Wie werden Magengeschwüre erkannt?

· 16 April, 2016
Ursachen für ein Magengeschwür können entzündungeshemmende Medikamente oder auch eine genetische Veranlagung sein. Deshalb ist in diesen Fällen besondere Vorsicht zu empfehlen.

Zahlreiche Menschen haben Magengeschwüre. In den meisten Fällen handelt es sich um eine durch die Bakterie Helicobacter Pylori verursachte Entzündung, die nicht unbedingt auf die Ernährung sowie schwankende Gemütszustände zurückzuführen ist, wie oft fälschlicherweise geglaubt wird.

In diesem Artikel erklären wir dir, wie du Magengeschwüre erkennen kannst, um eine entsprechende Behandlung durchführen zu können.

Wichtige Daten über Magengeschwüre

Ein Magengeschwür ist eine tiefe Verletzung der Magenschleimhaut. Daran können sowohl Frauen als auch Männer erkranken. Eines der Hauptsymptome ist Sodbrennen im Magen- bzw. Bauchnabelbereich, auch bei leerem Magen.

Lesetipp: Die richtige Pflege für den Magen, so kannst du Krankheiten vorbeugen

Wie weiß ich, ob ich ein Magengeschwür habe?

Lerne, die Symptome eines Magengeschwürs zu erkennen, um eine entsprechende Behandlung einleiten zu können:

Bauchschmerzen

Bauchschmerzen

Zwischen Brustbein und Bauchnabel verspüren viele auch ohne Anstrengungen oder zu viel Essen stechende Schmerzen, wobei Intensität und Dauer variabel sind.

Dieser Schmerz erscheint vor allem zwischen den Mahlzeiten, wenn sich der Magen leert. In der Nacht oder bei Hunger (wenn viel Zeit seit der letzten Kost verstrichen ist) macht sich häufig ein unangenehmes Brennen bemerkbar.

Weitere Symptome

Magengeschwüre können verschiedene Symptome aufweisen, die nicht immer gleichzeitig auftreten und auch ausbleiben können. Achte auf folgende Beschwerden:

  • Häufigeres Aufstoßen
  • Blähungen
  • Schwieirigkeiten beim Trinken
  • Völlegefühl bei leerem Magen
  • Leichter Brechreiz in den frühen Morgenstunden
  • Appetitlosigkeit
  • Allgemeines Unwohlsein
  • Müdigkeit
  • Gewichtsverlust

Symptome eines ernsten Geschwüres

Wenn du den genannten Symptomen keine Beachtung geschenkt und keine entsprechende Behandlung eingeleitet hast, kann das Leiden chronisch werden und folgende Beschwerden auslösen:

  • Erbrechen (auch mit Blut)
  • Teerstuhl (dunkelgefärbter Stuhlgang)
  • Blut im Stuhl

Veranlagung

Magengeschwür

Auch wenn Magengeschwüre durch eine Bakterie verursacht werden, besteht bei manchen Menschen eine genetische Veranlagung. Folgende Faktoren können in diesem Fall ausschlaggebend sein:

  • Bestehende Infizierung mit H. Pyroli.
  • Häufiges Einnehmen von entzündungshemmenden Arzneimitteln (z.B. Aspirin oder Ibuprofen).
  • Familiäre Vorgeschichte.
  • Erhöhter Alkoholkonsum.
  • Harnwegs-, Lungen- oder Lebererkrankung.
  • Ab einem Alter von 50 Jahren erhöht sich das Risiko.

Tipps zur Vorbeugung

Solltest du die obengenannten Symptome verspüren oder zu der Risikogruppe gehören, empfiehlt es sich, bestimmte Lebensgewohnheiten zu verändern, denn am besten ist immer noch die Vorsorge:

Gib das Rauchen auf

Die Entwicklung eines Magengeschwürs steht in engem Zusammenhang mit dem Zigarettenkonsum. Darüber hinaus heilen die Wunden an der Magenschleimhaut langsamer und das Risiko für einen Rückfall ist bei Rauchern ebenfalls größer.

Meide schädliche Lebensmittel

Zitrone

Folgende Nahrungsmittel sollten gemieden werden, um den Magen zu schonen:

  • Kaffee
  • Schokolade
  • Alkohol
  • Pfefferminze
  • Tomate
  • Fett
  • Scharfe Lebensmittel
  • Roher Knoblauch
  • Zitrusfrüchte

Weniger Medikamente

Bestimmte Arzneimittel lindern und heilen zwar Krankheiten, verschlechtern jedoch den Zustand bei Magengeschwüren.

Dazu zählen beispielsweise entzündungshemmende Medikamente gegen Arthritis oder Muskelschmerzen, welche die Magenschleimhaut angreifen. Lass dich von deinem Arzt beraten, vielleicht gibt es dann auch natürliche Alternativen.

Mehr zum Thema: 4 Heilmittel aus der Natur gegen schmerzhafte Arthritis

Säfte und Heilmittel gegen Magengeschwüre

Olivenöl

Symptome eines Magengeschwürs können durch natürliche Heilmittel gelindert werden:

  • Vermische 2 Eigelb mit 2 EL Olivenöl und nimm diese Mischung dann morgens auf leeren Magen ein.
  • Bereite einen Saft aus 1/2 Grünkohl sowie 1 Staude Sellerie zu. Gib etwas Wasser und Honig zum Süßen hinzu.
  • Iss täglich 1 gekochte Banane.
  • Trinke 2 Mal am Tag einen Shake aus 1 Banane sowie 1 Scheibe Papaya.
  • Bereichere deine Gerichte überdies mit Weizenkleie.
  • Bereite einen Saft aus 1/2 Kiwi sowie 1/4 Melone zu. Gib etwas Wasser hinzu und trinke den Saft dann gleich nach der Zubereitung.
  • Koche 2 EL Kamille und 2 EL Melisse in 200 ml Wasser. Lass die Kräuter 5 Minuten ziehen, siebe den Tee und trinke ihn dann nach dem Abendessen.
  • Überbrühe 1 EL Eibisch sowie 1 TL Ingwer mit 200 ml kochendem Wasser. Lasse den Aufguss einige Minuten ziehen und trinke ihn dann warm.
  • Bereite einen Tee mit 1 L Wasser sowie 2 EL Bockshornklee zu. Süße diesen dann mit etwas Honig.
  • Nimm täglich 1 EL gemahlene Leinsamen ein.
  • Bereite einen Saft aus 2 geschälten Karotten sowie 1 Blatt Weißkohl zu. Sieben und dann zwischen den Mahlzeiten trinken.
  • Verwende Bienenhonig für die Zubereitung von z.B. Toasts oder Keksen.
  • Vermische 2 EL Aloegel und 1 EL Honig mit 1 Glas Wasser. Trinke die Mischung 15 Minuten nach dem Mittagessen sowie nach dem Abendessen.
  • Bereite einen Tee mit 1 EL Kamille, 1 El Eisenkraut sowie 1 El Johanniskraut pro 200 ml zu. Danach sieben und trinken.
  • Vogler, B. K., & Ernst, E. (1999). Aloe vera: A systematic review of its clinical effectiveness. British Journal of General Practice. https://doi.org/10.1080/10408690490424694
  • Bogdanov, S., Jurendic, T., Sieber, R., & Gallmann, P. (2008). Honey for nutrition and health: A review. Journal of the American College of Nutrition. https://doi.org/10.1080/07315724.2008.10719745