12 psychologische Faktoren, die Krebs beeinflussen

· 10 Mai, 2016
Meist werden diese Faktoren nicht direkt mit Krebs in Verbindung gebracht, doch auch Stress und Konflikte können krebsauslösend wirken.

Bei Krebs kommt es zur entarteten, unkontrollierten Zellteilung im Organismus, wobei sich diese Zellen dem natürlichen Kontrollmechanismus entziehen.

Krebszellen haben folgende Eigenschaften:

  • Sie wachsen sehr schnell.
  • Sie können sich selbst nicht organisieren.
  • Sie sind nicht fähig, sich selbst zu regulieren.

Da Krebszellen keinen Regeln folgen, unterscheidet sich auch das Erscheinungsbild dieses Gewebes von normalem Gewebe. Diese bösartigen Neubildungen werden als Neoplasie bezeichnet.

Tumorarten

bösartige Zelle bei Krebs

Gutartige Tumore haben die Tendenz, umliegendes Gewebe zu komprimieren, darin jedoch nicht einzudringen. In diesem Fall kann es notwendig werden, den Tumor chirurgisch zu entfernen, damit dieser keine funktionalen oder strukturellen Anomalien verursachen kann.

Bösartige Tumore dringen jedoch in das umliegende Gewebe ein und breiten sich im Inneren des Organismus aus. Sie können sich auch über die Blutbahn oder die Lymphgefäße verbreiten.

Bei den bösartigen Tumoren unterscheidet man grundlegend vier verschiedene Arten:

Lesetipp: Krebs – zukünftige Therapiemöglichkeit?

  • Karzinom: Darunter versteht man Krebserkrankungen, die von Zellen im Deckgewebe der Haut oder den Schleimhäuten im Magen, den Atemwegen, den Harnwegen oder im Darm ausgehen. Die Mehrzahl der Krebserkrankungen gehört zu dieser Gruppe.
  • Karzinom: Hier handelt es sich um eine bösartige Tumorbildung, die von tieferen Bereichen, wie Knorpeln, Muskeln oder Knochen ausgeht.
  • Lymphom: Dieses entsteht im Lymphgewebe (Hals, Leistengegend oder Achseln).
  • Leukämie: Wird auch als Blutkrebs bezeichnet. Es handelt sich um einen bösartigen Tumor im blutbildenden System.

Psychologische Faktoren, die Krebs negativ beeinlussen können

Die ersten Hinweise darauf, dass Krebs auch durch psychologische Faktoren beeinflusst werden kann, datieren aus dem 19. Jahrhundert und wurden von dem Londonder Arzt Snow entdeckt, der über 250 klinische Berichte des Londoner Cancer Centre analysierte.

Mindestens 156 davon waren durch emotionale Probleme oder den Verlust einer Beziehung geprägt.

Inzwischen weiß die Wissenschaft, dass es verschiedene Faktoren und Verhaltensweisen gibt, welche das Risiko für Krebs vergrößern und auch die Überlebenschancen beeinflussen, das heißt im Klartext, dass diese entscheidend dafür sein können, ob die Krankheit überwunden werden kann oder nicht.

Bei den beeinflussenden Faktoren und Verhaltensmustern muss unterschieden werden zwischen jenen, die direkte Auswirkungen nach sich ziehen, wie beispielsweise Stress, und jenen, die indirekte Folgen haben, wie beispielsweise Tabak, Alkohol, Ernährung, Karzinogene oder Sexualverhalten.

Stress

Aus wissenschaftlichen Studien geht hervor, dass Stress die Aktivation bösartiger Tumore beeinflussen kann.

So können beispielsweise der Verlust einer geliebten Person, ein Krankenhausaufenthalt oder eine Krankheit eines nahestehenden Menschen, andere gesundheitliche Beschwerden oder auch Arbeitslosigkeit den Organismus destabilisieren und das Risiko für Krebs erhöhen.

