Welche Hausmittel gegen Bluthochdruck helfen wirklich?

Nicht alle Hausmittel gegen Bluthochdruck helfen wirklich, doch es gibt einige, deren Wirkung wissenschaftlich belegt ist.

Viele Bluthochdruckpatienten versuchen Hausmittel gegen Bluthochdruck, statt den Blutdruck mit Medizin effektiv zu senken und damit die Gesundheitsrisiken zu minimieren.

Hausmittel gegen Bluthochdruck sollten Medikamente nur unterstützen, niemals ersetzen!

Welche Hausmittel gegen Bluthochdruck gibt es?

Das Internet (und auch Buchhandlungen) sind voll mit Ratgebern, die so manches Hausmittel gegen Bluthochdruck empfehlen – oder verkaufen.

Bevor du ein Hausmittel gegen Bluthochdruck verwendest, befrage bitte deinen behandelnden Arzt, was er davon hält.

Hausmittel gegen Bluthochdruck dürfen niemals als alleinige Therapie gegen Bluthochdruck eingesetzt werden! Sie können lediglich dazu dienen, zusätzlich zu den vom Arzt verschriebenen Medikamenten den Blutdruck in geringem Maße zu beeinflussen.

Falls du schon Hausmittel gegen Bluthochdruck verwendest, teile dies bitte deinem Arzt mit, wenn du mit ihm die Dosierung deiner Medikamente besprichst, um Wechselwirkungen zu verhindern.

Glaubt man den vielen sogenannten „Ratgebern“, so taugt ja fast alles als Hausmittel gegen Bluthochdruck: Kräuter, Kapseln, Tee, Tinkturen, Superfoods und mehr werden als Hausmittel gegen Bluthochdruck angepriesen.

Doch nicht alles zeigt auch Wirkung. Wir nehmen folgende Hausmittel gegen Bluthochdruck genauer unter die Lupe:

Knoblauch als Hausmittel gegen Bluthochdruck Knoblauch

In Australien fand eine Studie statt, bei der Patienten mit Bluthochdruck zusätzlich zu ihren Blutdruck senkenden Medikamenten noch Knoblauch essen mussten. Das Ergebnis dieser Studie war, dass sich der Blutdruck zusätzlich um durchschnittliche 10mm Hg senkte. Nicht schlecht, oder?

Eine weitere Studie wurde noch nicht unter wissenschaftlichen Bedingungen durchgeführt, jedoch kann eine solche zusätzliche Senkung des Blutdrucks als Erfolg gewertet werden. Es schadet also nicht, reichlich Knoblauch in deine Ernährung zu integrieren.

Studien haben nicht nur die Wirksamkeit, sondern auch die Dosierung von Knoblauch erforscht.

Man nimmt an, dass ein Erwachsener pro Tag mindestens 4 große Zehen Knoblauch essen muss, um erste Auswirkungen zum Beispiel auf den Cholesterinspiegel zu verursachen.

Weiter wurde erforscht, dass der Knoblauch roh gegessen werden sollte, da beim Kochen einige der besonders wirksamen Stoffe zerstört oder vermindert werden.

Es nützt also nichts, den Knoblauch großzügig in Saucen und Gemüsegerichten oder auch auf Fleisch zu verwenden, die Zehen müssen wirklich roh gegessen werden oder roh über Gemüse, in Salate oder zu Fleischgerichten serviert werden.

4 Zehen pro Tag, so die Studien, sei das Minimum. Je nach Sorte des Knoblauchs, Größe der Zehen und Gehalt der Wirkstoffe kann es aber auch durchaus mehr sein, um überhaupt eine Wirkung feststellen zu können.

Damit du nicht wie ein Vampirschreck nach Knoblauch riechend herumläufst, gibt es auch Dragees oder Tabletten mit den Wirkstoffen aus Knoblauch.

Hausmittel gegen Bluthochdruck Omega 3 Fettsäuren

Omega 3 Fettsäuren sind in der Lage, Triglyceridwerte und den Blutdruck zu senken. Das „gesunde Omega 3“ ist in allen pflanzlichen Ölen und Kaltwasserfischen enthalten und verbessert die Fließeigenschaften des Blutes.

Außerdem senkt es den Blutdruck und die Blutfette, weswegen es Arterienverkalkung vorbeugen kann.

Viel Omega 3 steckt unter anderem im

  • Fisch (je kühler das Wasser, desto fetter der Fisch, desto reicher an Omega 3) und in
  • heimischen Ölen wie Rapsöl, Sojaöl, Walnussöl und
  • Leinsamen.

Keine gute Idee sind grundsätzlich alle Fette, die bei Zimmertemperatur fest sind wie zum Beispiel Butter, Frittierfett, Speck, Wurst, fetter Käse und ähnliche Produkte, die reich an tierischem Fett sind.

Gewicht kontrollierenWichtigstes Hausmittel gegen Bluthochdruck: Diät!

Der häufigste Grund für steigenden Blutdruck ist – ganz einfach – das steigende Körpergewicht. Übergewicht führt nicht zwangsläufig zu hohem Blutdruck, aber Bluthochdruck ist eine häufige „Nebenwirkung“ von Übergewicht.

Da durch Übergewicht nicht nur Bluthochdruck, sondern auch andere Krankheiten und Gesundheitsrisiken entstehen können, ist es nicht nur zur Senkung des Blutdruckes mehr als sinnvoll, sein Körpergewicht zu reduzieren.

Mit sinkendem Körperfettanteil sollte dann auch der Blutdruck sinken und sich im besten Fall sogar wieder normalisieren.

Regelmäßige Kontrollen beim Hausarzt, um die Dosierung der blutdrucksenkenden Medikamente anzupassen, sind dabei wichtig.

Das Ziel einer Ernährung bei Bluthochdruck sollte also immer und grundsätzlich eine langfristige Gewichtsreduktion sein.

Lasse dich dazu aber bitte unbedingt von zertifizierten Ernährungsberatern beraten und unterstützen. Adressen dazu bekommst du von deiner Krankenkasse, die die Kosten einer medizinischen Ernährungsberatung sogar entweder erstattet oder unterstützt.

Reine „Pulververkäufer“ sind übrigens keine „Ernährungsberater“, deren Kosten die Krankenkasse erstattet! Unsere Ernährungstipps sollen dir nur Anhaltspunkte geben, ersetzen aber keine professionelle Beratung!

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