Welche Yogapositionen helfen beim Abnehmen?

Gibt es spezielle Yogapositionen, die das Abnehmen fördern oder unterstützen und daher bevorzugt während einer Abnehmdiät durchgeführt werden sollten?

Es gibt gefühlt unendlich viele Yogapositionen und jede an sich hat ihre Bedeutung und Funktion. Doch welche Yogapositionen sind ganz im Speziellen zum Abnehmen gedacht und können eine Gewichtsreduktion sinnvoll unterstützen?

Welche Yogapositionen gibt es?

Es gibt viele verschiedene Yogapositionen oder Asanas, weil es auch viele verschiedene Schulen des Yoga gibt. Nicht alle Positionen sind für Anfänger geeignet und auch nicht jede darf bei Schmerzen ausgeübt werden. Traditioneller, indischer Yoga zum Beispiel unterscheidet sich wesentlich von dem, was in Europa meist gelehrt wird.

Ziel des ursprünglichen Yoga war eigentlich, den Körper mit Asanas beweglich und dehnbar zu machen, damit er möglichst lange im Lotussitz während der Meditation verbleiben kann.

Heute wird Yoga bei uns meist eingesetzt, um den Körper sanft zu stärken, zu dehnen und Beweglichkeit auch im höheren Alter zu erreichen. Immer öfter hört man, dass bestimmte Yogapositionen auch zum Gewichtsverlust führen soll. Was ist dran?

Yogapositionen auf einem BergYoga unterstützt das Abnehmen

Yogapositionen sollen die Beweglichkeit und Dehnbarkeit fördern, sowie sanft die Muskulatur stärken. Dazu enthält Yoga klassischerweise viele Dehnübungen, die für Ungeübte nicht einfach auszuführen sind.

Du wirst aber merken, dass dein Körper immer dehnbarer und beweglicher wird, je öfter du Yoga praktizierst.

Manche Asanas basieren auch auf Halte- und Balanceübungen. Diese sind dazu da, Kontrolle über den eigenen Körper zu erlangen und in sich ruhen zu lernen.

Es sind insbesondere diese Übungen, die dich bei Abnehmdiäten unterstützen, denn diese Übungen stärken und kräftigen auch ganz nebenbei deine Muskelmasse.

Eine gesunde Muskulatur unterstützt das Abnehmen und stabilisiert das Körpergewicht in der Haltephase.

Risiko Muskelverlust bei Diät

Klassische Abnehmdiäten gehen meist zu Lasten der Muskelmasse. Die Muskelmasse wird auf der Waage auch nur in Kilos angezeigt und so hast du nicht die Kontrolle, was genau du abgenommen hast: Muskulatur oder Fett. Auch sogenannte „Körperanalysewaagen“ bringen darüber nur geringe Klarheit.

Diese „Fettwaagen“ funktionieren auf Basis von Impedanzmessung. Dabei geht ein kleiner Strom durch deinen Körper, der den elektrischen Widerstand misst. Weil jede Art von Zellen (Fett, Muskulatur, Wasser,…) einen anderen Widerstand hat, kann das Gerät damit die Zusammensetzung des gemessenen Körperbereichs berechnen.

Der klitzekleine Schönheitsfehler an diesen Waagen ist der, dass sich der Strom per physikalischem Gesetz immer den kürzesten Weg sucht. Bei Waagen, an denen sich die Sensoren unter deinen Füßen befinden bedeutet dies: ein Bein hoch, das andere wieder runter.

Die Zellmasse des Oberkörpers bleibt dabei völlig unberücksichtigt. Ähnlich verhält es sich bei solchen Analysegeräten, die in die Hände genommen werden. Diese berücksichtigen nur den Oberkörper.

Möchtest du also eine verlässliche Aussage über deine Körperzusammensetzung und über einen Diäterfolg, solltest du vor Beginn der Diät und im Laufe dessen zur Kontrolle deine Körperzusammensetzung professionell messen lassen. Dies wird von Ernährungsberatern angeboten, erkundige dich bei deiner Krankenkasse!

Yogapositionen in freier Natur

Um bei einer Abnehmdiät hauptsächlich Fett zu verlieren, ist eine professionelle Ernährungsberatung nötig.

Der Erhalt der Muskelmasse ist deswegen so wichtig, weil diese als „Verbrennungsmotor“ ja deine aufgenommenen Kalorien wieder verbrennt. Verkleinerst du den Muskelmotor durch falsche Diät, so sinkt dein Grundumsatz. Der Jojo-Effekt ist vorprogrammiert.

Erhältst du die Muskelmasse während der Diät, so fällt der Jojo-Effekt flach und du kannst auch in Zukunft dein neues Gewicht leichter halten.

Dies erreichst du zum einen mit der richtigen Diät, zu anderen aber auch durch konstante Bewegung. Die Bewegung während einer Reduktionsdiät sollte moderat sein, bitte falle nicht in Extreme, um besonders schnell besonders viel (Muskeln) abzunehmen.

Yoga ist eine sanfte Bewegungsform die insbesondere für Übergewichtige und Abnehmwillige geeignet ist, weil dabei weder Gelenke noch Kondition stark beansprucht werden.

Es ist eine sanfte Form, um den Körper während und nach einer Reduktionsdiät beweglich und geschmeidig zu machen, sowie um das Körperbewusstsein zu stärken und zu fühlen, wie du nach und nach die Kontrolle über deinen gesamten Körper – bis in die kleinsten Zehenspitzen (wieder) erlangst.

Yogapositionen übenWelche Yogapositionen sind besonders geeignet?

Es gibt keine Asanas, die gezielt an dieser oder jener Stelle das Fett schmelzen lassen könnten. Das gibt es in keiner Sportart. Es kommt darauf an, dass du dich bewegst, um den Grundumsatz zu erhöhen und die Muskulatur zu stärken und deinen Körper geschmeidig zu machen.

Das funktioniert mit allen Yogapositionen und allen Schulen des Yoga. Probiere es aus und steigere dich langsam. Du wirst merken, wie jegliche Positionen dir gut tun. Und das ganz unabhängig von einer Diät. Auch Normalgewichtige profitieren von Yoga!

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