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Wissenswertes rund um Grüntee

Grüntee wird immer beliebter und ist auch aromatisiert erhältlich. Du kannst ihn aber auch selbst aromatisieren!

Grüntee hat den Ruf, besonders gesund zu sein, jedoch wissen nur wenige Teefreunde, warum.

Was du alles über grünen Tee wissen musst, worauf du beim Kauf achten solltest und welche Auswirkungen er auf deine Gesundheit hat liest du heute in diesem Artikel.

Setzte schon jetzt Wasser auf, gleich bekommst du Lust, dir einen Grüntee aufzubrühen!

Was genau ist Grüntee?

„Tee“ ist, streng genommen, nur das Getränk, das aus den Blättern des Teestrauches aufgebrüht wird.

Es ist eine Wissenschaft für sich, welche Anbaugebiete und Blätter am besten schmecken und zu speziellen Teesorten weiter verarbeitet werden. Bei Grüntee handelt es sich ganz einfach um die getrockneten Blätter der Pflanze.

Schwarzer Tee ist arbeitsaufwändiger. Die Blätter werden hierzu erst etwas getrocknet, dann gerollt und anschließend bei hoher Luftfeuchtigkeit oxidiert.

Dadurch entsteht der für Schwarztee charakteristische Geschmack. Beide Teesorten enthalten Koffein, das früher auch „Thein“ hieß.

Beim Aufbrühen der Blätter mit heißem Wasser wird das Koffein immer freigesetzt – unabhängig von der Ziehzeit ist Tee also immer anregend.

Nur der Gehalt an Gerbstoffen verändert sich bei längerer Ziehzeit. Je länger die Gerbstoffe Zeit haben, aus den Blättern gelöst zu werden, desto bitterer schmeckt dann der Tee.

tee-gruenWelchen Grüntee kaufen?

Kürzlich geisterte ein Test von Stiftung Warentest durch die Medien, bei dem in einigen beliebten Grüntee-Marken so hohe Schadstoffbelastungen gefunden wurden, dass man beim Trinken des als gesund geltenden Getränkes schon um seine Gesundheit fürchten muss.

Im nächsten Test fand man krebserregende Schadstoffe im Matetee. Welchen Tee darf man den überhaupt noch trinken?

Natürlich werden bei der Teezubereitung nicht nur willkommende Wirkstoffe aus dem Tee in die Teetasse gelöst, sondern auch weniger willkommende Stoffe wie Pestizide, Herbizide, Fungizide und andere Pflanzenschutzmittel.

Daher ist es immer ratsam, auf Tee (auch Früchtetees!) aus kontrolliert biologischem Anbau zurück zu greifen.

Tests bestätigen regelmäßig, dass Tee aus kontrolliert biologischem Anbau weniger mit Schadstoffen belastet ist als konventioneller Tee. Nicht immer ist der Preis ein Qualitätskriterium, auch teurer Tee aus dem konventionellen Handel kann stark belastet sein!

vorteile-von-gruenteeWelche Teesorten gibt es?

Im Handel gibt es bereits viele fertige Teemischungen. Klassiker wie „Jasmintee“ (Grüntee mit Jasminblüten aromatisiert) kommen ohne künstliche Aromen aus, aber besonders viele Teemischungen duften (und schmecken) sehr stark nach künstlichen Aromastoffen und haben mit dem ursprünglichen Teegetränk oft nur noch wenig zu tun.

Möchtest du dir mit einer Tasse oder einer Kanne Grüntee etwas Gutes tun, so mache einen Bogen um solche Teevarianten, die oft schon durch die Verpackung intensiv nach Aromastoffen riechen.

Man kann seinen Tee auch ganz ohne Chemie mit Gewürzen selbst aromatisieren. So, wie es in den Teeanbaugebieten seit Jahrhunderten getan wird.

Zitronentee mit Ingwer VerdauungsproblemeGrüntee selbst aromatisieren

Bevor du Grüntee mit künstlichem Aroma kaufst, möchten wir dir Ideen mit auf den Weg geben, wie du den Tee selbst aromatisieren kannst. Und das ganz natürlich!

Zu grünem Tee passen sehr gut folgende aromatisierende Zutaten:

  • Zitronenschale
  • Orangenschale
  • Pfefferminz
  • Vanille
  • Rosenblätter
  • Getrocknete Ananas
  • Apfelschale

Wenn du dir selbst solche Grünteemischungen herstellst, kannst du sie auch als schönes, hausgemachtes Geschenk verwenden, indem du getrocknete Zutaten verwendest.

Achte dabei aber darauf, dass die Apfel-, Zitronen- oder Orangenschalen unbehandelt, also aus Bio-Anbau sind!

Grüner_TeeWie wirkt Grüntee?

Viele Menschen vertragen Kaffee schlecht, er schlägt ihnen regelrecht auf den Magen.

Schuld daran sind meist die Säuren, die sich bei unserer deutschen Zubereitungsform im fertigen Getränk befinden.

Durch das langwierige Filtern von Filterkaffee können diese Säuren gut aus dem Kaffeepulver heraus gelöst werden und dann den Magen reizen.

Grüner Tee besitzt keine solchen magenschädlichen Säuren, er beinhaltet lediglich die bereits angesprochenen Gerbstoffe.

Die Menge dieser Tannine ist abhängig von der Ziehzeit. Je länger der Tee zieht, desto bitterer schmeckt der Tee dann auch, weil mehr Tannine aus dem Blatt in die Tasse Tee gelöst werden.

Diese Tannine kannst du dir auch zu Nutzen machen: Sie wirken bei Durchfall adstringierend auf die Darmschleimhaut und vermindern so die Flüssigkeit im Stuhl.

Das Thein, beziehungsweise Koffein des Tees wirkt anregend, genau wie in Kaffee oder anderen koffeinhaltigen Getränken.

Daher solltest du also auch keinen grünen oder schwarzen Tee trinken, bevor du schlafen gehst.

Um sicher zu gehen, dass du nicht durch den Tee aufgeputscht wirst, trinke mindestens vier Stunden vor dem Zubettgehen keinen grünen oder schwarzen Tee mehr.

Wenn du die „Pille“ nimmst, baut dein Körper übrigens langsamer als üblich Koffein ab, dementsprechend solltest du schon am späten Nachmittag keinen Grüntee mehr trinken, um ein schnelles Einschlafen nicht zu gefährden.