Welche Vorzüge hat Koriander? Entdecke seine tollen Eigenschaften!

7 November, 2015
Koriander ist ein Kraut, von dem unsere Gesundheit auf vielfältige Weise profitieren kann. Koriander hilft bei Blutarmut und menstruationsbedingten Schmerzen, reinigt das Blut und trägt zur Mundgesundheit bei

Bestimmt hast du Koriander schon zur Verfeinerung des ein oder anderen Gerichtes eingesetzt und weißt um sein charakteristisches Aroma. Wusstest du auch, dass Koriander der Gesundheit sehr förderlich ist? Lerne in diesem Artikel, welche Vorzüge Koriander hat.

Interessante Fakten zum Koriander

Koriander gibt es auf der ganzen Welt, wichtiger Bestandteil der lokalen Küche ist er in Spanien, Mexiko und Südamerika, in Nordafrika, in den arabischen Ländern und in Südasien. Seine Blätter werden gehackt und einer Vielzahl von Gerichten zugegeben. In Thailand wird auch die Wurzel des Korianders verzehrt.

Koriander gehört mit seinem kräftigen Geruch, der betört und auf den leckeren Geschmack einstimmt, zu den aromatischen Kräutern. Es ist schwierig zu sagen, wo der Koriander herkommt. Einige Experten gehen davon aus, dass seine Ursprünge in Osteuropa liegen, wo heute noch viele Pflanzen wild bestehen.

Archäologen haben in den Gräbern der ägyptischen Pharaonen Hinweise darauf gefunden, dass diese bereits Koriander angebaut haben.

Auch aus dem antiken Griechenland ist diese Praktik bekannt. Hier war Koriander besonders beliebt, um daraus Parfüm herzustellen. Die Römer haben ihn von Osteuropa nach Westeuropa gebracht und von England gelangte er später auf den amerikanischen Kontinent.

Koriander

Eigenschaften von Koriander

Hast du genug Zeit mitgebracht, um die lange Liste zu lesen? Koriander ist ein wirklich wunderbares Kraut.

  • Er wirkt entzündungshemmend und hilft so, die Symptome der Arthritis zu lindern.
  • Koriander wirkt antibakteriell und hemmt deshalb die Vermehrung krankheitserregender Bakterien in den Nahrungsmitteln.
  • Da Koriander generell antimikrobiell wirkt, vermag er auch die Behandlung von Hauterkrankungen wie Pilzinfektionen und Ekzemen zu unterstützen.
  • Er trägt dazu bei, den Spiegel des „guten“ Cholesterins zu steigern und den des „schlechten“ Cholesterins zu senken. Damit beziehen wir uns auf HDL und LDL.
  • So wird der Bildung von Plaques im Inneren der Blutgefäße vorgebeugt.
  • Koriander reduziert die Gasbildung im Verdauungsapparat und beugt daher Blähungen vor.
  • Er kann unterstützend zur Behandlung von Durchfall eingesetzt werden, insbesondere wenn dieser bakteriell bedingt ist.
  • Koriander schützt die Leber.
  • Koriander trägt zur Prophylaxe von Harnwegsinfektionen bei.
  • Er hilft gegen Übelkeit.
  • Stimmungsschwankungen und andere Symptome, die auf hormonelle Zyklen zurückzuführen sind, werden durch Koriander gelindert.
  • Regelschmerzen und Krämpfe werden gelindert.
  • Koriander ist eine reichhaltige Quelle für Eisen, Magnesium und Ballaststoffe. Deshalb wird sein Konsum Menschen empfohlen, die an einer Anämie (Blutarmut) leiden.
  • Er hilft, das Blut und den Körper im Ganzen zu entgiften.
  • Endokrine Drüsen werden in ihrer Funktion gestärkt. Die Bauchspeicheldrüse beispielsweise wird zur Freisetzung von Insulin angeregt, was hilft, den Blutzuckerspiegel zu senken.
  • Koriander stärkt das Immunsystem.
  • Er ist ein ausgezeichneter Schleimlöser und hilft so, die Atemwege freizumachen.
  • Sein Konsum ist auch bei Erkrankungen der Augen angezeigt, bei geröteten Augen, Konjunktivitis, einer Makuladegeneration u.a.
  • Koriander unterstützt die Mundhygiene, hilft bei Schleimhautentzündungen und gegen Mundgeruch.
  • Er lindert die Symptome von Hämorrhoiden.
  • Koriander ist ein kräftiges Aphrodisiakum, vor allem in Kombination mit Zimt, Kardamom, Nelken und Ingwer.
  • Er hilft beim Abnehmen.
Koriander

