6 Gewohnheiten, die deinem Nacken schaden

3 Oktober, 2016
Um deinen Nacken zu schonen, solltest du bestimmte schädliche Gewohnheiten vermeiden. Somit verhinderst du unnötige Beschwerden.

Rund 67% der Bevölkerung leiden an Nackenschmerzen. Gehörst du auch zu dieser Gruppe? Kennst du die Gewohnheiten, die deinem Nacken schaden? Welche Vorkehrungen triffst du, um die anhaltenden Beschwerden zu vermeiden?

Nackenschmerzen werden meist durch falsche Körperhaltung oder sich stets wiederholende Bewegungen ausgelöst. Dies kann eine Belastung, eine Verletzung der Bänder oder Spasmen der Nackenmuskeln verursachen.

In den meisten Fällen sind es also schlechte Gewohnheiten, die dem Nacken schaden. Auch andere Gesundheitsbeschwerden können zu Nackenschmerzen führen, ohne dass wir uns darüber bewusst sind.

Heute erklären wir dir, welche Gewohnheiten du verändern solltest, um Nackenschmerzen zu vermeiden.

Bewegungsmangel

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Eine geringe körperliche Betätigung schadet dem Körper in vielen Aspekten

Bewegungsmangel ist ist auch für den Nacken schädlich, denn die Bandscheiben benötigen Bewegung, um das notwendige Gleichgewicht der Zellen zu erhalten.

Die Struktur der Wirbelsäule ermöglicht es uns, uns zu bewegen. Bei mangelnder Bewegung können jedoch Verletzungen entstehen, wobei sich Schmerzen insbesondere im Nacken konzentrieren.

Wie kann dies verhindert werden? Sportliche Tätigkeit jeder Art kann helfen:

  • Spazieren oder Gehen
  • Laufen
  • Schwimmen
  • Tanzen
  • Yoga

Vor allem am Anfang solltest du dich nicht überfordern. Wenn du von heute auf morgen mit einer intensiven sportlichen Routine beginnst, könntest du dich nicht nur am Nacken verletzen, sondern auch an den Knien oder der Wirbelsäule.

Lesetipp: 6 Techniken für eine gerade Haltung

Schlechte Haltung

Es sind viele, die sich mit Nackenschmerzen quälen, und oft ist langes Sitzen am Computer schuld daran, denn dabei wird die natürliche Beugung der Wirbelsäule nicht berücksichtigt.

Durch die mangelhafte Stütze des unteren Rückenbereiches sowie eine fehlende Stütze der Arme, neigen viele, die lange am Computer sitzen müssen, sich nach vorne zu beugen.

Diese Körperhaltung in C-Form schadet dem Nacken. Es entsteht zusätzlicher Druck am Nacken und im lumbosakralen Bereich.

Ideal wäre ein ergonomischer Arbeitsplatz, um deine Körperhaltung zu verbessern sowie deine Gesundheit zu schonen. Außerdem solltest du alle 30-40 Minuten die Körperhaltung wechseln (ein Alarm an deiner Uhr kann dich immer daran erinnern).

Dies ermöglicht folgendes:

  • Das Blut fließt wieder.
  • Die Durchlutung wird verbessert.
  • Die Wirbelsäule kann etwas ruhen.

Deine Körperhaltung kann jedoch auch durch andere Faktoren beeinflusst werden: unangebrachtes Schuhwerk, das Tragen von zu hohem Gewicht (Einkaufstüten oder Rucksack) usw.

Wusstest du, dass du nicht mehr als 10% deines Gewichtes tragen solltest? Auch wenn es nicht immer einfach ist, sollte dies vor allem bei Kindern beachtet werden, denn sie tragen in der Schultasche oft viel zu schweres Gewicht.

Rauchen schadet dem Nacken

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Rauchen ist wie allgemein bekannt für die Gesundheit sehr schädlich, auch für den Nacken. Diese schlechte Gewohnheit kann überdies zu chronischen Nackenschmerzen führen!

Rauchen verursacht eine Dehydratation der Bandscheiben und beschleunigt die Degeneration. In der Folge kommt es zu Bandscheibenvorfällen oder Druck auf die Wirbelsäule.

Rauchen führt auch zur Verstopfung der Blutgefäße, was wiederum dazu führt, dass u.a. die Wirbelsäule mit der Zeit weniger Sauerstoff erhält.

Ständiger Gebrauch des Handys

Kontinuierlich am Handy tippen kann nicht nur deine Finger belasten. Jedes Mal wenn du nach unten auf dein Handy schaust, werden dabei die Nackenmuskeln angespannt.

Stelle dir einen Medizinball auf einem T-förmigen Golfschläger vor. Dein Kopf wiegt ca. 5 kg, was eine hohe Belastung ist, wenn der Medizinball wieder auf den Golfschläger gesetzt wird.

Weniger Zeit am Handy oder dieses bei Benutzung in Augenhöhe zu halten, könnten das Problem reduzieren.

Alkohol

Auch zu wenig Schlaf kann am nächsten Morgen unangenehme Nackenschmerzen verusachen. Dies kommt sehr häufig vor, insbesondere wenn man am Vorabend Alkohol trinkt.

Der Grund dafür ist, dass man sich im Schlaf normalerweise öfters wendet und die Körperlage verändert. Nach der Einnahme von Alkohol wird die Schlafposition jedoch kaum verändert.

Dadurch kann es dazu kommen, dass der Nacken unbequem liegt und deshalb Verspannungen auftreten. Um dies zu vermeiden, reduziert man am besten den Alkoholkonsum, damit man die Kontrolle über den Körper nicht verliert. Am besten verzichtest du ganz auf Alkohol!

Leseempfehlung: Film-Experiment: das passiert wenn man einen Monat auf Alkohol und Zucker verzichtet

Bett und Kissen sind nicht bequem

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Oft sind wir uns dessen nicht bewusst: Zu hohe oder zu weiche Kissen können dem Nacken ebenfalls schaden. Dadurch wird nämlich die korrekte Haltung des Kopfes gestört, was sich auf den Nacken auswirkt.

Eine zu weiche Matratze ist ebenfalls ein Fehler, da damit Druckpunkte auf die Wirbelsäule entstehen. Und ein zu hartes Bett verhindert die natürliche Krümmung der Wirbelsäule, um bequem zu liegen.

Wähle also eine solide Matratze und ergonomische Kissen aus, um Kopf und Wirbelsäule beim Schlaf durch eine falsche Lage nicht zu belasten.

Lege schlechte Gewohnheiten ab

Hast du deine falschen Gewohnheiten erkannt? Dann ist es an der Zeit diese zu verändern, um deinen Nacken zu schonen und Beschwerden zu vermeiden.

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