Nahrungsmittel und natürliche Produkte

Mein Körper

Warum man trotzdem an Osteoporose leiden kann wenn man jeden Tag Milch trinkt

Es steht fest, dass das Calcium in der Milch in unserem Organismus nur sehr schlecht aufgenommen werden kann. Um Osteoporose vorzubeugen muss man sich also nach anderen Calciumquellen umsehen
Milch und Osteoporose

Viele Menschen leiden an Osteoporose. Darunter sind vor allem Frauen nach dem Klimakterium oder der Menopause. Viele unter ihnen fragen sich warum sie einen Mangel an Calcium haben, obwohl sie täglich Milch trinken oder sogar Nahrungsergänzungsmittel mit Calcium einnehmen.

In diesem Artikel möchten wir dir eine mögliche Erklärung auf diese Frage hin geben. Darüber hinaus stellen wir gesunde Alternativen vor, um unserem Körper auf einfache und natürliche Art und Weise die Menge an Calcium zur Verfügung zu stellen, die er braucht.

Was ist Osteoporose?

Was ist Osteoporose

Bei der Osteoporose handelt es sich um eine Erkrankung, die durch die Verringerung der Knochenmasse und der progressiven Schädigung des Knochengerüsts charakterisiert ist. 

Dabei erhöht die Erkrankung die Zerbrechlichkeit der Knochen und dadurch das Risiko eine Fraktur zu erleiden.

Insgesamt leiden mehr Frauen an Osteoporose als Männer. Vor allem Frauen im reifen Alter sind betroffen. Allerdings tritt Osteoporose auch aus genetischen und vererbbaren Gründen auf.

Auch folgende Faktoren beeinflussen ihr Entstehen:

  • Unterernährung
  • Eine unausgewogene Ernährung
  • Bestimmte Medikamente
  • Bewegungsmangel
  • Hormonelle Gründe

Eine der größten Schwierigkeiten bei der Erkrankung ist, dass sie keinerlei Symptome hervorruft. Oft wird sie erst bemerkt, nachdem schon eine Fraktur entstanden ist oder es zu Schmerzen kommt. 

Aus diesem Grund sollte man besonders dann aufmerksam sein, wenn man Familienmitglieder hat, die bereits an der Erkrankung leiden.

Sieh auch: Tipps zur Prävention von Osteoporose

Ist Milch eine gute Quelle für Calcium?

Einer der häufigsten Ratschläge um den Körper mit ausreichend Calcium zu versorgen, ist täglich mindestens ein Glas Kuhmilch zu trinken. Seit Jahrzehnten schon wird angenommen, dass man so unter anderem auch der Osteoporose entgegen wirken kann.

Dennoch ist die Erkrankung im Verlauf der Jahrzehnte immer häufiger geworden und tritt zusätzlich in immer jüngerem Alter auf.

Zunächst kann man natürlich einwenden, dass Milch schon längst nicht mehr als natürliches Produkt verkauft wird. Die Qualität hat sich mit der Zeit verschlechtert und Milch ist heutzutage ein stark verarbeitetes Produkt.

Dennoch bleibt Milch nach wie vor ein calciumreiches Produkt. Calcium ist in Form von Salzen (Caseinat und Phosphat) enthalten und dank der Laktose wird die Aufnahme in den Körper erleichtert.

Allerdings gibt es auch viele weitere Faktoren, die die Aufnahme von Calcium erschweren. Darunter sind zum Beispiel Proteine oder auch Laktoseintoleranz.

Viele Menschen leiden unter dieser Intoleranz ohne es überhaupt zu wissen. So wird die Fähigkeit des Darms Nährstoffe aufzunehmen immer weiter verschlechtert.

Milch und Osteoporose

Milch hilft nicht bei Osteoporose

Immer mehr Studien zeigen, dass der regelmäßige Konsum von Kuhmilch nicht nur keine Hilfe leistet, um Osteoporose zu bekämpfen. Im Gegenteil wird durch Kuhmilch sogar das Risiko für Krebs in den Ovarien und der Prostata erhöht, genauso wie für kardiovaskuläre Erkrankungen.

Mit diesen Ergebnissen scheint es noch wichtiger andere Calciumquellen für unseren Organismus zu suchen. 

Nahrungsergänzungsmittel mit Calcium

Wenn man ein medizinisches Nahrungsergänzungsmittel einnimmt, nimmt der Körper den Nährstoff nicht immer auf die Art und Weise auf, die wir uns wünschen.

Im Falle von Calcium kann die Einnahme von einem Nahrungsergänzungsmittel sogar gegenteilige Effekte haben. So kann sich dadurch das Risiko für Verkalkungen, Nierensteine und kardiovaskuläre Erkrankungen erhöhen. 

Wenn man es aber als notwendig betrachtet einen solchen Zusatz einzunehmen kann man die Einnahme zum Beispiel über den Tag hinweg verteilen und immer zusammen mit den Mahlzeiten einnehmen. Gleichzeitig sollte man immer sicher stellen, ausreichende Mengen an Vitamin D aufzunehmen.

Dennoch sollte man bei der Vorsorge von Calciummangel vor allem Nahrungsmittel auswählen, die natürlicherweise reich an dem Nährstoff sind. 

Natürliche Alternativen mit Calcium

Calcium gegen Osteoporose

Wenn man sich calciumreich ernähren möchte, sollte man möglichst folgende Nahrungsmittel in die tägliche Ernährung mit einbauen. Sie sind dabei frei von Milch und Milchprodukten:

  • Sardinen
  • Meeresfrüchte und Kaviar
  • Gemüse (Lauch, Mangold, Brokkoli und Spinat)
  • Sesamsamen, man kann sie roh verzehren, geröstet, in kaltgepresstem Öl oder als streichfähige Paste (Tahini)
  • Nüsse (Mandeln, Haselnüsse)
  • Trockenfrüchte (getrocknete Feigen, Datteln)
  • Hülsenfrüchte (Kichererbsen, Linsen)
  • Kümmel
  • Petersilie

Wir empfehlen dir folgenden Artikel: Symptome von Calcium-Mangel

Weitere Faktoren, die Einfluss haben

Wenn man die Osteoporose vollständig behandeln möchte, muss man auch die Faktoren besprechen, die Einfluss haben. So kann man sie nicht nur behandeln sondern ihr auch vorbeugen.

  • Sonne tanken (täglich, aber mit gesundem Menschenverstand) oder ein Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D3 einnehmen, nach Rücksprache mit dem Arzt
  • Die Hormone während Phasen mit großen Schwankungen regulieren. Die Hormone zum Beispiel in der Menopause ausgeglichen halten (Östrogen bei den Frauen und Testosteron bei den Männern).
  • Den Konsum von alkoholischen Getränken meiden.
  • Den Konsum von Zucker und gezuckerten Nahrungsmitteln reduzieren.
  • Physische Betätigung bei mittlerer Intensität für mindestens 2 oder 3 Tage die Woche ausführen. Dies beeinflusst auf direkte Art und Weise die Qualität der Knochen.