So bleibt und wird Wäsche (wieder) weiß!

Auch ohne Chlor kann weiße Wäsche wieder wie neu strahlen.

Weiße Wäsche vergraut manchmal oder behält hartnäckig auffällige Flecken. Doch bevor du das betreffende Kleidungsstück entsorgst, solltest du unsere Hausmittel und Methoden ausprobiert haben!

Warum wird weiße Wäsche grau?

Weiße Socken, die eher grau sind, das kennst du sicher. Mit der Zeit wird weiße Wäsche oft immer grauer und Flecken manifestieren sich, statt zu verschwinden. Oft wird dann zu aggressiven Mitteln gegriffen, die nicht nur der Umwelt schaden, sondern auch die Bauteile deiner Waschmaschine angreifen können.

Wenn du Pech hast, wird deine Wäsche – nicht nur die Socken – mit jedem Waschgang immer grauer, das einst strahlende Weiß wird von einem Grauschleier überdeckt. Dabei handelt es sich um feinste Dreckpartikel, die sich in den Fasern der Textilien anlagern. Dies kann mehrere Ursachen haben:

  • Zu hohe Dosierung von Waschmittel: Waschmittelreste werden beim Spülen nicht vollständig entfernt und verbleiben mit Schmutzpartikeln auf der Wäsche.
  • Zu niedrige Dosierung von Waschmittel: Es sind nicht genug waschaktive Substanzen im Waschwasser, um den Schmutz vollständig zu lösen.
  • Schlechtes Waschmittel: Das Waschmittel reinigt nicht gut genug und schafft es nicht, den Schmutz vollständig zu lösen.
  • Falsch gewaschen: Zu niedrige Wassertemperatur bei Kochwäsche oder ein dunkles Kleidungsstück in Weißwäsche führt ebenfalls zu Grauschleier oder Verfärbungen.

Das beste Mittel gegen Grauschleier ist also, es gar nicht dazu kommen zu lassen. Wasche daher immer mit der richtigen Temperatur, achte auf das richtige Waschmittel und sortiere die Wäsche immer, sodass nur Weißes zusammen in die Trommel wandert.

Insbesondere Handtücher sehen mit Grauschleier schnell nicht mehr schön und hygienisch aus. Es gibt aber Methoden, diesen Grauschleier zu entfernen, damit deine Wäsche wieder so weiß wird wie am ersten Tag.

Waschsoda

Waschsoda wird im Drogeriemarkt für ganz kleines Geld angeboten und ist dennoch ziemlich unbekannt. Du findest es auch als Natriumcarbonat im Regal oder einfach nur unter dem Namen Soda. Bitte nicht mit Natron verwechseln!

Damit Waschsoda richtig wirkt, muss das Wasser heiß sein. Achte also auf die richtige Waschtemperatur und wähle die höchste, die für das vergraute Kleidungsstück erlaubt ist.

Soda sorgt für eine bessere Reinigung der Gewebe und ist daher auch in einigen Waschmitteln bereits enthalten.

Gib einfach zum nächsten Waschgang der weißen Wäsche etwa 50g Waschsoda zusätzlich zum Waschmittel hinzu. Waschsoda wirkt wie ein Waschkraftverstärker. Wenn möglich, wähle einen zusätzlichen Spülgang, um alle Rückstände gut auszuspülen.

Wasserstoffperoxid

Wasserstoffperoxid steckt hinter Produktbezeichnungen wie „Milde Bleiche ohne Chlor“ oder „Aktivsauerstoff“ oder „Oxykraft“. Im Handel wird oft auch „mit Aktivsauerstoff“ geworben. Dieser „Aktivsauerstoff“ in Putzmitteln ist nichts anderes als Wasserstoffperoxid.

Das Wasserstoffperoxid, das du so kaufen kannst ist stark mit Wasser verdünnt und mit einem Stabilisator versetzt, damit es nicht bei Kontakt mit Metall in seine Bestandteile Wasser und Sauerstoff zerfällt. In der Apotheke kannst du dieses Produkt in (fast)beliebigen Konzentrationen kaufen.

Wasserstoffperoxid ist ein ausgezeichnetes Bleichmittel für hartnäckige Flecken und Verfärbungen, hauptsächlich solche „organischer“ Herkunft, also keine Farben, Lacke oder Schmieröle. Du solltest es aber nur bei heller Wäsche anwenden, zum Beispiel, um weiße Gardinen, weiße Handtücher oder Bettwäsche von Grauschleicher zu befreien.

Sonne

Wie beim Aufhellen von Haaren kann auch beim Aufhellen der Wäsche die Sonne mit ihrer UV Strahlung helfen. Früher wurden Bettlaken und Tischwäsche auf den Bleichwiesen in der Sonne ausgelegt, um rein weiß zu werden. Früher war dies insbesondere deshalb nötig, weil die Wäsche nur mit Seife und unter schwerster Handarbeit gewaschen werden konnte.

Legt man feuchte Wäsche in die pralle Sonne, bildet sich unter der intensiven UV Strahlung Ozon, das beim Zerfallen Bleichsauerstoff frei gibt. Verwendest du im letzten Spülgang Zitronensaft statt Weichspüler, maximierst du den bleichenden Effekt des Sonnenlichtes.

Das ist auch der Grund, warum farbige Textilien in der Sonne schnell ihre Farbe verlieren und man Wäsche besser im Schatten statt in der Sonne trocknet.

Essig

Handelt es sich beim Grauschleier nicht nur um Schmutzrückstände, sondern auch um Kalkablagerungen, kann es helfen, die weiße Wäsche über Nacht in Essigwasser einzuweichen. Verwende dazu weißen Essig, um weitere Verfärbungen zu verhindern und verdünne den Essig im Verhältnis 1:2 mit Wasser. Also ein Liter Essig auf zwei Liter Wasser.

Danach die Wäsche wie gewohnt waschen. Um Kalkablagerungen vorzubeugen, kannst du auch Essig ins Weichspülerfach geben. Erkundige dich aber bitte vorher, ob das deine Waschmaschine langfristig verträgt!

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