Wissenswertes über Fibromyalgie

13 Dezember, 2017
Fibromyalgie ist eine chronische Krankheit, die wegen ihrer diffusen Symptome sehr unangenehm ist und die Lebensqualität stark beeinträchtigt. 

In unserem heutigen Artikel erfährst du Wissenswertes über Fibromyalgie, eine Krankheit, über die man leider noch immer viel zu wenig weiß.

Fibromyalgie ist eine chronische Krankheit, bei der es in verschiedenen Körperregionen zu diffusen Schmerzen kommt. Weitere Symptome sind beispielsweise Müdigkeit, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen oder Konzentrationsmangel.

Fibromyalgie wird seit den 90er Jahren als Krankheit betrachtet, davor gingen verschiedene Experten davon aus, dass es sich um eine Somatisierung handelt, das heißt, dass ein psychischer Konflikt körperliche Symptome auslöst.

Doch die Ergebnisse neuerer Forschungen sprechen für eine neurologische Störung des Zentralnervensystems. 

Lies weiter, um mehr Wissenswertes über Fibromyalgie  zu erfahren!

Wer ist besonders gefährdet, an Fibromyalgie zu erkranken?

Neuronen und Wissenswertes über Fibromyalgie

Zwischen 2 und 5% der Bevölkerung erkrankt an Fibromyalgie, insbesondere in Ländern wie Iatlien, Deutschland, Portugal und Spanien. Frauen sind ganz besonders gefährdet: die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau an Fibromyalgie erkrankt ist im Vergleich zu Männern 10 Mal größer.

Auch folgende Personen gehören in die Risikogruppe:

  • Personen mit rheumatoider Arthritis.
  • Patienten mit Autoimmunkrankheiten.
  • Menschen in einem Alter zwischen 20 und 50 Jahren.

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Ursachen und Wissenswertes über Fibromyalgie

Die Ätiologie von Fibromyalgie steht im Zysammenhang mit Veränderungen des Zentralnervensystems, ist jedoch nicht ausreichend erforscht.

Man glaubt, dass neuronal-hormonelle Veränderungen, genetische Faktoren und Umweltbedingungen wie Ernährung und Stress eine Rolle spielen.

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Das wichtigste Anzeichen ist eine erhöhte Reizbarkeit der Kanäle für Nozizeption und eine sehr große Sensitivität des Zentralnervensystems. Repetitive Schmerzreize werden von der Peripherie an das Rückenmark und Gehirn weitergeleitet.

Symptome

  • Kopfschmerzen
  • Depression
  • Allodynie (Schmerzempfindung bei Reizen, die normalerweise nicht zu Schmerzen führen)
  • Muskelsteife
  • Schlafstörungen
  • Hyperalgesie
  • Krampfartige Bewegungen
  • Extreme Müdigkeit und Erschöpfung
  • Erhöhte Berührungsempfindlichkeit
  • Diffuse und intensive Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Ohrgeräusche, Tinnitus und Sehstörungen und Lichtwahrnehmungen (Phosphene)

Damit zusammenhängende Krankheiten

Fibromyalgie tritt bei Patienten mit rheumatologischen Krankheiten (rheumatoide Arthritis oder Spondylitis ankylosan) häufiger auf. Auch Personen mit Autoimmunkrankheiten wie systemischer Lupus erythematodes (SLE) sind davon öfter betroffen.

Darüber hinaus besteht ein Zusammenhang zwischen Fibromyalgie und gluteninduzierten Enteropathien wie Zöliakie. 

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Damit zusammenhängende Störungen

Schlafstörungen und Wissenswertes über Fibromyalgie

Die meisten Patienten leiden an Schlafstörungen, die andere Symptome zusätzlich verschlimmern. Tagsüber kommt es sehr häufig zu Hypersonie (Schlafsucht), in der Nacht leiden viele an Krämpfen und Schmerzen.

Darüber hinaus sind häufige Begleiterscheinungen dieser Krankheit Stimmungsschwankungen, Depression und Angstzustände. 

Diagnose und Wissenswertes über Fibromyalgie

Es gibt keine genau definierte Diagnosemethode, um Fibromyalgie  festzustellen. Meist werden andere Krankheiten ausgeschlossen, die mit ähnlichen Symptomen einhergehen, bis schließlich Fibromyalgie diagnostiziert werden kann.

Da es keine spezifischen Untersuchungen gibt, wird diese Krankheit oft erst spät diagnostiziert. Zusätzlich erschwerend ist die Tatsache, dass sich Experten in der Definition dieser Krankheit noch immer nicht einig sind.

Noch konnte nicht eindeutig festgelegt werden, ob es sich um eine Krankheit oder ein Syndrom (eine Kombination verschiedener Krankheitszeichen) handelt.

Für die Diagnose von Fibromyalgie müssen mindestens 11 von 18 Schmerzpunkten bei Druck tatsächlich Schmerzen verursachen. Diese Triggerpunkte wurden festgelegt, da sie bei Fibromyalgie-Patienten sehr häufig auftreten.

Allgemeine Schmerzen über einen Zeitraum von mehr als 3 Monaten sind ein weiteres Kriterium für die Diagnose der Krankheit.

Diese beiden Kriterien machen bei der Diagnose rund 85% aus und ermöglichen es, die Krankheit von anderen rheumatischen Krankheitsbildern zu differenzieren.

Ein sehr hoher Prozentsatz von Betroffenen wird nicht richtig diagnostiziert, da dies, wie bereits erwähnt, sehr schwierig ist.

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Behandlung von Fibromyalgie

Behandlung und Wissenswertes über Fibromyalgie

Eine Ernährungstherapie und andere Strategien zum Abnehmen sind in der Behandlung von Fibromyalgie grundlegend. Es konnte nachgewiesen werden, dass eine glutenfreie Ernährung sehr wirksam sein kann, um Symptome zu lindern. 

Darüber hinaus gibt es verschiedene pharmakologische Behandlungsmöglichkeiten, je nachdem, welche Symptome genau auftreten: Antidepressiva, nicht-steroidale entzündungshemmende Arzneimittel, Antikonvulsiva, Muskelrelaxantien usw. 

Sehr gute Resultate werden auch mit der Transkraniellen Magnetstimulation erzielt, mit der Kopfschmerzen reduziert werden können und folglich auch der Allgemeinzustand des Patienten verbessert wird.

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