4 Tipps für eine leichtere Menstruation

· 21 Juni, 2018
Jede Frau ist anders, auch der Menstruationszyklus. Die Stärke der Blutungen kann phasenweise schwanken. Hier findest du verschiedene Tipps, um die Kontrolle zu bewahren! 

Eine starke Monatsblutung ist keine Seltenheit. Viele Frauen leiden in dieser Zeit an Müdigkeit, Erschöpfung und Antriebslosigkeit. Auch wenn die Periode durch Hormone reguliert wird, gibt es verschiedene Möglichkeiten für eine leichtere Menstruation, mit denen auch Beschwerden wie Krämpfe gelindert werden können.

Starke Blutungen können die Lebensqualität in dieser Zeit beeinträchtigen, deshalb ist es gut, verschiedene Tipps zu kennen, um Beschwerden zu reduzieren.

Tipps für eine leichtere Menstruation

Als Erstes solltest du dich ärztlich untersuchen lassen, um die Ursachen für deine starke Monatsblutung herauszufinden. Dein Arzt wird dich dann beraten und entscheiden, ob eine Behandlung notwendig ist. Gleichzeitig können dir folgende Tipps für eine leichtere Menstruation helfen.

1. Verbessere deine Ernährung

gesunde Ernährung für leichtere Menstruation

Entscheide dich für eine gesunde Ernährung, die alle wichtigen Nährstoffe, wie Eiweiße, Eisen und Calcium, liefert. Eisen ist besonders wichtig, da dieses Mineral für die Bildung der roten Blutkörperchen benötigt wird. Du kannst bei einer starken Monatsblutung damit Blutarmut verhindern.

Vitamin C ist ebenfalls sehr wichtig, da damit Eisen besser aufgenommen werden kann. Du solltest deshalb regelmäßig Nahrungsmittel essen, die beide Vitalstoffe enthalten, um die Menorrhagie zu lindern.

Zu empfehlen sind beispielsweise folgende Lebensmittel:

  • Nüsse
  • grünes Gemüse
  • Joghurt
  • Käse
  • Orangen
  • Erdbeeren und andere Beeren
  • Dörrpflaumen
  • Aprikosen

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2. Nahrungsergänzungsmittel

Damit kannst du die Wirkung bestimmter Nahrungsmittel verbessern. Zu empfehlen sind beispielsweise Ergänzungsmittel mit Eisen, Mangan, Zink, Calcium und Vitamin B6. Du kannst ein Multivitaminpräparat oder einzelne Vitalstoffe in deine Ernährung einbauen. Lasse dich von deinem Arzt beraten!

Eisentabletten können hilfreich sein, um eine leichtere Menstruation zu erreichen. Auch Vitamin B ist wichtig, denn damit wird ein Überschuss an Östrogen in der Leber abgebaut und die Synthese von Prostaglandin stimuliert. Diese hormonähnliche Substanz ist grundlegend, um ungewöhnliche Blutgerinnsel zu verhindern.

3. Kräutertees für eine leichtere Menstruation

Kräutertees für eine leichtere Menstruation

Es gibt verschiedene Heilpflanzen, die schon seit Langem verwendet werden, um starke Regelblutungen zu kontrollieren. Damit kann zum Teil auch ein unausgeglichener Hormonhaushalt reguliert werden.

Folgende Heilpflanzen eignen sich ausgezeichnet, um eine leichtere Menstruation zu erlangen, denn sie erhöhen die Progesteronproduktion und entspannen die Gebärmuttermuskeln:

  • Frauenmantel
  • Gewöhnliches Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris)
  • Mönchspfeffer
  • Zimt
  • Himbeerblätter

4. Kalte Umschläge

Auch mit Kälte kann eine leichtere Menstruation erreicht werden. Du kannst damit Schmerzen und Schwellungen lindern, da sich durch die Kältebehandlung die Blutgefäße zusammenziehen, was den Blutverlust reduziert.

Am besten verwendest du einen Eisbeutel, den du auf den Bauch legst. Lasse ihn 20 Minuten wirken, mache eine Pause und lege ihn dann noch einmal auf (2 – 4 Stunden). Führe die Behandlung so lange durch, bis die Symptome verschwunden sind.

Wenn du ein starkes Kältegefühl hast oder deine Haut taub wird, musst du das Eis entfernen!

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Wie viel ist normal?

leichtere Menstruation erreichen

Wie viel Blutfluss noch im Bereich des Normalen liegt, ist eine häufige Frage. Dabei spielen auch die Regelmäßigkeit, die Intensität und die Dauer der Menstruation eine wichtige Rolle.

Im Normalbereich liegt ein Zyklus, der sich alle 21 bis 35 Tage wiederholt. Die durchschnittliche Intensität liegt zwischen 30 und 80 ml, die Durchschnittsdauer zwischen 3 und 7 Tagen. Zu den Abweichungen gehört unter anderem eine leichte braune Zwischenblutung in der Mitte des Zyklus.

Darüber hinaus gibt es folgende Zyklusstörungen: Polymenorrhoe (Dauer der Menstruation länger als 7 Tage), Oligomenorrhoe (Dauer kürzer als 3 Tage) und Opsomenorrhoe (Zyklen von mehr als 35 Tagen).

Weitere Störungen sind: Hypermenorrhoe (Blutung mit mehr als 80ml/Zyklus) und Hypomenorrhoe (geringe Regelblutung). Jede Abweichung muss ärztlich untersucht werden. Der behandelnde Arzt wird entscheiden, ob und welche Therapie notwendig ist.

Gesundheitliche Aspekte

Du solltest starke Regelblutungen so gut wie möglich kontrollieren, denn sie können deinen Alltag beeinflussen, zum Beispiel sportliche Aktivitäten, die emotionale Gesundheit oder dein Gesellschaftsleben.

Es können auch schwere Gesundheitsprobleme, zum Beispiel durch Eisenmangel, entstehen. In der Regel führt eine starke Menstruation auch zu Schwindel, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Koliken, Krämpfen, Sauerstoffmangel, verschwommener Sicht und Arrhythmie. 

Wenn die Intensität deines Menstruationszyklus nicht krankheitsbedingt ist und keine ärztliche Behandlung notwendig ist, können dir diese 4 Tipps helfen, eine leichtere Menstruation zu erreichen. Du kannst so diese unangenehmen Augenblicke vergessen und dein Glück, eine Frau zu sein, genießen.