Neue Studie: In 5 – 10 Jahren wird es eine Behandlung gegen Arthrose geben

Die frühzeitige Diagnose ist ausschlaggebend, um Arthrose zu bremsen, deshalb sind alle medizinischen Fortschritte auf diesem Gebiet willkommen, um die Lebensqualität zu verbessern.

Ein Spezialist der Internationalen Universität Menéndez Pelayo von Madrid (Spanien) geht davon aus, dass es in 5 bis 10 Jahren möglich sein wird, Arthrose zu bremsen, um Betroffenen eine bessere Lebensqualität zu ermöglichen.

Derzeit ist es fast unmöglich, diese chronische Krankheit, die den Alltag erschwert, zu behandeln, doch kleine wissenschaftliche Fortschritte geben uns Hoffnung.

Wie Experten erklären, wird Arthrose normalerweise diagnostiziert, wenn ein Gelenk zu 30% zerstört ist. Wenn man dem jedoch vorbeugen könnte, würde die Wirklichkeit ganz anders aussehen.

In Studien, die zu diesem Thema in den letzten Jahren durchgeführt wurden, konnten wichtige Resultate erzielt werden. Anschließend erklären wir dir, welche Fortschritte in einem relativ kurzen Zeitraum erzielt werden könnten.

Wird es möglich sein, das Fortschreiten von Arthrose zu verhindern? Wir hoffen es zumindest.

Arthrose bremsen: eine Wirklichkeit, die immer näher rückt

52% der Frauen und 29% der Männer leiden an Arthrose. Die ersten Anzeichen dafür treten oft zwischen 54 und 60 auf, meist folgen sie folgendem Muster:

  • Arthrose ist an den Händen sehr häufig anzutreffen (70%).
  • Am zweit häufigsten sind davon die Füße betroffen (40%).
  • Andere betroffene Stellen können Knie (10%) und Hüfte (3%) sein.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist darauf hin, dass rund 28% der weltweiten Bevölkerung an Arthrose leidet. Schätzungsweise sind 80% der über 60-Jährigen davon betroffen und haben mit dieser Krankheit in Zusammenhang stehende Probleme.

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Daraus geht hervor, dass es sich um ein sehr weit verbreitetes Leiden handelt. Wir alle kennen jemanden, der daran leidet. Wir wissen auch, dass viele unserer Leser mit dieser Krankheit zu kämpfen haben und in der Stille daran leiden.

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Der Schlüssel liegt in einer frühzeitigen Diagnose

Die Plattform für Proteomik des Instituts für biomedizinische Forschung (INIBIC) in La Coruña (Spanien) erklärt, dass Arthrose in 5 bis 10 Jahren mit ganz anderen Augen betrachtet werden wird.

  • Durch eine frühzeitige Diagnose wird es möglich sein, Arthrose zu bremsen.
  • Man ist derzeit dabei, ein „Diagnosekit“ für Arthrose zu entwickeln. Die Idee ist, durch eine einfache Blutanalyse Marker der Krankheit festzustellen.
  • Wie wir alle wissen, gehen wir meist erst dann zum Arzt, wenn wir an Schmerzen leiden und „nicht mehr können“. Schmerzen in der Hand sind sehr intensiv und unangenehm. Die Hände schlafen dabei in der Nacht oft ein und es kommt zu kleinen Verformungen.
  • Wenn die Krankheit sich bereits in dieser Phase befindet, ist es unmöglich, sie zu bremsen. Der Schlüssel liegt also darin, Marker für Arthrose so früh wie möglich diagnostizieren zu können. 

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Proteomische Studie

Der Rheumatologe Francisco Blanco, wissenschaftlicher Direktor des INIBIC erklärt, dass das Wissen über Arthrosse sehr stark zugenommen hat.

  • Die Proteomik ist die Wissenschaft, die Proteome untersucht. Das ist die Gesamtheit aller Proteine in einem Körper.
  • Die proteomische Studie der betroffenen Gewebe hat es den Wissenschaftlern erlaubt, sechs Biomarker zu identifizieren. 
  • Diese Marker ermöglichen eine Diagnose der Krankheit in einem sehr frühen Stadium mit einer 96%igen Sicherheit.

Durch die frühzeitige Diagnose ist es bedeutend einfacher, Arthrose zu bremsen. Experten gehen davon aus, dass es in 5 bis 10 Jahren wirksame Therapien dafür geben wird.

Arthrose folgt meist demselben „Angriffsmuster“: Es werden bestimmte Substanzen frei, die das gesunde Gewebe allmählich zerstören. Wenn also bestimmte Wirkstoffe gespritzt werden, könnte das Fortschreiten gestoppt werden.

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Die Notwendigkeit, Arthrose zu stoppen

Arthrose ist die häufigste rheumatische Erkrankung und die viert häufigste Ursache für Behinderungen. Es geht also um ein wichtiges, sehr weit verbreitetes Leiden und nicht nur um Schmerzen, die die ältere Bevölkerungsgruppe betreffen.

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Oft wird Arthrose mit höherem Alter assoziiert, doch in Wahrheit sind häufig auch Personen im aktiven Leben, die an einer Krankheit leiden, davon betroffen. 

  • Arthrose vermindert die Lebensqualität und die Beweglichkeit.
  • Es handelt sich um eine Krankheit, die hohe Ausgaben verursacht: Operationen, Behandlungen, Arzneimittel… Wenn mehr in die Forschung investiert würde, hätte man vielleicht bereits eine wirksame Behandlung gefunden, um diese Krankheit zu stoppen.
  • Man geht jedoch davon aus, dass dieses Leiden in den nächsten Jahren noch häufiger diagnostiziert werden wird. Faktoren wie Adipositas oder auch übermäßiger Sport beschleunigen das Auftreten der unangenehmen Krankheit.
  • Bestimmte genetische Marker in Kombination mit dem Lebensstil führen dazu, dass das gesundes Gewebe mit der Zeit zerstört wird.

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Die medizinischen Institutionen wissen über dieses Problem Bescheid. Es ist ausschlaggebend, eine wirsame Behandlung gegen Arthrose zu finden, um die Lebensqualität vieler Personen zu verbessern.

Denn ein Leben mit chronischen Schmerzen und Leiden ist sehr schwierig, man gewöhnt sich nie daran.

Wir sind auf weitere Informationen und Neuentwicklungen auf diesem Gebiet gespannt und werden weiterhin berichten.