Rhinopharyngitis bei Kindern: Symptome, Ursachen und Behandlung

Bei Kindern ist die Rhinopharyngitis sehr ansteckend, hat jedoch in der Regel keine ernsteren Konsequenzen. Die Behandlung besteht darin, die Symptome zu kontrollieren, insbesondere das Fieber, das gefährlich hoch werden könnte. 
Rhinopharyngitis bei Kindern: Symptome, Ursachen und Behandlung

Geschrieben von Edith Sánchez

Letzte Aktualisierung: 18. Juli 2022

Rhinopharyngitis, das heißt die Kombination aus Nasen- und Rachenschleimhautentzündung, ist bei Kindern eine häufige Erkrankung. Bei Kindern zwischen sechs Monaten und acht Jahren handelt es sich um den häufigsten Grund für einen Arztbesuch. Durchschnittlich kommt es in diesem Altersbereich zu bis zu sechs Arztbesuchen im Jahr, die durch Rhinopharyngitis bedingt sind.

Praktisch alle Kinder leiden irgendwann daran. Meist spricht man von einer Erkältung oder einer Grippe, auch wenn dies nicht ganz richtig ist. In den meisten Fällen handelt es sich um eine Krankheit, die mit der Zeit von selbst heilt, jedoch manchmal auch zu Komplikationen führen kann.

Deshalb ist die Nasen- und Rachenschleimhautentzündung einer der Hauptgründe für das Fehlen in der Schule. Doch es ist tatsächlich besser, das Kind zu Hause zu lassen, um im Rahmen des Möglichen die Ansteckungsgefahr für die Mitschüler zu reduzieren.

Was ist Rhinopharyngitis bei Kindern?

Was ist Rhynopharyngitis bei Kindern?

Es handelt sich um eine Infektion der Atemwege, welche den Rachen und die Nasenhöhlen betrifft. Normalerweise ist diese Krankheit nicht weiter ernst, dafür jedoch sehr ansteckend. Im Normalfall handelt es sich um eine virale Erkrankung.

Bei Kindern kommt es häufiger dazu, da ihr Immunsystem noch nicht voll entwickelt und deshalb in der Abwehr von Bakterien und Viren noch nich so effektiv ist.

Zu erkennen ist die Rhinopharyngitis an der Schwellung der Schleimhäute im Nasen- und Rachenbereich. Der Rachen befindet sich hinter den Nasenhöhlen im hinteren Mundbereich und reicht bis in den Kehlkopf und zur Speiseröhre.

Ursachen für eine Rhinopharyngitis

Die häufigsten Ursachen für die Nasen- und Rachenschleimhautentzündung sind:

  • Infektionen
  • Allergien

In den meisten Fällen handelt es sich um eine infektiöse Rhinopharyngitis, die durch den Rhinovirus verursacht wird. Es gibt jedoch auch viele andere Arten von Viren, welche die Schleimhäute im Rachen und in der Nase entzünden können. So zählen zum Beispiel der Adenovirus, der Coronavirus oder der Parainfluenzavirus zu den über 200 Virentypen.

Die Krankheit kann jedoch auch durch Bakterien ausgelöst werden. Häufig sind dann der Haemophilus influenzae oder der Streptococcus pyogenes der Auslöser. Die Symptome konzentrieren sich in diesem Fall auf den Hals und man spricht von einer Pharyngitis (Rachenkatarrh) oder einer Pharyngotonsillitis.

Die allergische Rhinopharyngitis entsteht durch Allergene, die sich üblicherweise im Staub oder Pollen befinden oder durch Milben ausgelöst werden. Jeder Patient reagiert auf unterschiedliche Elemente allergisch, deshalb kann das Problem nicht verallgemeinert werden. Häufig tritt die allergische Rhinopharyngitis im Frühling auf, wenn der Pollenflug seinen Höhepunkt erreicht.

Symptome der Rhinopharyngitis bei Kindern 

Symptome der Rhinopharyngitis bei Kindern 

Oft entsteht die Infektion, wenn sich das Kind die Augen reibt, oder wenn es die Nase oder den Mund mit den infizierten Händen berührt. Die ersten Symptome treten danach schnell auf. Dazu gehören folgende:

Betroffene Kinder sind reizbar und lustlos. Meist heilt die Krankheit von selbst aus, doch es ist wichtig, die Symptome zu kontrollieren, insbesondere das Fieber.

In manchen Fällen kann die Krankheit auf die Ohren, die Bronchien, die Nasennebenhöhlen, die Tonsillen oder den Kehlkopf übergreifen. In diesen Fällen ist ein Arztbesuch auf jeden Fall zu empfehlen. Auch bei hohem Fieber und deutlichen Atembeschwerden solltest du dein Kind unbedingt zum Arzt bringen.

Behandlung

Die grundlegende Behandlung einer Rhinopharyngitis besteht darin, die Symptome zu kontrollieren und zu lindernIm Allgemeinen werden rezeptfreie Medikamente mit antihistaminischen, fiebersenkenden, entzündungslindernden und schmerzstillenden Eigenschaften angeboten. Damit kann die Infektion kontrolliert werden und Schmerzen und Fieber gehen zurück.

Zu den unangenehmsten Beschwerden für Kinder gehört die vertopfte Nase. Du kannst Nasenspülungen mit Salzwasserlösung oder physiologischem Serum durchführen, um die Nase von Schleim zu befreien. In ernsteren Fällen kann auch ein Nasenspray sehr hilfreich sein.

Sollte es sich um eine bakterielle Krankheit handeln, wird der Arzt diese mit Antibiotika behandelnDu solltest dein Kind nie selbst mit einem Antibiotikum therapieren. In diesem Fall ist die ärztliche Kontrolle grundlegend.

Bei einer allergischen Rhinopharyngitis ist die erste Maßnahme, das auslösende Allergen herauszufinden. Danach muss man versuchen, das Kind im Rahmen des Möglichen von Allergenen fernzuhalten. In manchen Fällen verschreibt der Arzt vorsorgende Medikamente, um zu verhindern, dass es zu einer Rhinopharyngitis oder zu anderen Symptomen kommt.


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