Jod – ein wichtiges Mineral

23 August, 2014
Die vermehrte Einnahme von Jod sollte zuerst mit dem Arzt besprochen werden, zu viel ist nämlich genauso schädlich wie zu wenig. Ein adäquates Niveau hilft bei der Fettverbrennung und beugt Schilddrüsenbeschwerden vor.

Jod – Es gehört zu den wichtigen Grundmineralien unseres Körpers. Laut vielen Studien ist es das Mineral, das unserer Bevölkerung am meisten fehlt, da es nicht selbst synthetisiert werden kann.

Deshalb müssen wir genügend Jod über unsere Ernährung einnehmen.

Die meisten Nahrungsmittel enthalten sehr wenig, wobei es natürlich auch Lebensmittel gibt, die mit ihm angereichert werden (zum Beispiel jodiertes Salz). Am meisten ist in Meeresfrüchten oder Meerespflanzen zu finden, vor allem in den Algen.

Es ist für den menschlichen Körper lebenswichtig. Es wird im Darmtrakt absorbiert und dann über die Blutbahnen zu den Schilddrüsen transportiert, damit daraus Hormone hergestellt werden können.

Lesetipp: Die Physiologie der Schilddrüse

Weiter hilft es, Fett zu verbrennen und auch Krankheiten wie Kröpfe oder Schilddrüsenbeschwerden zu vermeiden. Im Folgenden erfährst du mehr darüber.

Vorteile von Jod

  • Eine ausreichende Menge an Jod im Blut ist notwendig, um die Produktion des Schilddrüsenhormons Thyroxin zu ermöglichen.  So können Krankheiten wie Kröpfe oder Schilddrüsenbeschwerden vermieden werden.
  • Es erlaubt die korrekte Funktion unseres Stoffwechsels, wie z.B. das Wachstum bei Kindern oder die korrekte Funktion des Nervensystems.
  • Es ist unabdingbar, um Kohlenhydrate sowie Cholesterin zu synthesieren.
  • Und es liefert uns Energie und ist wichtig für die Gesundheit unserer Zellen.
  • Es verbrennt überschüssiges Fett.
  • Dank dem Jod sind unsere Nägel, unsere Haare und unsere Zähne stark und gesund.
  • Es kann auch äußerlich angewendet werden, wie zum Beispiel für die Desinfektion von Wunden. Es wird auch häufig dem Trinkwasser beigesetzt.

Symptome, die bei einem Jodmangel auftreten

Wenn der Körper nicht mit ausreichend versorgt wird, können folgende Mangelerscheinungen auftreten:

  • Kröpfe
  • Unterfunktion der Schilddrüse
  • Kältegefühl
  • Müdigkeit, Schmerzen in den Gelenken
  • Schlaflosigkeit
  • Trockene Haut und trockene Haare
  • Verstopfung
  • Kretinismus: Kinderkrankheit mit physischem und mentalem Zurückbleiben

Wo finden wir es?

Fisch und Meeresfrüchte

Lachs

Das Meer ist ein natürliche Jodquelle. Deshalb ist es sehr empfehlenswert, dass wir mindestens dreimal pro Woche Fisch oder Meeresfrüchte auf unseren Speiseplan setzen.

Sie enthalten viele Vitamine der Gruppe B, die Vitamine A, D und E sowie Omega 3 Fettsäuren, die sehr wichtig für unsere Gesundheit sind.

Deshalb wird der Verzehr von Lachs, Hering, Crevetten, Garnelen, Kabeljau, Muscheln sowie Seezunge empfohlen.

Gemüse

Rote Bete

Vielleicht bist du es nicht gewohnt Kelp-Algen als Gemüse zu essen, diese liefern jedoch eine große Menge an dem Mineral.

Deshalb solltest du Algen von Zeit zu Zeit auf deinen Speiseplan setzen. Neben den Algen sind auch Zwiebel, Rote Beete, Mangold, Spinat, Gurke, Grüne Bohnen, Kresse und Knoblauch eine gute Jodquelle. Knoblauch hat zudem auch eine antibakterielle Wirkung.

Käse

käse

Einige Käsesorten sind auch sehr geeignet, um unseren Bedarf an Jod zu decken. Zum Beispiel der Cheddar-Käse, der 39 Milligramm Jod pro 100 g enthält. Auch der Manchego-Käse (sowohl der halbreife und frische, als auch der in Öl eingelegte): 100 Gramm liefern 34 Milligramm Jod.

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Getreide

getreide

Viele der täglich konsumierten Getreidesorten, wie Reis, Weizen, Roggen, etc. enthalten eine beachtliche Menge an Jod. 100 Gramm Maismehl enthalten 80 Milligramm Jod.

Einige Warnhinweise zu Jod

Du solltest stehts deinen Arzt konsultieren um zu wissen, ob du Jod zusetzen sollest oder nicht. Du solltest nicht einfach zur Vorsorge jeden Tag Algen sowie jodiertes Speisesalz konsumieren.

Eine zu hohe Menge an Jod ist nämlich für unseren Körper schädlich und es kann u.a. zu einer Überfunktion der Schilddrüsen kommen. Weiter sollten dann auch einige Medikamente nicht gleichzeitig mit Jod eingenommen werden.

Wenn du Zweifel hast, dann frage am besten immer deinen Arzt. Klar ist auf jeden Fall, dass du dich stets gesund und ausgewogen ernähren solltest, mit vielen Früchten, Gemüse und Getreide. So tust du für deine Gesundheit etwas Gutes.

  • Zimmermann, M. B. (2009). Iodine deficiency. Endocrine Reviews. https://doi.org/10.1210/er.2009-0011
  • Leung, A. M., & Braverman, L. E. (2014). Consequences of excess iodine. Nature Reviews Endocrinology. https://doi.org/10.1038/nrendo.2013.251