Kurkuma: ähnlich wirksam wie diese 7 Medikamente – aber kein Ersatz

4 März, 2019
Die Wirkung von Kurkuma kann bei der Behandlung verschiedener Krankheiten sehr nützlich sein. Du solltest jedoch nicht vergessen, vor der unterstützenden Einnahme dieser Gewürzpflanze deinen Arzt zu konsultieren, der das Mittel tatsächlich verschreiben kann, und damit nie eine pharmakologische Behandlung zu ersetzen.

Kurkuma: kann es Medikamente unterstützen? Auf dem Markt stehen zahlreiche pharmakologische Behandlungen zur Verfügung, viele davon können ohne ärztliche Verschreibung erworben werden.

Die meisten sind zwar sehr wirksam und bringen Erleichterung, enthalten jedoch Chemikalien, die zu unerwünschten Nebenwirkungen führen können, insbesondere dann, wenn sie häufig verwendet werden.

Eine Unterstützung stellen verschiedene Naturheilmittel dar, die preiswert und mindestens genauso wirksam sind. Dazu gehört auch Kurkuma, ein Gewürz, das vor allem in der Gastronomie sehr beliebt ist.

Die Kurkumawurzel stammt aus derselben Familie wie Ingwer und verfügt über sehr wertvolle Nährstoffe, von denen man dann bei verschiedenen Leiden profitieren kann.

Erstaunlich ist, dass in verschiedenen Studien sehr ähnliche Effekte wie bei konventionellen Medikamenten festgestellt werden konnten.

In unserem heutigen Artikel erfährst du mehr über die 7 wichtigsten heilenden Eigenschaften von Kurkuma, damit dann auch du davon profitieren kannst. Lies weiter, um mehr darüber zu erfahren.

1. Kann Atorvastatin (Medikament zur Kontrolle des Cholesterinspiegels) unterstützen

Kurkuma

Atorvastatin ist ein Arzneimittel, das verwendet wird, um den Cholesterinspiegel im Blut zu regulieren sowie Herz-Gefäß-Krankheiten vorzubeugen.

Aus einer Studie des Jahres 2008, die in der Zeitschrift Drugs in R & D veröffentlicht wurde, geht hervor, dass die in der Kurkumawurzel enthaltenen Curcuminoide eine sehr ähnliche Wirkung wie Atorvastatin haben.

Was die endotheliale Dysfunktion anbelangt, eine Störung die zu Atherosklerose führt, kann Kurkuma dann helfen.

Aus den Daten der Studie ist zu entnehmen, dass Kurkuma Entzündungen und oxidativen Stress lindert, die sich bei Patienten mit Diabetes Typ 2 verschlimmern.

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2. Corticosteroide Arzneimittel

Sehr viele Patienten erhalten jedes Jahr Steroidspritzen, um Entzündungen zu lindern, die beispielsweise durch Krankheiten wie Arthritis oder Krebs verursacht werden.

In einer in der Zeitschrift Phytotherapy Research veröffentlichten Studie heißt es, dass der aktive Wirkstoff Curcumin, der in der Kurkumawurzel vorzufinden ist, in der Behandlung von entzündlichen Augenkrankheiten gleich wie diese Arzneimittel wirkt.

Darüber hinaus konnte in späteren Forschungen festgestellt werden, dass auch bei anderen Entzündungskrankheiten, die mit Steroiden behandelt werden, ähnliche Wirkungen erzielt werden können.

3. Kurkuma: Antidepressiva

Kurkuma-Depression

Kurkuma ist ein starkes Antioxidans, das bei depressiven Störungen sehr wirksam sein kann, mit dem Vorteil, keine Nebenwirkungen nach sich zu ziehen.

4. Blutverdünner

Patienten mit erhöhtem Herzinfarktrisiko oder Durchblutungsstörungen greifen meist vorbeugend auf blutverdünnende Arzneimittel zurück.

Doch sie könnten auch von Kurkuma profitieren, die ähnliche Wirkungen wie Aspirin hat, das von den meisten bevorzugte Medikament zur Blutverdünnung.

Die aktiven Wirkstoffe dieser Wurzel sind ähnlich wie bei Thrombozytenaggregations- und Prostacyclinhemmern, die in der Behandlung von Thrombose oder Arthritis verwendet werden.

5. Entzündungshemmende Arzneimittel

Entzündungen

Krankheiten, die mit Schmerzen und Entzündungen einhergehen, kann man auch mit Kurkuma behandeln, die zum Teil konventionelle Medikamente ersetzen kann, ohne mittel- oder langfristige Nebenwirkungen zu provozieren.

In verschiedenen Studien werden die entzündungshemmenden und antiprofilerativen Wirkungen bestätigt, die ebenso wirksam wie folgende Medikamente sein sollen:

  • Aspirin
  • Ibuprofen
  • Naproxen
  • Diclofenac
  • Indometacin
  • Daxamethason
  • Celecoxib
  • Tamoxifan.

6. Medikamente für Chemotherapie

Chemotherapie ist die wirksamste Behandlung gegen Krebserkrankungen.

Doch verschiedene Studien haben gezeigt, dass Curcumin Oxaliplatin oder andere Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen unterstützen kann.

Die Einnahme einer kleinen täglichen Dosis wirkt bei einem kolorektalen Karzinom wie ein antiprofileratives Mittel. 

7. Arzneimittel gegen Diabetes

Kurkuma-Diabetes

Diabetiker können von dieser wirksamen Wurzel auch mehrfach profitieren, wenn sie diese regelmäßig in die Ernährung aufnehmen.

In einer Veröffentlichung der Zeitschrift Biochemistry and Biophysical Research Communications wurde festgehalten, dass Kurkuma bis zu 100000 Mal besser als Metformin bei der Absorption von Glukose wirkt.

Darüber hinaus hilft Curcumin die übermäßige Produktion von Glukose in der Leber zu verhindern, wie auch die meisten dafür entwickelten Medikamente.

Nicht vergessen…

Alle Wirkungen der Kurkumawurzel sind in verschiedensten Studien belegt. Trotzdem darf man ärztlich verschriebene Arzneimittel nicht einfach mit Kurkuma ersetzen, es sei denn, der Arzt erlaubt dies.

Kurkuma bewirkt keine starken Nebenwirkungen und kann deshalb regelmäßig in die Ernährung eingebaut werden, man sollte dabei jedoch bescheiden bleiben.

Bei Erwachsenen empfiehlt sich eine maximale Tagesdosis von 5 g.

  • Kim, T., Davis, J., Zhang, A. J., He, X., & Mathews, S. T. (2009). Curcumin activates AMPK and suppresses gluconeogenic gene expression in hepatoma cells. Biochemical and Biophysical Research Communications. https://doi.org/10.1016/j.bbrc.2009.08.018
  • Hatcher, H., Planalp, R., Cho, J., Torti, F. M., & Torti, S. V. (2008). Curcumin: From ancient medicine to current clinical trials. Cellular and Molecular Life Sciences. https://doi.org/10.1007/s00018-008-7452-4