5 Ratschläge, wie du Alzheimer vorbeugen kannst

3 Mai, 2015

Im Alter an Alzheimer zu erkranken, ist die Sorge und Furcht vieler Menschen. Doch man kann bereits in jungen Jahren die richtigen Weichen stellen, um die Chance, später an Alzheimer zu erkranken, deutlich zu verringern.

 

Tipps zur Vorsorge gegen Alzheimer

Alzheimer ist die häufigste Demenzerkrankung, die durch Veränderungen im Gehirn im Alter entsteht. Nach bisherigem Forschungsstand ist Alzheimer nicht heilbar. Einmal daran erkrank, führt kein Weg zurück. Gerade deshalb ist es wichtig, alles zu tun, um Alzheimer zu vermeiden.

Abendessen

Auf die Ernährung kommt es an!

Bei einer Langzeitstudie in New York mit über 2000 Teilnehmern wurde untersucht, wie sich verschiedene Ernährungsformen auf das Risiko, an Alzheimer zu erkranken auswirkt. Das Ergebnis überrascht nicht: je weniger Alkohol und andere Nervengifte wie Nikotin die Menschen zu sich nahmen, desto geringer das Risiko, an Alzheimer-typischen Gehirnveränderungen zu erkranken. Eine ausgewogene Mischkost, reich an frischem Obst und Gemüse, Ballaststoffen (zum Beispiel aus Vollkornprodukten), mageren Milchprodukten und gesunden Fetten hatte den besten Effekt auf den Erhalt der gesunden Gehirnstrukturen. Je weniger Fleisch (aber Fisch!) die Ernährung enthielt, desto besser. Bei einer ausgewogenen, fettarmen und fleischreduzierten Ernährung mit Mischkostmahlzeiten ist der Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen wie Antioxidantien und Omega3-Fettsäuren besonders hoch und ausgewogen. Nur das Zusammenspiel all dieser Faktoren in ihrer natürlichen Zusammensetzung sorgte dafür, dass sich Gehirnstrukturen nicht negativ veränderten.

Spaziergang (Kopie)

Bewegung hält das Gehirn fit

Schon die Römer wussten: „In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist.“. Und zu einem gesunden Körper gehört nicht nur gesunde Ernährung, sondern auch Bewegung. Es muss kein Extremsport sein, aber ein erhöhter Anteil an Bewegung ist im Alltag leicht zu realisieren. Ein Spaziergang von 20 Minuten pro Tag reicht schon, um das Gehirn besser „auf Trab“ zu alten als daheim auf dem Sofa. Je nach Studie riskieren „Couch-Potatoes“, die sich zu wenig bewegen ein 20 bis 70 Prozent höheres Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Und das ist beeindruckend viel! Also runter vom Sofa und raus in die Natur zur Bewegung! Es kommt nicht auf Höchstleistung an, sondern auf Regelmäßigkeit.

Aktiver Geist

Das Gehirn muss man sich wie einen großen Muskel vorstellen, der nur dann richtig funktioniert, wenn er gut trainiert ist. Wird der Muskel nicht gefordert, baut er ab. So ist das auch beim Gehirn. Wer die eigenen vier Wände nicht mehr verlässt und nur auf der Couch dem Fernsehbild zuschaut, dem entgehen viele Sinneseindrücke, die das Gehirn trainiert halten. Wer sich auch im Alter keinen geistigen Herausforderungen stellt, wie zum Beispiel Volkshochschulkurse, Kreuzworträtsel, Senioren-Studiengänge, Bücher etc., der sorgt dafür, dass das Gehirn verkümmert. Wer es regelmäßig nutzt, trainiert und erhält Denk- und Gehirnstrukturen und beugt dem geistigen Verfall vor. Dabei ist Abwechslung wichtig, sobald das Neue zur Routine wird, hilft es nicht mehr.

Freundschaft

Freunde / soziale Kontakte

Auch der Austausch mit anderen Menschen und aktive, soziale Kontakte sind wichtig, um das Gehirn weiter fit und trainiert zu halten. Daher sollte man bis ins hohe Alter hinein Freundschaften pflegen, sich regelmäßig mit anderen treffen, gemeinsame Unternehmungen organisieren und die eigenen vier Wände möglichst oft verlassen, um für ständig neue Sinneseindrücke zu sorgen. Wer schon in jungen Jahren als Einzelgänger lebt und Einsamkeit mehr schätzt als Geselligkeit, der tut weder sich noch seinem Gehirn etwas Gutes: das Gehirn verkümmert. Je älter man in seiner Einsamkeit wird, desto größer der geistige Verfall. Wer im Alter alleine ist, sollte die verschiedenen Angebote in der Umgebung annehmen: Seniorentreffs, Ausflüge, Kaffeeklatsch, Besuche etc. So sorgt man selbst aktiv vor, um Alzheimer zu vermeiden!

Blutdruck

Bluthochdruck senken

Bei Bluthochdruck sind wichtige Bereiche im Gehirn anders durchblutet als bei Personen mit normalem Blutdruck. Gerade langfristig kann das zu Schäden am Gehirn führen. Studien deuten darauf hin, dass unbehandelter Bluthochdruck ein großer Risikofaktor von Alzheimer ist. Den Blutdruck sollten daher auch Jüngere schon im Auge behalten und ab und zu messen. Ist der Blutdruck zu hoch, muss sofort dagegen „gearbeitet“ werden. Tabletten sind nur die allerletzte Wahl, wer langfristig denkt, beseitigt die Ursachen des Bluthochdrucks: Übergewicht und Bewegungsmangel. Und das behebt man am effektivsten mit den ersten beiden unserer „Alzheimer-Prävention-Tipps“: richtige Ernährung und Bewegung. So schlägt man quasi „drei Fliegen mit einer Klappe“ und beugt Alzheimer dreifach vor. Auch du kannst heute damit anfangen, etwas gegen Alzheimer zu tun, je jünger du bist, desto besser!

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