Welche Gefahren bergen Antibiotika?

Antibiotika können Gefahren bergen, wenn sie falsch eingenommen werden. Diese sind nur im Falle von bakteriellen Krankheiten wirksam, bei Virusinfektionen machen sie keinen Sinn. Wenn zu oft Antibiotika eingenommen werden, kann es zu einer Resistenz der Mikroorganismen kommen, dann wirkt das Medikament nicht mehr. 

Erkältungen, Halsschmerzen, Grippe, virale Infekte und ähnliche Beschwerden kommen immer wieder vor, insbesondere im Winter. Oft greift man ganz unbewusst zu Antibiotika, um diese zu heilen, doch das kann ein schwerwiegender Fehler sein!

Viele gehen zum Arzt in der Erwartung, ein Medikament verordnet zu bekommen, doch nicht immer sind Arzneimittel die beste Option.

Wie funktionieren Antibiotika?

Antibiotika

Antibiotika werden seit 1940 sehr häufig verschrieben, es handelt sich um eine sehr wichtige medizinische Errungenschaft. Doch zu viel davon kann zu einer Bakterienresistenz führen. 

Darüber hinaus ist nicht zu vergessen, dass ein Antibiotikum auch unerwünschte Nebenwirkungen haben kann.

Wenn zum Beispiel Kindern Antibiotika verabreicht werden, können sie in der Folge an Magenbeschwerden oder Durchfall leiden.

Auch allergische Reaktionen können dadurch entstehen.

Wir empfehlen auch diesen Beitrag: Aloe Vera gegen Magenbeschwerden

Viren und Bakterien

Es gibt verschiedene Krankheitserreger, wobei grundsätzlich zwischen Viren und Bakterien unterschieden wird. Beide können ähnliche Symptome verursachen und vermehren und entwickeln sich auch auf sehr ähnliche Weise.

  • Bakterien sind lebende Mikroorganismen, die wie auch Zellen unabhängig sind. 

Sie sind an vielen Orten zu finden und nicht immer schädlich für den Organismus. Laktobazillen, die im Darm leben, helfen zum Beispiel bei der Verdauung der Lebensmittel.

In manchen Fällen sind Bakterien jedoch schädlich und können zu verschiedenen Krankheiten führen, wenn sie in den Organismus eindringen.

In diesem Fall sind Antibiotika sehr wirksam, denn sie verhindern, dass sich diese Mikroorganismen entwickeln und verbreiten können.

  • Viren sind keine lebenden Organismen und können sich deshalb nicht unabhängig entwickeln. Es handelt sich um Partikel mit genetischem Material, das von einem Kapsid geschützt wird.

Sie wachsen und vermehren sich, wenn sie in lebende Zellen eindringen.

Das Immunsystem kann verschiedene Viren abwehren, sollte dies jedoch nicht der Fall sein, können auch Antibiotika nicht weiterhelfen. 

Falsche Verwendung von Antibiotika

Antibiotika in den Händen

Wenn man bei einer Erkältung oder anderen viralen Erkrankungen ein Antibiotikum einnimmt, macht das keinen Sinn, ganz im Gegenteil: die Folgen können in der Zukunft sehr negativ sein. 

Damit wird nämlich die Entwicklung resistenter Bakterien gefördert.

Wenn Antibiotika häufig und falsch angewendet werden, mutieren Bakterien oder andere Mikroorganismen und passen sich an. Dadurch wird das Antibiotikum nutzlos.

In diesem Fall spricht man von Bakterienresistenz oder Antibiotikaresistenz. Wenn es einmal so weit ist und die Bakterien widerstandsfähig sind, benötigt man eine höhere Dose oder stärkere Antibiotika, um eine Krankheit damit heilen zu können.

Darüber hinaus können durch die falsche Verwendung auch andere Probleme entstehen.

  • Antibiotika können nicht nur ungesunde Bakterien, sondern auch gesunde abtöten, auch jene die vom Organismus unbedingt benötigt werden.
  • Deshalb kann als Nebenwirkung Durchfall auftreten, wenn die Darmflora durch das Arzneimittel beeinträchtigt wird und Lebensmittel deshalb nicht mehr richtig verdaut werden können.

Deshalb ist es sehr nützlich, auch alternative Behandlungsmöglichkeiten zu kennen.

Hast du diesen Beitrag schon gelesen? Die 5 besten natürlichen Antibiotika und ihre Anwendungsgebiete

Je öfters Antibiotika eingenommen werden, um sinnlos einfache Krankheiten (Erkältungen, Grippe oder andere virale Infektionen) zu behandeln, umso schwieriger wird es, Bakterien zu bekämpfen, für die tatsächlich ein Antibiotikum notwendig ist.

In der Folge sind auch mehr Arztbesuche notwendig, um eine passende, effektive Behandlung zu finden.

Wann sind Antibiotika wichtig?

Ärztin verschreibt Antibiotika

  • Antibiotika sollten nur bei bakteriellen Infektionen eingenommen werden. 
  • Bei leichten Infektionen, insbesondere, wenn es sich um einen Virus handelt, ist ein Antibiotikum nicht notwendig beziehungsweise unwirksam.

Durch die richtige Anwendung kann eine Resistenz verhindert werden. Dein Arzt wird dich richtig beraten und dir das passende Medikament verschreiben.

Es gibt auch interessante natürliche Antibiotika.

  • Frage deinen Arzt und lasse dich dementsprechend beraten. Nicht immer sind Antibiotika notwendig.

Dein Arzt kann dir auch Auskunft geben, ob es sich um eine virale oder bakterielle Erkrankung handelt.

Du solltest nie auf ein Antibiotikum bestehen, wenn es nicht notwendig ist, vertraue deinem Arzt.

Entdecke auch diesen Artikel: Kurkumagetränk mit wunderbaren gesundheitsfördernden Eigenschaften

Übrige Tabletten

Es ist keine gute Idee, ein übriggebliebenes Antibiotikum bei der nächsten Erkrankung zu verwenden, oder Medikamente anderer Patienten einzunehmen, unabhängig davon, ob es sich um Erwachsene oder Kinder handelt.

Restliche Tabletten müssen entsprechend entsorgt werden, ob die Packung fertiggenommen werden muss oder nicht, entscheidet der Arzt.

Kategorien: Kuriositäten Tags:
Auch interessant