Schlaganfall: Risikofaktoren für Frauen

25 Mai, 2015

Frauen sind besonders stark von dieser Krankheit betroffen: Zwei von drei tödlichen Opfern eines Schlaganfalles sind Frauen, das Risiko ist größer als bei Brustkrebs. Deshalb ist es wichtig, sich über die Risikofaktoren bewusst zu sein. Eine entsprechende Vorsorge und gesunde Lebensgewohnheiten können oft von großer Hilfe sein. In diesem Beitrag erfährst du mehr darüber.

Risikofaktoren für einen Schlaganfall

1. Hormontherapien

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Viele Frauen unterziehen sich komplexen Hormontherapien, um die Auswirkungen der Menopause zu lindern. Langfristig gesehen können diese Behandlungen Gesundheitsprobleme verursachen und beispielsweise auch zu einem Schlaganfall führen. Auch viele empfängnisverhütende Pillen können langfristig zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Am besten besprichst du dieses Thema mit deinem Frauenarzt, um das Risiko so gering wie möglich zu halten.

2. Bluthochdruck

Ein erhöhter Blutdruck ist ein stiller Feind, der viele vitale Funktionen negativ beeinflusst, ohne dass wir uns darüber bewusst sind. Viele wissen gar nicht, dass sie an Bluthochdruck leiden, bis es zu einem Schlaganfall kommt. Wichtig ist deshalb, regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchzuführen! Dadurch kannst du dir viel Leid ersparen.

3. Übergewicht

Übergwicht und Fettleibigkeit können zu zahlreichen Gesundheitsproblemen führen, dass ist allgemein bekannt. Ab einem gewissen Alter verändert sich der Stoffwechsel, wobei es dadurch vermehrt zu Fettpölsterchen im Bauchbereich kommt. Wenn dies bei dir der Fall ist, solltest du einen Ernährungsberater aufsuchen, um das Fett abzubauen. Bauchfett kann nämlich das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen.

4. Migränemigräne

Migräne tritt auch bei Frauen häufiger als bei Männern auf. Dieser starke, sehr unangenehme Kopfschmerz kann oft nur in einem dunklen, stillen Raum ertragen werden. Neurologen weisen darauf hin, dass Migräne oft mit ischämischen Problemen in Verbindung steht und deshalb das Risiko für einen Schlaganfall erhöht ist. Was kann getan werden? Befolge immer die Empfehlungen deines Arztes und achte auf die Ernährung. Wie du sicher weißt, gibt es verschiedene Nahrungsmittel, die Migräne fördern können.

5. Herz-Gefäß-Krankheiten

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Ärzte bestätigen, dass Frauen bei Beschwerden den Arztbesuch meist länger hinauszögern als Männer. Frauen sehen die Ursachen oft in der durch die Alltagsaktivitäten angesammelten Müdigkeit. „Das sind nur Stresssymptome, sonst nichts“ ist eine vielfach gehörte Meinung. Pflege dich und besuche bei Beschwerden rechtzeitig einen Arzt! Herzbeschwerden äußern sich bei Frauen anders als bei Männern. Bei Druck auf der Brust, Atembeschwerden (beispielsweise beim Treppensteigen) oder Hals- und Kieferschmerzen, könnte es sich um ein ernstes Problem handeln, das eine ärztliche Untersuchung und eventuelle Behandlung erfordert.

6. Regelmäßige Blutuntersuchungen sind äußerst wichtig!

Dabei werden nicht nur die Cholesterin- und Triglyceridwerte festgestellt, auch andere Daten, die auf das Risiko für einen Schlaganfall hinweisen, gehen aus Blutuntersuchungen hervor: beispielsweise eine erhöhte Zahl an roten Blutkörperchen. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass das Blut dicker ist und deshalb ein erhöhtes Risiko vorliegt. Zweifle nicht daran: Programmiere mit deinem Arzt regelmäßige Blutuntersuchungen, um Gesundheitsproblemen vorzubeugen. Die Gesundheit kann man nicht „aufschieben“.

7. Leidest du an Schlafapnoe?

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Oft nehmen wir einfache Dinge wie beispielsweise nächtliches Schnarchen nicht allzu ernst. Dieses ist jedoch weder gut, noch gesund. Die obstruktive Schlafapnoe (OSA) zählt zu den Hauptrisikofaktoren für einen Schlaganfall. Der Grund dafür ist, dass dabei der Blutdruck steigt und gleichzeitig der Sauerstoff im Blut reduziert wird. Wenn du an Schlafapnoe leidest, solltest du auf jeden Fall ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Kann Vorsorge gegen einen Schlaganfall geleistet werden?

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Leider gibt es auch hier – wie bei vielen anderen Krankheiten –  keine magische Formel. Bei familiärer Vorbelastung ist das Risiko beispielsweise höher und dies kann nicht beeinflusst werden. Was jedoch in deiner Macht liegt ist, auf eine gute Lebensqualität und gesunde Gewohnheiten zu achten, um das Risiko so gering wie möglich zu halten.

Hier findest du verschiedene Empfehlungen:

  • Wenn du rauchst, solltest du so schnell wie möglich damit aufhören!
  • Achte auf ein adäquates Gewicht, bewege dich jeden Tag und ernähre dich gesund!
  • Versuche, deine Emotionen sowie Stress- und Angstzustände zu kontrollieren und zu bewältigen.
  • Vergiss nicht auf regelmäßige Kontrolluntersuchungen, um den Blutdruck, den Cholesterinspiegel und die Herzgesundheit zu überprüfen.
  • Pflege dich! Viele Frauen kümmern sich fürsorglich um ihre Familie und nahestehende Personen (Kinder, Eltern, Ehepartner…) und vergessen dabei, die eigene Gesundheit zu pflegen. Versorge dich nicht selbst mit Medikamenten, dafür ist der Arzt zuständig! Die Vorsorge gegen einen Schlaganfall kann lebensrettend sein!
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