blut.

Der Körper benötig übrigens ausreichend Flüssigkeit, um Harnsäure ausschwemmen zu können. Daher ist das Trinken kalorienfreier Getränke eine der einfachsten und effektivsten Maßnahmen, einem hohen Harnsäurespiegel vorzubeugen.

Wer genug trinkt, stellt sicher, dass die Nieren ausreichend gespült werden und Harnsäure optimal ausgeschieden werden kann. Die tägliche Flüssigkeitszufuhr sollte aber aus kalorienfreien Getränken wie Mineralwasser oder Kräutertee bestehen, keinesfalls aus Saftschorlen, Diätgetränken oder Fruchtsaftgetränken

Fruchtzucker

Fruchtzucker ist der einzige Zucker, der nach seinem Abbau den Harnsäurespiegel steigen lassen kann. Studien haben bewiesen, dass fruchtzuckerhaltige Diätdrinks das Risiko, Gicht zu bekommen, um 45 Prozent steigern.

Auch fruchtzuckerreiche Früchte und Fruchtsäfte (zum Beispiel Traubensaft, Äpfel, Birnen, Beeren,…) und Honig scheinen das Risiko zu erhöhen, an Gicht zu erkranken.

Als Faustformel kann man sich merken: je süßer das Obst, desto höher der Gehalt an Fruchtzucker.

  • Hayden, M. R., & Tyagi, S. C. (2004). Uric acid: A new look at an old risk marker for cardiovascular disease, metabolic syndrome, and type 2 diabetes mellitus: The urate redox shuttle. Nutrition and Metabolism. https://doi.org/10.1186/1743-7075-1-10
  • Maiuolo, J., Oppedisano, F., Gratteri, S., Muscoli, C., & Mollace, V. (2016). Regulation of uric acid metabolism and excretion. International Journal of Cardiology. https://doi.org/10.1016/j.ijcard.2015.08.109