6 Ernährungsgewohnheiten, die zu Angst und Depression führen können

· 18 Februar, 2017
Deine Ernährungsgewohnheiten haben einen direkten Einfluss auf deine emotionale Gesundheit. Wenn du an Angst oder Depression leidest, solltest du zusätzlich zu anderen Maßnahmen auch deine Ernährung umstellen, um Komplikationen zu vermeiden.

Bei einer gesunden Ernährung denkt man als Erstes an einen gesunden Körper. Ungesunde Ernährung kann zu Angst und Depressionen führen.

Doch gesunde Ernährungsgewonheiten haben noch viel mehr Vorteile. Du kannst damit auch deine mentale Gesundheit fördern!

Natürlich gibt es verschiedenste Einflussfaktoren, die sich auf die Gemütsstimmung, die zur Verfügung stehende Energie und die innere Ausgeglichenheit auswirken.

An manchen Tagen fühlst du dich richtig wohl, an anderen wiederum bist du ohne offensichtlichen Grund müde, traurig und unmotiviert.

Aus diesem Grund ist es wichtig, die Auswirkung der Ernährungsgewohnheiten auf die emotionale Gesundheit zu verstehen, da diese beispielsweise auch Angst und Depression fördern können.

1. Abhängigkeit von Koffein

Kaffee kann dir zu bestimmten Tageszeiten zu Energie verhelfen, damit du es schaffst, all deinen Verpflichtungen nachzukommen. Am Morgen trinkst du vielleicht die erste Tasse und am Mittag eine weitere, um nach dem Essen wieder in Schwung zu kommen.

Koffein kann jedoch auch negative Auswirkungen auf das Gehirn haben. Wenn sich diese Substanz zu einer täglichen Notwendigkeit entwickelt, verlangt dein Körper danach, um funktionieren zu können. 

Wenn du keinen Kaffee trinkst, sinkt der Serotoninspiegel und dies führt zu Reizbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Angst. Deshalb solltest du dir das Kaffeetrinken nicht zur Gewohnheit machen.

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2. Ungesunde Ernährungsgewohnheiten: zu viel Zucker

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Der durchschnittliche Konsum von Zucker beträgt 16 Esslöffel am Tag! Dies ist hauptsächlich deshalb der Fall, da viele Fertigprodukte große Mengen an Zucker enthalten. Ein übermäßiger Konsum von Zucker zählt jedoch zu den schlechtesten Ernährungsgewohnheiten.

Damit wird beispielsweise der Serotoninspiegel stark beeinflusst. Dieses Hormon ist für verschiedene Körperfunktionen grundlegend, beispielsweise für

  • die Regulierung des Schlaf-Wach-Zyklus,
  • die Schmerzkontrolle,
  • den Blutdruck,
  • die Verdauung oder etwa
  • die Temperaturregelung.

Ein niedriger Serotoninspiegel wird mit depressiven Zuständen assoziiert. Andererseits kann sich dadurch der Blutdruck und auch die Produktion von Cortisol erhöhen. 

Gleichzeitig könnte es zu einer vermehrten Bildung von Schilddrüsenhormonen und auch zu Verdauungsbeschwerden kommen.

Es besteht sogar die Gefahr von Schwierigkeiten mit dem Fortpflanzungssystem (verminderte Fruchtbarkeit oder Fehlgeburt).

3. Alkoholkonsum

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Die meisten wissen, dass Alkohol Depressionen und Angst auslösen kann.

Trotzdem trinken viele immer wieder ein Gläschen zu viel, ohne sich darüber bewusst zu sein, welche Konsequenzen dies außer dem Kater am nächsten Tag noch haben kann.

Alkohol wirkt gleichzeitig stimulierend. Das heißt, dass damit die erregende Wirkung des Botenstoffes Glutamat kurzfristig gedämpft wird, gleichzeitig jedoch Neurotransmitter, die das Immunsystem hemmen, vermehrt freigesetzt werden. 

Deshalb sind bei zu viel Alkohol die Gedanken, die Sprache und die Bewegungen langsamer. Je mehr du trinkst, umso mehr werden diese Effekte sichtbar.

Aus diesem Grund kommt es auch häufig zu aggressivem oder impulsivem Verhalten, wenn man Alkohol trinkt.

4. Zu viel frittierte Speisen

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Jeder hat irgendwann einen schlechten Tag, es ist ganz normal, dass man dann auf Dinge zurückgreift, die die Stimmung verbessern.

Zu den häufigsten Lenbensmitteln zählen in diesem Fall:

  • Pizza
  • Hamburger
  • Pommes Frites

Wie oft hast du diese Gerichte schon gegessen und dich danach besser gefühlt? Vielleicht konsumierst du diese Lebensmittel häufig, weil du nicht weißt, was du deiner mentalen Gesundheit damit antust. 

Frittierte Speisen werden mit hydriertem Öl hergestellt, sie enthalten Transfette, die für den Organismus sehr schädlich sind und auch eine Gewichtszunahme bewirken.

Darüber hinaus stehen diese Lebensmittel in enger Verbindung mit Depressionen und Angst.

5. Zu viel Salz kann Angst und Depressionen fördern

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Wenn du Salz liebst, solltest du wissen, dass der übermäßige Konsum für deine Allgemeingesundheit sehr schädlich ist.

Zu viel Salz führt zu einem erhöhten Blutdruck, dein Herz muss sich dann bedeutend mehr als normalerweise anstrengen.

Doch auch zu wenig Salz kann zu physischen und mentalen Beschwerden führen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Depression,
  • Frust,
  • Müdigkeit,
  • Feindlichkeit oder
  • Ressentiment.

Es ist deshalb wichtig, für einen ausgeglichenen Salzkonsum zu sorgen. Salzarme kost ist zwar nicht so lecker, doch wenn du dich allmählich daran gewöhnst, wird dir diese Angewohnheit von großer Hilfe für deine Gesundheit sein. 

Lesetipp: Wenn jemand an einer Depression leidet, solltest du diese Dinge nicht sagen

6. Verzicht auf das Frühstück

Manche verzichten häufig auf das Frühstück, doch es handelt sich um eine der wichtigsten Mahlzeiten des Tages.

Wenn man das Frühstück auslässt, fällt die Leistungsfähigkeit des Gehirns ab, da zu wenig Energie zur Verfügung steht.

Wenn du anfällig für Depressionen und Angst bist, benötigt dein Gehirn besonders viel Energie. 

Vielleicht hast du schon einmal nicht nur das Frühstück, sondern auch das Mittagessen ausgelassen, weil du keinen Hunger hattest.

Dies kann darauf zurückzuführen sein, dass sich dein Körper daran gewöhnt, zu dieser Stunde nichts zu essen, wenn du diese Gewohnheit über einen langen Zeitraum ausführst.

Es handelt sich um eine der Ernährungsgwohnheiten, die sehr negative Folgen für die Gesundheit haben können.

Deshalb ist es am besten, jeden Tag zu frühstücken. Dein Körper und dein Geist werden dir dafür dankbar sein.

  • Melanson, K. J. (2007). Nutrition Review: Relationships of Nutrition With Depression and Anxiety. American Journal of Lifestyle Medicine. https://doi.org/10.1177/1559827607299725
  • Canetti, L., Bachar, E., & Berry, E. M. (2002). Food and emotion. Behavioural Processes. https://doi.org/10.1016/S0376-6357(02)00082-7