Alkohol, Tabak, Ernährung, Karzinogene und ungesundes Sexualverhalten

Alle in der Überschrift erwähnten Faktoren fördern Krebs, wobei vielleicht der unbekannteste Auslöser von allen bestimmes Sexualverhalten ist, unter anderem auch ungeschützter Geschlechtsverkehr.

Krebs und Tabak

Unter den Faktoren, die das Fortschreiten von Krebs beeinflussen, haben manche direkte Auswirkungen (Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Depression) und andere indirekte Folgen (zu späte Diagnose, Nichteinhaltung der Behandlung oder unzureichende soziale Unterstützung).

Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Depression

Aus Studien geht hervor, dass Personen, die sehr kooperativ, defensiv, übermäßig geduldig oder unfähig sind, sich emotional auszudrücken, gefährdeter dafür sind, dass sich das Krankheitsbild bei Krebs schlechter entwickelt.

Insbesondere emotionale Inhibition, Repression und Negation von Gefühlen wie Zorn beeinflussen die Entwicklung einer Krebserkrankung, die behandelt wird.

Darüber hinaus sind auch Unfähigkeit oder Schwierigkeiten bei der Bewältigung von Stresssituationen und das Gefühl von Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit sowie Depression Faktoren, die die Heilung von Krebw negativ beeinflussen.

Aus Studien geht ebenfalls hervor, dass sich Krebs bei der Kombination von Stress mit dem Persönlichkeitstyp 1 verschlimmern kann.

Dieser Persönlichkeitstyp zeichnet sich durch große Abhängigkeit von etwas oder von jemandem aus, wobei emotionale Blockaden gegenüber dieser Person bestehen.

Dies soll auf einen erhöhten Cortisolspiegel zurückzuführen sein, denn diese Substanz fördert die Immunsuppression und folglich die Entwicklung eines Tumors.

Frau mit Krebs

Späte Diagnose, Nichteinhaltung der Behandlung und fehlende soziale Unterstützung

Wenn Krebs erst spät diagnostiziert, oder die ärztlich verschriebene Behandlung nicht richtig eingehalten wird, kann dies ebenfalls negative Folgen auf die Krankheitsentwicklung haben.

Auch fehlende soziale und emotionale Unterstützung führt dazu, dass sich die Überlebenschancen reduzieren.

Lesetipp: 7 Dinge von denen deine Depression nicht will, dass du sie weißt

Welche psychologischen Variablen schützen vor Krebs?

Bis jetzt haben wir verschiedene Faktoren aufgelistet, die negative Auswirkungen haben und Krebs fördern können. Nun ist es an der Zeit zu erfahren, welche psychologischen Variablen vorteilhaft sind, um die Entwicklung eines Tumors zu bremsen.

Hier sind einige davon:

  • Strategien, um sich lebenswichtigen Schwierigkeiten zu stellen, die uns helfen das Selbstwertgefühl zu verbessern, Depressionen zu hemmen und das Stresshormon Cortisol zu reduzieren.
  • Ein ausgeglichener Lebensstil, fern von Stress, bei dem kein Cortisol produziert wird.
  • Arbeiten, um die größtmögliche Selbstständigkeit zu erreichen, von niemandem abhängen zu müssen, um glücklich zu sein.
  • Gute Beziehungen mit nahestehenden Personen aufbauen.
  • Mit Rauchen und Alkoholkonsum Schluss machen und sich so gut wie möglich vor Karzinogenen schützen.
  • Keine ungesunden sexuellen Beziehungen eingehen.
  • Auf ballaststoffreiche Narhungsmittel und eine gesunde Ernährung achten.
  • Täglich gehen und sich bewegen, um Körper und Geist aktiv zu halten.

Wir hoffen, dass diese Information für euch von Nutzen ist und dass in nächster Zeit wichtige und nützliche Fortschritte in der Krebsforschung erzielt werden können.