Der Zusammenhang zwischen Kaffee und Hunger

Auch wenn Koffein helfen kann, den Appetit zu kontrollieren, stillt koffeinfreier Kaffee den Hunger besser. Deshalb empfiehlt es sich, zum Frühstück koffeinfreien Kaffee zu trinken.

In einer Studie wurde der Zusammenhang von Kaffee und Hunger untersucht – das Ergebnis ist überraschend. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, empfehlen wir dir, diesen Artikel zu lesen. 

Kaffee, das beliebteste Getränk der Welt

Studien beweisen, dass Hunger und Appetit durch ein komplexes System gesteuert werden, wobei auch Essen und Trinken eine große Rolle spielen. Ein Forscherteam hat den Zusammenhang zwischen Hunger und dem beliebtesten Getränk der Welt untersucht.

Viele Menschen kontrollieren Appetit und Hungergefühle mit Kaffee. Das Getränk liefert viel Energie und macht munter, gleichzeitig hilft es, den Appetit zu zügeln. Verschiedene Studien zeigen, dass mit entkoffeiniertem Kaffee das Abnehmen leichter fällt.

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Zu viel Kaffee kann jedoch – wie jeder weiß – zu Schlaflosigkeit führen. Experten empfehlen eher Extrakte aus grünem Kaffee zur Gewichtsabnahme.

Wie gesund ist Kaffee? Das kann nicht verallgemeinert werden – jeder Mensch und dessen Umstände sind unterschiedlich. Nicht jeder verstoffwechselt die braunen Bohnen auf diesselbe Art und Weise. Kaffee verändert die Neurotransmitter und die Hormone (vor allem Kortisol und Insulin). Aus diesem Grund gibt es Menschen, die durch Kaffee „wacher“, und andere, die durch Kaffee „müder“ werden. Dies kann auch von der getrunkenen Menge, der Tageszeit, dem Alter und der körperlichen Verfassung etc. abhängen.

Fördert oder zügelt Kaffee den Appetit?

Verschiedene Hormone beeinflussen den Appetit und das Sättigungsgefühl – diese können in verschiedenen Lebenssituationen schwanken. Während der Schwangerschaft oder auch während der Menstruation verspürt man meist mehr Hunger. Männer essen oft unter Druck oder Stress mehr.

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Die für das Hungergefühl verantwortlichen Hormone sind: Ghrelin, Leptin und Peptid YY. Ersteres wird im Magen produziert, das zweite in den Fettzellen und das letzte befindet sich im Darm.

Zurück zum Thema Kaffee: Dieser kann beim Abnehmen helfen – oder auch nicht. Wie das? Indem die Produktion jedes einzelnen dieser Hormone verändert wird. Ähnlich ist es mit dem Gemütszustand. Ist dir schon einmal aufgefallen, dass viele vor dem Essen reizbar und launisch, nach dem Essen jedoch zufreiden und glücklich sind? Frei nach dem Motto: „Voller Magen, frohes Herz“.

Das Forscherteam erklärt sich den Zusammenhang zwischen Kaffee und Hunger durch zwei Hypothesen: 

1. Hypothese: Kaffee (koffeinfrei oder – haltig) verringert die Hormone Leptin und Ghrelin – und somit das Hungergefühl – und führt zu einer vermehrten Produktion von Peptid YY – und folglich zu einem Sättegefühl. 

2. Hypothese: Die Wirkung des Kaffees ist dieselbe, diese hält jedoch nur 60 bis 120 Minuten an – nämlich genau so lange wie der Körper für die Verdauung benötigt. 

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Nach dem Kaffeetrinken einer Gruppe von Freiwilligen wurden die Wirkungen in den nächsten drei Stunden aufgezeichnet. Die folgenden Schlussfolgerungen konnten gezogen werden:

  • Entkoffeinierter Kaffee konnte den Appetit mehr zügeln als koffeinhaltiger Kaffe. Dabei kam es zu einer Reduktion von Leptin und Ghrelin und einem Anstieg von Peptid YY.
  • Eine größere Menge an Peptid YY bedeutet weniger Hunger. Die Freiwilligen gaben an, in den drei Stunden nach dem Kaffee keinen Appetit gespürt zu haben. Die Peptidwerte reduzierten sich jedoch bereits nach eineinhalb Stunden.
  • Interessant ist ebenfalls, der reduzierte Hunger und die erhöhten Peptidwerte bis zur Einnahme von Glukose anhielten. Daraus ist ersichtlich, dass einige Bestandteile des Kaffees keinen Einfluss auf die Verdauung haben. 

Kaffee zügelt den Appetit vermutlich deshalb, weil es zu einer Veränderung des Sättigungshormons kommt.

Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Kaffee viele Antioxidantien enthält, die gesund für den Körper sind – doch nicht für jeden und auch nicht im Übermaß. Wenn du den Kaffee nur zum Abnehmen trinkst, solltest du besser auf andere Mittel umsteigen.

Empfehlenswert ist entkoffeinierter Kaffee sowie andere sättigende Lebensmittel wie beispielsweise ein Apfel, ein Müsliriegel, eine Banane oder auch eine Tomate.

Nicht vergessen, dass verschiedene Lebensgewohnheiten den Hunger fördern können: so zum Beispiel ein unzureichendes Frühstück ohne Obst oder Cerealien, viele Snacks ohne feste Essenszeiten, Langeweile oder Nervosität, hormonelle oder endokrine Veränderungen (Schwangerschaft, Perdiode, Schilddrüsenprobleme) etc. Insbesondere bei einer ungesunden Ernährung verlangt der Magen nach mehr Essen.

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