Für Frauen gibt es drei Gegenanzeigen zum Verzehr von Koriander:

  • Wenn sie versuchen, ein Kind zu bekommen. Koriander könnte die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, senken.
  • Wenn sie schwanger sind, weil die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt steigt.
  • Wenn sie stillen, da die Wirkungen von Koriander auf Neugeborene noch nicht ausreichend untersucht ist.

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Koriander in der Küche: Wie er aufbewahrt und eingesetzt wird

Jetzt, da du von den vielen gesundheitsfördernden Eigenschaften des Korianders weißt, hast du ihn in Gedanken sicher schon auf die nächste Einkaufsliste gesetzt. Er sollte in deiner Küche niemals fehlen.

Für viele Rezepte wird der reife, trockene Koriandersamen verwendet. Es handelt sich hierbei um ein vielfältig einsetzbares Gewürz, dass dem Essen ein sanftes, süßliches Aroma und einen entsprechenden Geschmack verleiht.

Es gibt zwei Arten von Koriander, die wir in der Küche einsetzen können:

Marokkanischer Koriander

Der ist am leichtesten zu besorgen. Die Samen haben eine bräunliche Farbe, einen Durchmesser von ca. 5 mm und sind leicht zu zermahlen. So erhält man ein feines Pulver.

Indischer Koriander

Die Größe des Samens ist ähnlich wie die des marokkanischen Korianders, aber die Farbe ist etwas anders. Die Samen sind heller, fast gelblich. Der Geschmack ist milder. Indischer Koriander wird in der Regel geröstet, bevor er gemahlen wird, damit sein Aroma besser zur Wirkung kommt.

Die getrockneten Samen, ganz oder gemahlen, sollten in einem Glasgefäß aufbewahrt werden und möglichst dunkel und trocken stehen. So halten sie sich für eine ganze Weile.

Koriander

Koriandersamen werden aufgrund ihres milden, süßlichen Geschmacks in vielen Rezepten als Zutat geführt. Wir nennen dir hier ein paar Beispiele:

  • Backwaren wie Kekse, Plätzchen und Brot.
  • Milchhaltige Süßspeisen, insbesondere wenn in diesen auch Zitrusfrüchte verarbeitet werden. Die Kombination mit Koriander ist sehr zu empfehlen.
  • Süßigkeiten.
  • Gerichte mit Schweine- oder Lammfleisch, für einen intensiveren Geschmack.
  • Reis- und Nudelgerichte.
  • Salate aus Rüben, Kohl und Spinat.
  • Wurstwaren wie z.B. Salami, vor allem dann, wenn sie auch Kümmel enthalten.
  • Konserven.
  • Fleischklößchen, eine typische marrokanische Speise.
  • Soßen.
  • Gewürzmischungen wie sie in Indien verwendet werden.
  • Liköre wie Cointreau und Bénédictine.
  • Aromatisierte Schokoladen.
  • Die Korianderblätter werden Suppen und Salaten zugegeben.

Hier finden sich Rezepte für Suppen, die mit Koriander sicher noch besser schmecken: Köstliche Gemüsesuppen

Koriander

Wenn du inzwischen sogar entschieden hast, Koriander daheim anzubauen, dann gratulieren wir dir zu dieser Entscheidung. Es ist ganz einfach. Koriander ist eine einjährige Pflanze, die bis zu einem Meter hoch wird und viel Sonne braucht. Was das Wasser betrifft, so wächst sie am besten auf feuchten, nicht aber auf nassen Böden.

Viele haben einen Blumentopf mit Koriander in der Küche. So ist er immer zur Hand, wenn es darum geht, dem Essen das gewisse Etwas zu verleihen.

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