Alzheimer – Ist eine Vorsorge möglich?

Die Ursachen für diese Krankheit sind noch nicht ausreichend erforscht, auch eine Heilung ist noch nicht möglich. Im Verlauf der Krankheit sterben Nervenzellen und bestimmte Gehirnbereiche ab. Die Betroffenen leiden deshalb an Gedächtnisverlust und verlieren allmählich auch andere geistige Fähigkeiten.

Viele Forschungsergebnisse zeigen, dass man Alzheimer bekämpfen kann, noch bevor die Krankheit auftritt. Gesunde Gewohnheiten wie unsere Ernährung oder tägliche Aktivitäten können den Ausbruch von Alzheimer verhindern. Im folgenden Artikel erfahren Sie mehr zu diesem Thema.

Was ist Alzheimer?

Bevor wir darüber sprechen, wie man Alzheimer verhindern kann, sollten einige Fakten über diese Krankheit, die weltweit Millionen von Menschen betrifft, klarstellen. Es handelt sich um eine neurodegenerative Störung, die auch als „Demenz“ bekannt ist. Die Betroffenen verlieren ihr Gedächtnis und ihre mentalen Fähigkeiten gehen stark zurück. Die Ursachen sind ein Absterben der Nervenzellen und das Verkümmern diverser Gehirnbereiche.

Ein Mensch der an Alzheimer leidet, kann bis zu zehn Jahre nach der Diagnose weiterleben, wobei die Auswirkungen der Krankheit mit der Zeit immer schlimmer werden. Die Krankheit ist unheilbar und tödlich, sie tritt zumeist bei älteren Menschen über 65 Jahre auf. Alzheimer wurde Anfang des letzten Jahrhunderts von zwei deutschen Psychiatern entdeckt, wobei das Anfangssymptom die Unfähigkeit war, Informationen zu behalten oder sich daran zu erinnern, was gerade gesagt wurde.

Alzheimer 2

Das Fortschreiten von Alzheimer bewirkt Verwirrtheit, Aggressivität, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen,  langfristigen Gedächtnisverlust, Isolation sowie Sprachstörungen. Der Grund für die Entstehung dieser Krankheit ist noch nicht bekannt. Die derzeit erhältlichen Medikamente können einige Vorteile verschaffen, die Krankheit jedoch nicht gänzlich heilen.

Gute Gewohnheiten, um Alzheimer vorzubeugen

Wie bereits erwähnt, gibt es noch keine Heilung für Alzheimer, und auch kein Medikament oder keine Behandlung, die die Krankheit verlangsamen oder ihr vorbeugen können. Aus diesem Grunde raten Ärzte eine ausgewogene Ernährung sowie Sport damit sich die Krankheit nicht entwickelt oder zumindest leichtere Symptome zeigt. Sie sollten sich folgende Gewohnheiten aneignen:

  • Reduzieren Sie den Konsum von Transfetten und gesättigten Fetten: Diese sind schlecht, weil sie die Cholesterinwerte im Blut erhöhen und die Ablagerung von Plaque im Gehirn fördern, was bei Alzheimer auch eine große Rolle spielt.

alzheimer3

  • Essen Sie mehr Gemüse, Hülsenfrüchte, Getreide und Obst: Diese Lebensmittel sollten auf Ihrem Tisch nicht fehlen, da sie reich an Mineralien, Vitaminen (unter anderem B6 und Folsäure) sind. Sie helfen dabei, das Gehirn zu schützen und der Zerstörung des Denkvermögens entgegenzuwirken. Außerdem reduzieren diese Lebensmittel das Risiko von Fettleibigkeit, Diabetes Typ II und einem erhöhten Cholesterinspiegel. All diese Krankheiten stehen im Zusammenhang mit Alzheimer.
  • Nehmen Sie jeden Tag Vitamin E auf: Mit einer Dosis von 5 mg kann dieses wirksame Antioxidans Ihrem Gedächtnis auf die Sprünge helfen. Dieses Vitamin ist in Nüssen und Samen,  Papaya, Mango, Avocado, rotem Paprika, Spinat, angereicherten Getreidesorten und Brot enthalten.
  • Nehmen Sie Vitamin B12 Präparate ein: Vitamin B 12 findet man in tierischen Produkten oder angereicherten Lebensmitteln. Diese können die Aminosäure, die für den Verfall des Denkvermögens zuständig ist, reduzieren. Vitamin B hilft dabei, das Gedächtnis zu verbessern und den Gedächtnisschwund zu reduzieren. Gerade für alle Personen über 50 ist eine auf Gemüse basierende Ernährung ratsam.

alzheimer 5

  • Vorsicht bei Diabetes: Viele Studien haben gezeigt, dass Diabetes Typ II das Risiko für die Entstehung dieser degenerativen Krankheit erhöht, da zuviel Zucker im Blut das Gehirn beeinflussen kann.
  • Bauen Sie pflanzliche Öle in Ihre Ernährung ein: Diese sind reich an Omega 3 und können aus Leinsamen oder Hanf bestehen. Eine weitere Möglichkeit ist Fischöl, achten Sie jedoch darauf, woher das Öl stammt und welche Zusätze darin enthalten sind. Viele Fischsorten enthalten Quecksilber, dessen Toxizität mit Alzheimer in Verbindung steht.
  • Vermeiden Sie die Einnahme von Vitaminkomplexmitteln mit Kupfer oder Eisen: Die überschüssige Aufnahme dieser Nährstoffe kann große Gehirnprobleme auslösen, zudem sind diese Spurenelemente in unserer täglichen Ernährung ausreichend enthalten.
  • Reduzieren Sie das Kochen mit Utensilien aus Aluminium: Töpfe und Pfannen aus Aluminium sind ungesund. Dies gilt auch für Messlöffel oder Spateln. Es gibt noch viele laufende Studien, die die Rolle von Aluminium im Zusammenhang mit Alzheimer erforschen, es ist jedoch trotzdem jetzt schon förderlich, auf andere Materialien auszuweichen.
  • Gehen Sie dreimal in der Woche Walken: und zwar 40 Minuten lang und schwungvoll. Diese sportliche Aktivität hilft Ihnen dabei, Gewicht zu verlieren und weniger zu sitzen, zudem können Sie das Risiko, an Demenz zu erkranken, auf bis zu 50% reduzieren.

alzheimer4

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Bev Sykes, Andrea Nardi, Vince Alongi, Smanatha Ing. Martin Cathrae.

Auch interessant