Tipps gegen Regelschmerzen

Es muss nicht sein, dass du jeden Monat an Regelschmerzen leidest. Wir haben Tipps!
Tipps gegen Regelschmerzen

Geschrieben von Silke Neumann

Letzte Aktualisierung: 06. Januar 2019

Jeden Monat immer gleich: Mit schöner Regelmäßigkeit kommen mit der Monatsblutung die Regelschmerzen.

Manche spüren sie im Unterleib, andere im Rücken, wieder andere leiden an Verspannungen, während Glückliche ganz ohne Beschwerden durch die „Regel“ kommen. Wir haben Tipps für dich, um ebenfalls besser durch deine „Tage“ zu kommen!

Wie entstehen Regelschmerzen?

Bei der Monatsblutung wird die nicht benötigte Schleimhaut der Gebärmutter abgestoßen und ausgeschieden. Damit sich die abgestoßene Schleimhaut auch von der Gebärmutter lösen kann, zieht die Muskulatur diese zusammen.

Das führt besonders in den ersten zwei Tagen der Periode zu krampfartigen Regelschmerzen.

Die Regelschmerzen resultieren aus zwei Mechanismen: Einerseits kann die sich zusammenziehende Muskulatur schmerzen, andererseits wird die Gebärmutter durch das Zusammenziehen schlechter durchblutet und sorgt zusätzlich für Schmerz.

Erschwerend kommt hinzu, dass viele Frauen auf diese Schmerzen hin mit Verkrampfung der gesamten Unterleibsmuskulatur reagieren, was zusätzlich für neue Schmerzen sorgt – oder bestehende verstärkt. Was kannst du tun? Wir haben Tipps für Dich!

Regelschmerzen

Wärme

Wärme von außen entkrampft die Muskulatur. Sie kann wieder sanft entspannen und dafür sorgen, dass die Schmerzen nachlassen. Am Abend hilft ein warmes Vollbad, um besser einschlafen zu können und Verkrampfungen zu lösen und verspannte Muskeln zu lockern.

Über Tag kannst du dir eine Wärmflasche in den Rücken deines Stuhls oder auf deinen Bauch legen. Auch elektrische Wärmekissen oder traditionelle Körnerkissen wirken gut.

Ist dir das alles auf der Arbeit zu kompliziert oder du bist körperlich aktiv, probiere Wärmepflaster aus! Es gibt solche, die nur eine oberflächliche Wärme erzeugen.

Diese haben als Wirkstoff Capsaicin, ein Bestandteil der Chili-Schote. Dieser reizt die Haut, was zu Oberflächenwärme führt. Das ist NICHT das, was du brauchst!

Es gibt noch eine zweite Art Wärmepflaster. Diese arbeiten mit dünnen Eisenspänen, die mit dem Luftsauerstoff reagieren und bei der Oxidation Wärme frei geben.

Diese Wärme geht in die Tiefe durch deine Haut hindurch und wirkt genauso wie eine Wärmflasche! Nach ungefähr acht Stunden lässt die Wirkung nach – aber da bist du schon auf dem Heimweg, Richtung Badewanne…

Massage

Massage

Weil viele Frauen während ihrer Regel unbewusst am unteren Rücken verkrampfen, tut eine Massage jetzt besonders gut. Wer die Möglichkeit hat, sich im Fitness- oder Wellness-Studio eine Massage geben zu lassen, sollte die Termine möglichst auf die ersten Tage der Periode legen.

Eine Wärmebehandlung, z.B. mit Infrarot macht die Muskulatur vor der Massage noch zusätzlich weich.

Rauchen

Nichtrauchen

Nikotin wirkt gefäßverengend, vermindert somit die Durchblutung und verstärkt dadurch die Regelschmerzen. Nichtrauchen bringt, wie du weißt, noch sehr viele andere gesundheitliche Vorteile.

Vielleicht überzeugt dich die negative Wirkung von Zigaretten auf Regelschmerzen, endlich mit dem Rauchen aufzuhören?

Gemüse

Richtige Ernährung

Studien belegen: Frauen, die sich ausgewogen und reich an allen wichtigen Nährstoffen ernähren, leiden weniger oft sowie weniger ausgeprägt an Regelschmerzen.

Grund dafür ist der Magnesium- sowie Kaliumgehalt vieler naturbelassener Lebensmittel, beziehungsweise die negativen Auswirkungen von verarbeiteten Lebensmitteln wie Fast Food und Fertiggerichten auf den Kalium- Magnesiumhaushalt des Menschen.

Diese Mineralstoffe sind wichtig für die korrekte Reizübertragung von Nerven- sowie Muskelzellen.

Jeder weiß: Magnesiummangel kann zu Krämpfen führen! Auch genügend Vitamin B6 stabilisiert die Nerven sowie deren Reizübertragung.

Es nützt leider nichts, nur während der Periode gesund und ausgewogen zu essen, das muss schon langfristig passieren, damit die Regelschmerzen verschwinden!

Magnesium

Magnesium

Viele Frauen nehmen durch ihre Ernährung zu wenig Magnesium auf. Ernährungsideen, bei denen auf diese oder jene Nahrungsmittel verzichtet wird, ungesunde Diäten, FdH und auch die „Pille“ sorgen dafür, dass viele Frauen an einem versteckten Magnesiummangel leiden.

Ungefähr 600mg Magnesium pro Tag zusätzlich sollten es schon sein, damit der Mineralstoff bei Regelbeschwerden entkrampfend wirkt. Probiere es aus! Wichtig: Lies dir die Packungsaufschrift gut durch, damit du weißt, wie viele Brausetabletten deinem Bedarf entsprechen!

Stress

Entstressen

Stress kann Regelschmerzen verstärken. Frauen, die nicht ausgeglichen sind und unter psychischer Belastung stehen, leiden häufiger an Regelschmerzen als ausgeglichene Frauen, die „in sich ruhen“ – trotz Stress.

Versuche Strategien zu lernen, mit Stress und Belastungen besser umzugehen. Du profitierst nicht nur im Hinblick auf Regelschmerzen davon!

Arzt

Wann zum Arzt?

Wenn du der Meinung bist, dass deine Regelschmerzen wesentlich intensiver sind als früher. Wenn du meinst, dass deine Regelschmerzen deutlich schlimmer sind als die deiner Freundinnen.

Und wenn die Schmerzen dich so sehr beeinträchtigen, dass du während deiner Tage regelmäßig Schmerzmittel nimmst. Es gibt nämlich auch Krankheiten, die starke Regelschmerzen beeinflussen, z.B. Endometriose. Und da kann dir nur dein Arzt weiterhelfen!

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