5 Tipps für ein stabiles Nervenkostüm und gute Denkleistung

· 21 November, 2015
Mit unseren fünf Tipps lernst du, was du für starke Nerven und ein fittes Gehirn tun kannst

Besonders unter Stress merken wir: das eigene Nervenkostüm könnte etwas stabiler sein. Auch, wer schnell gereizt ist, ängstlich ist, sich wenig zutraut oder schnell überfordert ist, sollte versuchen, mit unseren Ratschlägen zu etwas mehr Ruhe zu kommen und die eigenen Nerven zu stärken. Was also hilft?

Obst und Gemüse für gute NervenAusgewogene Ernährung

Eine ausgewogene Mischkost, reich an frischem Obst und Gemüse, Ballaststoffen (zum Beispiel aus Vollkornprodukten), mageren Milchprodukten und gesunden Fetten hatte den besten Effekt auf den Erhalt der gesunden Gehirnstrukturen und Nervenverbindungen.

Besonders Menschen mit depressiven Verstimmungen leiden an Mineralstoffmangel. Meist fehlen Magnesium und Kalium. Magnesium wirkt auf die Synapsen der Nervenzellen ähnlich wie andere, verschreibungspflichtige Antidepressiva und wird in vielen Fällen sogar von Ärzten zur unterstützenden Behandlung bei depressiven Verstimmungen empfohlen.

Auch wer unter Stress steht hat einen erhöhten Bedarf an Magnesium.

Achte außerdem darauf, möglichst Vollkornprodukte zu essen. In Getreideprodukten stecken viele komplexe Kohlenhydrate, aus denen dein Körper selbst das Glückshormon Serotonin herstellen kann. Stelle deinem Körper also genug „Serotoninbausteine“ zur Verfügung!

Lezithin ist ein wichtiger Bestandteil unserer Zellmembrane. Die fettähnliche Substanz bewirkt, dass sich Nervenzellen leichter regenerieren und sich die Signalübertragung zwischen den Gehirnzellen verbessert. Außerdem wird Lezithin zu Acetylcholin umgebaut, dem bedeutendsten Botenstoff des Nervensystems. Pflanzliches Lezithin steckt besonders in Soja. Sojaprodukte sind reich an leicht verdaulichem Eiweiß, Eisen, Magnesium und Zink.

Das typische „Studentenfutter“ enthält Nüsse. Aber warum? Weil in Nüssen reichlich Cholin steckt. Das B-Vitamin ist die Vorstufe für den wichtigen Nervenbotenstoff Acetylcholin (Stichwort: Soja!) – ein Garant für volle Konzentration. Neben Omega-3-Fettsäuren enthalten viele Nüsse auch die Aminosäure Isoleucin, die ebenfalls das Denkvermögen steigert.

Schlaf fürs Gehirn und gute NervenAusreichend schlafen

Es ist nicht alleine die Dauer des Schlafes wichtig, auch die Qualität. Wer nicht richtig durchschlafen kann, schadet sich selbst. Das Lern- und Erinnerungsvermögen nimmt ab, der Stoffwechsel verändert sich, es folgt unweigerlich eine Gewichtszunahme, die Tagesmüdigkeit wird höher und führt zu „Blackouts“, die die Sicherheit (u.a. im Straßenverkehr) gefährden.

Schlafstörungen auf Dauer machen depressiv, können Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck verursachen und Schlafmangel schädigt zusätzlich das Immunsystem.

Neurologen vermuten, dass zu wenig Schlaf das Gehirn sogar nachhaltig schädigen kann. Fest steht: Wer zu wenig geschlafen hat, ist weniger „fit im Kopf“, schneidet in Konzentrationsübungen deutlich schlechter ab und kann sich Dinge wesentlich schlechter merken.

Auch über mehrere Jahre ungenügender Schlaf soll für einen Teil der Demenzerkrankungen verantwortlich sein. Der Grund: Wenn das Gehirn zu wenig Ruhe bekommt, können Stoffwechselprodukte wahrscheinlich nicht richtig abtransportiert werden, lagern sich im Gehirn an und führen dort langfristig zu Schäden.

Stricken für ruhige NervenKreativ sein

Kreativität führt dazu, dass sich ständig neue Hirnstrukturen bilden, die das Gehirn aktiv und vital halten. Dabei ist es egal, welcher kreativen Betätigung du dabei nachgehst: häkeln, stricken, nähen, malen, Handwerken, gärtnern, schreiben, dekorieren,… lasse deine Phantasie walten und setze deine Ideen in konkrete Taten und Handlungen um!

Hast du gerade keine Idee, was du schreiben, nähen, stricken, basteln oder häkeln kannst? Gehe spazieren! Bewegung fördert die Kreativität!

Bewegung für ruhige NervenBewegung

Wenn wir uns bewegen, wird das Gehirn besser durchblutet und dazu angeregt, neue Hirnzellen zu bilden. Bewegung versorgt das Gehirn mit Sauerstoff und verbessert so die Fähigkeit zur Konzentration und die Gedächtnisleistung.

Bewegung bringt nicht nur den Kreislauf in Schwung. Das körpereigene Glückshormon Serotonin wird ausgeschüttet und wirkt so doppelt gegen düstere Gedanken und Stress.

Wer sich an der frischen Luft bewegt, tut sich und seiner Stimmung doppelt gut: Tageslicht und Sonneneinstrahlung führen ebenfalls zur Ausschüttung von Serotonin, ein Spaziergang an der frischen Luft wirkt daher doppelt positiv!

Baue die Bewegung fest in deinen Tagesablauf ein: der Spaziergang in der Mittagspause oder die Verabredung zum Sportkurs am Abend mit einer Freundin. Allerdings sollte man es mit der Bewegung nicht übertreiben, denn zu viel Bewegung führt zu einer Überlastung und somit zum Rückbau von Zellen – und gerade das möchte man ja nicht erreichen.

Entspannung in der Natur für ruhige NervenNatur erleben

Wer jeden Tag die gleiche Routine „abspult“, die eigenen vier Wände wenig verlässt und nur auf der Couch dem Fernsehbild zuschaut, dem entgehen viele Sinneseindrücke, die das Gehirn trainiert halten.

Wer es regelmäßig nutzt, trainiert und erhält Denk- und Gehirnstrukturen und beugt dem geistigen Verfall vor. Dabei ist Abwechslung wichtig, sobald das Neue zur Routine wird, hilft es nicht mehr.

Daher sollte man Freundschaften pflegen, sich regelmäßig mit anderen treffen, gemeinsame Unternehmungen organisieren und die eigenen vier Wände möglichst oft verlassen, um für ständig neue Sinneseindrücke zu sorgen.

Bewegung in der Natur ist aber grundsätzlich die beste Variante, da durch zusätzliche äußere Reize der Natur (Geräusche, Lichtveränderungen, Farben, Bewegungen anderer,…) zusätzliche Reize für das Hirn entstehen. Solche Reize können dazu führen, dass sich Hirnareale neu vernetzen und neue Gehirnzellen gebildet werden.

Runter vom Sofa, raus in die Natur!