5 erstaunliche Dinge, die Angstzustände auslösen können

30 Juli, 2016
Auch wenn wir den Bezug nicht erkennen, gibt es viele Dinge unseres Alltags, die Angstgefühle in uns auslösen können. Lerne, diese zu identifizieren, um das Problem zu lösen.

Angst, Unsicherheit und Sorgen, fehlendes Vertrauen und verlorene Hoffnungen wirken sich auch körperlich aus. Der Organismus bereitet sich auf Flucht oder Kampf vor, was zu verschiedenen Reaktionen führt. Die Angstzustände wirken sich bei jedem anders aus, auch die Auslöser sind sehr unterschiedlich.

Wir gehen anschließend näher auf mögliche Auslöser für Angstzustände ein, an die man meist nicht denkt, die jedoch die Situation verschlimmern können. 

1. Zu viel Schlaf

Vielleicht legst du dich nach einer schwierigen Nacht tagsüber ins Bett oder aufs Sofa. Du kommst mit der Situation nicht klar und verweilst lange in diesem Zustand.

Bewegungsmangel erhöht das Risiko, an Angstgefühlen zu leiden. Die meisten Wissenschaftler sind sich einig, dass eine schlechte Gesundheit und die Reduzierung der körperlichen Tätigkeit weitere Auslöser sein können.

Wenn du dich sportlich betätigst, wirst du sehen, dass sich das Problem reduziert. Ein weiterer Rat ist, deine Freunde oder Familie zu besuchen. Du musst die Sofa-Bett-Routine überwunden. Sei aktiv!

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2. Stadtleben

Skyline einer Großstadt die Angstzustände auslöst

Hektik, viele Menschen und für das Stadtleben typische Gewohnheiten können das Gleichgewicht stören.

Auch wenn dich Menschen und Lärm nicht weiter beeinträchtigen, darf nicht vergessen werden, dass auch die Umweltbelastung in einer Großstadt meist enorm ist und unter anderem Angstzustände auslösen kann.

Studien haben erwiesen, dass Landmenschen weniger an diesem Problem leiden als Stadtmenschen.

Ursachen und Auswirkungen wurden zwar noch nicht ausreichend untersucht, jedoch haben Wissenschaftler festgestellt, dass die Verschmutzung in der Großstadt die Werte der freien Radikalen beeinträchtigen kann.

Eine Möglichkeit wäre, dir ein Wochenende zu nehmen und auf dem Land zu entspannen. Auch wenn du nur einen Tag für einen Luftwechsel Zeit hast, kannst du schon einiges erreichen und die Hektik der Stadt zurücklassen. Das kann Wunder wirken.

3. Finanzielle Probleme

Eine Studie des europäischen College für Neuropsychopharmakologie (ECNP) hat Erstaunliches erwiesen.

Aus dieser Untersuchung geht hervor, dass Frauen in armen Gebieten häufiger an Angstzuständen leiden. Die männliche Bevölkerung leidet unter diesem Problem nicht so sehr.

Frauen, die finanzielle Sicherheit genießen, jedoch in Problemzonen leben, leiden trotzdem häufiger an diesem Problem. Bei finanzieller Unsicherheit und Sorgen erhöht sich bei Frauen die Wahrscheinlichkeit, an Angstzuständen zu leiden.

4. Fast Food

Wusstest du, dass auch Fast Food Angstzustände oder Depressionen auslösen kann?

In einer in der Zeitschrift British Journal of Pharmacology veröffentlichten Studie wird beschrieben, dass nachdem Mäuse 4 Monate lang fettreich ernährt wurden, diese eine höhere Teilnahmslosigkeit und gereiztere Nerven aufwiesen, als die 2. Gruppe, die eine Standardernährung erhielt.

Nach diesem Test erhielt diese Gruppe wieder eine normale Ernährung und die Symptome von Angst und Depression gingen zurück.

Du sollstes dir also bewusst sein, dass auch die Ernährung eine große Rolle spielt. Wenn diese viele ungesunde Fette enthält, solltest du deine Essgewohnheiten umstellen und dich gesund und ausgewogen ernähren. Gereiztheit und Nervenprobleme werden damit reduziert.

5. Angstzustände durch Lärm

Angstzustände werden auch von alltäglichem Lärm, der uns umgibt, ausgelöst. Industrie, Flugzeuge usw. können auch wenn es unglaublich klingt Übelkeit und Kopfschmerzen verursachen.

Wenn du in solchen Gegenden lebst oder arbeitest, suche ab und zu einen Ort, wo du dich in Ruhe entspannen kannst.

Wenn du vor Kurzem in eine verkehrsreiche Gegend umgezogen bist und das Problem hier begonnen hat, dann könnte die Ursache daran liegen.

Ein weiterer Umzug muss nicht gleich erwägt werden. Suche aber eine Aktivität, bei der du dich entspannen kannst. Regelmäßige Spaziergänge in ruhiger Umgebung, Yoga usw. können die Situation verbessern.

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Entspanntes Leben

Frau praktiziert Yoga gegen Angstzustände

Arbeit, Kinder und alle alltägliche Aufgaben, laute Nachbarn… all dies kann Angstzustände und Nervosität auslösen. Deshalb sind zumindest in der Freizeit Ruhe und Frieden gefragt.

Nicht immer können wir Situationen verändern, trotzdem können wir ein Gleichgewicht zwischen Anpassung und Veränderung finden.

Angstzustände haben, wie du siehst, viele Ursachen, die wir vermeiden können.

Pflege dein Wohlergehen, sorge für Ruhe und Entspannung und ernähre dich gesund. Die Reaktionen deines Körpers werden durch Umwelt, Ernährung und Lebensgewohnheiten ausgelöst. Wenn du öfter an Angst oder starker Nervosität leidest, solltest du ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

  • Fischer, H. R. (2008). Angst. Familiendynamik. https://doi.org/10.1177/1354067X9800400202
  • Riemann, F. (1997). Grundformen der Angst. Eine tiefenpsychologische Studie.
  • Pöldinger, W. (1988). Angst und Angstbewältigung. Therapeutische Umschau. https://doi.org/10.4321/S1699-65852004000300004