Superfoods aus deiner Heimat!

Superfoods müssen nicht weit gereist sein, um Gesundheitsvorteile zu bieten.

Superfoods, so glaubt man, müssen nicht nur exotische Namen tragen, sondern auch aus exotischen Ländern kommen. Doch Superfoods können auch in deinem Garten wachsen, denn was zählt sind schließlich die inneren Werte – und nicht die Herkunft oder der Name!

Was sind echte Superfoods?

Zu den Superfoods gehören unter anderem Cranberry, Granatapfel, Acerola, Acai, Aronia, Goji und viele mehr.

Es handelt sich dabei um überwiegend exotische Obstsorten, die überdurchschnittlich reich an Mineralstoffen, Vitaminen, Polyphenolen und anderen Pflanzenwirkstoffen sind.

Aber auch heimische Früchte wie die Preiselbeere gehören zu den Superfoods. Wegen ihrer hohen Konzentration an Mineralstoffen, Vitaminen und Pflanzenwirkstoffen zeigen sie in vielen Bereichen eine stark gesundheitsfördernde Wirkung.

Allen Superfoods wird auch ein hoher Gehalt an Antioxidantien bescheinigt, also zellschützenden Wirkstoffen. Antioxidantien sind in der Lage, freie Radikale im Körper zu neutralisieren.

Freie Radikale können unsere Zellen schädigen und entstehen durch den normalen Stoffwechsel, aber auch durch UV-Bestrahlung, Umweltgifte, Ozon, in Stresssituationen, durch eine unausgewogene Ernährung, durch die Einnahme bestimmter Medikamente und durch Krankheiten.

Ein Zuviel an freien Radikalen führt zu einer Oxidation von Eiweiß und Fetten und in Folge zu einer beschleunigten Alterung der Zellstrukturen.

Abwehr von KrankheitserregernBrauche ich Superfoods?

Superfoods sind sowohl Nahrung, als auch Medizin – sie haben Elemente von beidem.

Sie beschreiben eine Gruppe von Lebensmitteln, die höchste Konzentrationen von wichtigen Nährstoffen aufweisen, also „super konzentriert“ sind.

In einer idealen Welt hätten wir durch das Essen, das wir zu uns nehmen direkten Zugriff auf alle von uns benötigten Nährstoffe, aber unser Essen ist heute bei weitem nicht so wertvoll, wie es in der Vergangenheit war.

Unsere Böden werden durch die intensive Landwirtschaft und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln erschöpft.

Zusätzlich reduziert sich unser Nährstofflevel im Körper durch unseren stressigen modernen Lebensstil und die uns ständig umgebende Umweltverschmutzung und ihre Toxine.

Es ist daher eine gute Idee, in der täglichen Ernährung „Superfoods“ und natürliche Nahrungsergänzungsmittel zu integrieren.

Die Wirkstoffe der Superfoods werden gerne in Tablettenform für teures Geld angeboten. Es ist jedoch wissenschaftlich nicht erwiesen, ob die Stoffe in isolierter Form überhaupt vom menschlichen Organismus genauso gesundheitsförderlich aufgenommen werden können, wie in der natürlichen Form, der Frucht selbst.

Auch Säfte der Superfoods sind fraglich, denn diese Säfte sind selten pur und man weiß nicht, wie viele der ursprünglichen Vitamine sich überhaupt in der Flasche befinden.

Wenn du den Saft aus frischen Früchten selber herstellst, oder die Früchte roh verzehrst, ist das die beste Variante.

Wenn du also Superfoods verzehren möchtest, dann sollte das frisch sein. Und weil das bei den exotischen Früchten schwierig ist, stellen wir die heute heimische Alternativen vor:

Johannisbeeren - SuperfoodsJohannisbeeren

Frische Johannisbeeren sind eine super Alternative zu Gojibeeren aus China oder anderen fernen Ländern.

In frischer Form haben Gojibeeren viel Vitamin C – allerdings auch dann immer noch weniger als frische, schwarze Johannisbeeren.

Schwarze Johannisbeeren aus deinem oder Nachbars Garten sind reinste Vitamin C Bomben und verfügen wie Gojibeeren über ein breites Spektrum an wertvollen sekundären Pflanzenstoffen.

Preiselbeeren

Wie bereits erwähnt, sind unsere eher langweiligen Preiselbeeren eine super Alternative zu weit gereisten Cranberries aus Nordamerika. Cranberries sind berühmt für ihre starken Abwehrkräfte und werden speziell vorbeugend gegen Harnweginfektionen empfohlen.

Cranberries wachsen in Nordamerika und sind verwandt mit unseren heimischen Preiselbeeren.

Bei uns werden Preiselbeeren ebenfalls seit Generationen zur Vorbeugung von Harnweginfekten genutzt. Warum also teure Importfrüchte kaufen statt einheimische Früchte essen? Lecker und so gesund!

Superfoods: HeidelbeerenBlaubeeren und Sauerkirschen

Die ähnliche Optik könnte schon darauf hinweisen: Blaubeeren, auch Heidelbeeren genannt, gehören zu unseren Superfoods und können anstelle der blauen Acaibeeren verwendet werden.

Manche behaupten, dass Acaibeeren dank der vielen Antioxidantien dazu verhelfen, jünger auszusehen. Außerdem sollen Acai-Beeren den Stoffwechsel ankurbeln und so die Kilos schmelzen lassen. Naja. Es geht auch mit heimischen Früchten: Heidelbeeren oder Sauerkirschen enthalten noch mehr Antioxidantien – und die Heidelbeere sogar mehr Magnesium als Acai Beeren.

Superfoods: GrünkohlGrünkohl

Die Amerikaner haben unseren schnöden Grünkohl für sich entdeckt.

Kaum zu glauben, aber wahr: was bei uns jeden Winter als Eintopf auf den Tisch kommt, wird dort als Superfood vermarktet!

Auch hier landet Grünkohl immer häufiger in Superfood Produkten, wie zum Beispiel grünen Smoothies oder als fettarme Chips zum Knabbern.

Das Beispiel Grünkohl zeigt, wie irrational manche Superfoods sind: nur, weil sie in einem Land Alltagsgericht sind, gelten sie als langweilig. Kaum schappt ein Blatt Grünkohl oder anderes exotisches Gewächs über den großen Teich, schon wird ein Superfood daraus!

Weitere Superfoods, die rund um dein Zuhause wachsen sind zum Beispiel: Weizengras, Hanfsamen, Leinsamen, Äpfel,… Es ist also durchaus möglich, auch in unseren heimischen Gärten Obst zu finden, das ähnliche oder sogar bessere Eigenschaften aufweist wie durch geschicktes Marketing als „Superfrüchte“ gepriesene Früchte aus Übersee.

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