Naturdünger selbstmachen: 5 Methoden

· 31 August, 2018
Einige Überreste von Lebensmitteln, die Kalium und Kalzium enthalten, können uns dazu dienen, organisches Düngemittel zur Nährung der Erde herzustellen. In unserem Artikel erklären wir dir, wie man sie benutzt, um unseren Pflanzen etwas Gutes zu tun.

Es gibt viele Formen, Naturdünger herzustellen, um den Pflanzen im Garten etwas Gutes zu tun. Viele Düngemittel kann man zwar in verschiedenen kaufbaren Präsenationen erhalten, doch es gibt auch 100-prozentig natürliche Zutaten, die der Erde eine Extra-Zufuhr an Nährstoffen verabreichen.

Es handelt sich hierbei eigentlich um Optionen, die schon seit dem Altertum benutzt werden, die jedoch im letzten Jahrhundert durch Kunstdünger ersetzt wurden. Der nährt zwar schnell die Erde, doch hat auf lange Sicht negative Effekte, da er sie letztendlich auslaugt.

Auch wenn die Wurzeln unserer Pflanzen nicht zwischen dem einen und anderen Dünger unterscheiden können, so führen die industriellen Produkte schließlich zu Unausgewogenheiten. Es vermindert sich nicht nur der Anteil an „guten“ Mikroben, sondern sie töten auch die Regenwürmer. Wie stellt man also Naturdünger her?

1. Naturdünger aus Bananenschalen

Bananenschalen zählen wegen ihres hohen Kaliumgehalts zu den besten Zutaten für Naturdünger. Dieses essenzielle Mineral ist neben Stickstoff eines der wichtigsten Nährstoffe für Pflanzen. Es trägt zur Photosynthese und der Bildung resistenter Gewebe bei.

Kalium unterstützt die Pflanzen ebenfalls, wenn sie nicht mehr so viele Blüten tragen oder trist wirken. Man kann die Bananenschalen natürlich oder als Tee zubereiten.

Zubereitung und Anwendung:

  • Schneide die Bananenschalen zuerst in Streifen und koche sie dann mit Wasser für 15 Minuten.
  • Nimm den Tee danach vom Herd und lasse ihn etwas ziehen.
  • Versprühe ihn nun auf die Erde um die Pflanze. Wenn du möchtest, kannst du die Bananenschalen ebenfalls dort lassen.

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2. Naturdünger aus Apfelessig

Die Essigsäure des Apfelessigs düngt Pflanzen, die in sauren Böden wachsen. Die Aufnahme der Nährstoffe unterstützt die Gesundheit der Pflanze und vermeidet ein „verbranntes“ Aussehen der Blätter.

Zubereitung und Anwendung:

  • Gib einfach einen Löffel Apfelessig zum Wasser, mit dem du die Pflanzen gießt.
  • Benutze dieses Rezept mindestens ein Mal pro Monat.

3. Naturdünger aus Eierschalen

Naturdünger aus Eierschalen

Normalerweise werden Eierschalen mit anderen natürlichen Zutaten gemischt, um Naturdünger herzustellen. Du kannst sie jedoch auch allein benutzen, da sie viel Kalzium enthalten. Das verhindert Fäulnis an den Wurzelspitzen bei Pflanzen wie Tomaten, Salatgurken und Aubergine.

Zubereitung und Anwendung:

  • Zermahle zuerst mehrere Eierschalen und füge sie dann zu den Wurzeln hinzu.
  • Du kannst die Eierschalen allerdings auch erst trocknen lassen und sie mit einem Mörser zu einem feinen Pulver verkleinern.
  • Nun brauchst du das Pulver nur noch um die Pflanzen herum streuen.

4. Naturdünger aus Holzasche

Naturdünger aus Holzasche kann dazu beitragen, dass Blumen und Früchte einiger Pflanzen reifen. Dieses natürliche Element enthält viel Kalium und Phosphor. Beide Mineralien reichern den Boden an.

Andererseits enthält dieser Dünger auch Substanzen, die Ameisen und andere Plagen abwehren. Man sollte ihn jedoch bei Pflanzen vermeiden, die in saurer Erde leben, da er den pH-Wert verändert.

Zubereitung und Anwendung:

  • Nimm zuerst eine ausreichende Menge an Holzasche und löse sie dann in Wasser auf.
  • Gieße danach die erwünschten Pflanzen mit dieser Mischung.
  • Wenn du möchtest, kannst du stattdessen auch eine dünne Schicht Asche zwei bis drei cm vom Stiel entfernt streuen.

Vorsicht: Stelle sicher, dass die Asche nicht von Holz stammt, das durch Schwermetalle oder andere Schadstoffe geschädigt wurde. Das könnte nämlich deinen Garten ruinieren.

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5. Naturdünger aus Algen

Naturdünger aus Algen

Eines der natürlichen Düngemittel, das nur wenige kennen, sind Algen. Diese Zutat kann man sowohl frisch als auch getrocknet erhalten. Algen enthalten starke Spurenelemente, die den „guten“ Mikroben, die in der Erde leben,  als Nährmittel dienen.

Damit erhalten die Pflanzen ein gesundes Aussehen und verwelken nicht. Dieser Dünger beschützt sie außerdem gegen einige Mikroorganismen, die Krankheiten hervorrufen können.

Zubereitung und Anwendung:

  • Zerkleinere eine großzügige Menge der Algen und gib sie danach in einen Eimer mit Wasser.
  • Decke den Eimer ab und lasse den Dünger dort zwei bis drei Wochen ziehen.
  • Befeuchte die Erde nach dieser Zeit mit der Flüssigkeit.
  • Für kleine Pflanzen sind schon zwei Tassen ausreichend. Wenn die Pflanze mittelgroß oder groß ist, dann solltest du vier bis sechs Tassen des Düngers verwenden.

Möchtest du die Pflanzen in deinem Garten stärken? Dann gib kein Geld für teure industrielle Dünger aus. Probiere zuerst die Zutaten in unserem Artikel aus und überzeuge dich von ihrer Wirkung.