Wie kann ich eine Panikattacke lindern?

· 14 April, 2018
Um eine Panikattacke lindern zu können und nicht komplett die Kontrolle zu verlieren, sind vor allem zwei Dinge wichtig: Man muss lernen, wie man seine Atmung kontrolliert und sich zudem bewusst sein, dass dieser Angstzustand etwas Vorübergehendes ist.

Gehörst du zu den Personen, die sehr schnell nervös werden oder hast du so jemanden in deiner Familie oder im Freundeskreis? Oder ist es dir vielleicht sogar schon mal  passiert, dass du eine Panikattacke erlitten hast? Du möchtest wissen, wie du eine Panikattacke lindern kannst? Dann ist dieser Artikel genau richtig für dich!

Hier findest du ein paar hilfreiche Tipps, die dir bei einer Panikattacke oder Angstzuständen helfen.

Was ist eine Panikattacke?

Frau will Panikattacke lindern

Um eine Panikattacke lindern zu können, wollen wir zuerst einmal klären, was das eigentlich ist. Nur, wenn wir wissen, um was es sich genau handelt, können wir einschätzen, ob die betreffende Person tatsächlich eine erleidet oder nicht.

  • Eine Panikattacke kommt viel öfter vor, als man denkt. Sie wird normalerweise durch einen Überschuss an Adrenalin ausgelöst, der in den Blutkreislauf gerät.
  • Meist ist die Ursache Angst. Dabei ist zu bedenken, dass es sich um einen irrationalen Faktor handelt, das heißt, oft weiß man nicht, was der Grund dafür ist oder wie man die Situation kontrollieren kann.
  • Ein Angstanfall dauert gewöhnlich zwischen 15 und 30 Minuten. Eine Panikattacke hat eine ähnliche Dauer.

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1. Lerne, die Symptome zu erkennen

Wenn eine Person eine Panikattacke erleidet, dann liegt das meist daran, dass verschiedene Ursachen von Stress schließlich ihren Tribut einfordern. Nichtsdestotrotz gibt es, wie schon gesagt, nicht immer einen logischen und realen Grund dafür.

Aber es gibt in jedem Fall ganz klare körperliche Symptome für eine Panikattacke.

Folgende Symptome sind ganz typisch:

  • Herzrasen
  • Negative Gedanken
  • Erstickungsgefühl oder das Gefühl eines Infarkts
  • Bauchschmerzen
  • Schwindelgefühl
  • Schweißausbrüche

2. Die Atmung kontrollieren

Panikattacke lindern indem die Atmung kontrolliert wird

Genauso wichtig wie die Symptome zu erkennen, ist es, die richtige Atmung zu lernen. Sie ist einer der Schlüssel, um eine Panikattacke lindern zu können.

Wenn man die Atmung kontrolliert, dann kann man auch das Herzrasen unter Kontrolle bekommen.

  • Um richtig zu atmen, musst du nur diese Schritte befolgen: Atme während 5 Sekunden ein, halte dann die Luft 7 Sekunden lang an und atme anschließend  8 Sekunden lang aus. Wiederhole diese Atemübung weitere 5 Minuten, bzw. so lange, wie es für dich nötig ist.

3. Vermeide negative Gedanken

Oft sind immer wiederkehrende negative Gedanken einer der Gründe für eine Panikattacke. Daher ist es also wichtig, zu wissen, wie du solche Gedanken vermeiden und stoppen kannst.

Eine gute Methode ist es, zu versuchen dich von den negativen Energien abzulenken, indem du ganz konzentriert Atemübungen machst.

4. Beruhigende Sätze wiederholen

mit beruhigenden Sätzen Panikattacke lindern

Versuche, dir selbst oder der betroffenen Person beruhigende Sätze zu sagen. Natürlich ist jede Person anders und reagiert dementsprechend unterschiedlich auf diese Beruhigungsversuche. Das Wichtigste ist, eine beruhigende Wirkung zu erzielen, die die Panikattacke lindern kann.

  • Du kannst beispielsweise wiederholen, dass alles in Ordnung ist und es keinen realen Grund für die Angst gibt.
  • Es kann dir auch helfen, dir selbst zu sagen, dass du dich gleich wieder beruhigen wirst und alles in ein paar Sekunden vorbei ist.
  • Denk daran, dass du die eigentliche Kontrolle über die Situation hast.

5. Suche einen geschützten Ort

Wenn du nicht zu Hause bist, suche dir einen geschützten Ort, bis die Panikattacke vorüber ist. Denn wenn du dich den Blicken der anderen ausgesetzt fühlst, wirst du nur noch nervöser werden.

  • Deswegen ist es wichtig, dass du dir so schnell wie möglich einen geschützten Ort suchst, an dem du die Panikattacke überwinden kannst.

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6. Lauf nicht weg

Es ist wichtig, zu wissen, was du im Falle einer Panikattacke tun solltest. Genauso wichtig ist es aber auch, zu beachten, was du nicht tun solltest.

  • Es ist wichtig, dass du nicht vor dem Problem wegläufst. Wenn du vor einer schwierigen Situation wegläufst, wird dadurch deine Angst nur größer.
  • Du musst nur daran denken, zu atmen, und dann ist das Ganze in ein paar Minuten vorbei und es geht dir wieder gut.

7. Vermeide Rituale

Frau möchte Panikattacke lindern

Du solltest vermeiden, das Überwinden einer Panikattacke mit Ritualen in Verbindung zu bringen, die keinerlei wissenschaftliche Grundlagen haben. Tatsache ist, dass die Panikattacke von alleine wieder vorübergeht. Um sie zu überwinden ist das Wichtigste, sich die nötige Zeit zu lassen und richtig zu atmen.

  • Wenn du bei jeder Panikattacke zum Beispiel zu beten anfängst, um sie zu überwinden, so bringst du zwei Dinge in Verbindung, die nichts miteinander zu tun haben.
  • Auf diese Art und Weise erschaffst du dir eine Art Aberglauben. Wenn du dann in einer ähnlichen Situation das betreffende Ritual nicht durchführen kannst, führt es schließlich dazu, dass du nur noch mehr Stress und Angst hast.

Wenn du diese Tipps und Schritte befolgst, wirst du sicher eine Panikattacke rechtzeitig erkennen und lindern können.